Adventskalender Thalea Storm Türchen Nummer 19

Adventskalender Thalea Storm Türchen Nummer 19

Schon sind wir beim 19.Dezember angekommen. Heute öffnen wir für euch das 19 Türchen von Thalea Storms Blogger Adventskalender. Und nur noch 5 Tage und dann ist Weihnachten!

 

Wir haben Thalea gebeten sich unseren Fragen zur Stellen und natürlich hat sie das auch gemacht.

 

Interview mit Thalea

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Mein Name ist Thalea Storm und ich bin eine relativ junge Selfpublisherin, die sich seit 2016 mit dem Schreiben von Büchern ihre eigenen Träume erfüllt und unzählige Leben lebt.

Ursprünglich komme ich aus Thüringen, lebe aber seit 2014 in Niedersachsen. Ich habe vor meiner Autorenkarriere Sozialpädagogik studiert und in diesem Beruf auch schon einige Zeit gearbeitet. Der liegt mir mindestens genauso am Herzen, wie mein Autorenleben und beides lässt sich sehr gut verbinden, denn in jedem dieser Bereiche braucht man einfach ein hohes Maß an Empathie und Kreativität.

Seit Juni 2017 verwirkliche ich meinen Traum und bin Vollzeitautorin. Etwas Schöneres kann ich mir kaum vorstellen.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Ungeduldig

Emotional

Empathisch

Welches Sternzeichen bist du?

Fische

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Die, die aus guten Absichten heraus entstanden sind und die, die aus Krisensituationen heraus entstanden sind. Fehler sind menschlich, ich denke einfach, dass man danach schauen sollte, warum jemand etwas tut. Niemand ist perfekt und man darf das auch nicht von anderen erwarten.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Das ist Charlie aus dem Roman „Das also ist mein Leben“ (auf diesem Roman basiert der Film „Vielleicht lieber morgen“). Ich mag sowohl das Buch als auch den Film sehr gerne und Charlies Rolle geht mir sehr ans Herz. Er ist der Außenseitertyp auf Grund eines schweren Traumas in der Kindheit, das ihm aber erst nach und nach bewusst wird. Trotzdem – und vielleicht gerade deswegen – mag ich seinen Mut und Kampfgeist und die Freude am Leben, die er immer wieder ausstrahlt.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Ich mag den Schauspiel „Ian Somerhalder“ (zB Damon in „The Vampire Diaries“) sehr gerne und sehe ihn als Idol. Er sieht nicht nur wahnsinnig toll aus, sondern er hat auch einfach ein total großes Herz. Mit seiner Ian Somerhalder Foundation setzt er sich regelmäßig für unsere Welt und all die Lebewesen in ihr ein. Das liebe ich. Er tut das mit solch einer Leidenschaft, die einfach mitreißend ist und nutzt seinen Bekanntheitsgrad, um auch andere davon zu überzeugen, dass es wichtig ist, auf unseren Planeten zu achten.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Ed Sheeran

The Fray

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

An erster Stelle sind meine Hunde meine Lieblingsbeschäftigung. Mit ihnen die Natur zu erleben ist einfach unglaublich schön. Dicht dahinter liegt aber auch gleich das Schreiben. Mich in fremden Welten zu verlieren ist total berauschend und kann wirklich süchtig machen.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Rot

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Ich habe keinen konkreten Lieblingsschriftsteller. Ich lese Bücher kreuz und quer, je nachdem, was mir gerade so gefällt.

Was verabscheust du am meisten?

Intoleranz, Verständnislosigkeit, Überheblichkeit, Arroganz

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Wenn ich mich manchmal einfach unsichtbar machen könnte, das wäre doch echt toll. 😀

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Geschrieben habe ich schon immer gerne, nur der Mut, es auch öffentlich zu tun, der fehlte mir. Im Jahr 2016 musste ich zwei überraschende Todesfälle in der Familie erleben, die mich über mein eigenes Leben nachdenken ließen. Ich wollte nicht mehr ständig vor lauter Angst und Unsicherheit auf das verzichten, was mir wirklich Freude bereitet. Also beschloss ich in einem sehr schönen Urlaub am Meer, dass ich einfach mal mit dem Schreiben beginnen werde und dann ja sehe, wohin es mich bringt.

Ich hab es nie bereut.

Das einzige, was ich bereut habe ist, nicht früher den Mut gefunden zu haben.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss eine Geschichte sein, die mich berührt. Egal auf welche Art und Weise. Sie muss mich bei meiner eigenen Geschichte packen und ich muss mich in einigen Teilen wiederfinden können. Ich mag Spannung und unerwartete Wendungen. Ein Happy End brauche ich nicht – das Leben hat es nämlich manchmal auch nicht.

Wo liest du am liebsten?

Eingekuschelt mit meinen beiden Schnuffis auf dem Sofa.

Hast du ein Lebensmotto?

„Man kann noch so sehr sein Leben planen, nichts ist schöner als der Zufall.“

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Oh ich habe Astrid Lindgren geliebt: Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Die Kinder von Bullerbü. Einfach tolle Geschichten, deren Filme ich heute noch schaue.

Als ich so ins Teeangeralter kam, liebte ich dann die Fear Street Bücher. Ja, Fear Street und Gänsehaut – dafür ging mein ganzes Taschengeld drauf. 😀

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Es ist zwar auch eines der bekanntesten Bücher derzeit, aber auch ich finde, dass man es gelesen haben muss: „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes. Diese Geschichte ist einfach der Hammer und sie lässt niemanden kalt. Sie gibt einem Kraft und nimmt sie einem auch wieder. Und gleichzeitig beginnt man über sich selbst und die Fragen des Lebens nachzudenken. Wer es tiefgründig und berührend mag, kann damit definitiv nichts falsch machen.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Ja, ich liebe die Originalfassung von „The summer I turned pretty“ (alle drei Teile) von Jenny Han. Das ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe, Freundschaften, aber auch den Ernst des Lebens, unüberwindbare Hürden, Verluste usw.

Ich liebe diese Bücher, weil ich mich darin wirklich selbst finden kann, wie wahrscheinlich jedes Mädchen auf diesem Planeten.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Ich denke, er sollte es haben, aber derzeit sieht es bei mir irgendwie noch nicht so aus. Selbst in meinem letzten Sommerurlaub habe ich geschrieben (wenn auch deutlich weniger als zu Hause) und bin zumindest gedanklich stets bei meinen Werken und Protagonisten. Es ist schon ein Beruf, den man nicht einfach hinter sich lässt. Man schließt keine Bürotür und das wars dann. Zumindest vom Kopf bin ich immer aktiv, überlege, plane, kreiere usw. Es ist wirklich schwer, das abzustellen.

Wie sieht dein Alltag aus?

Ich bin ein Frühaufsteher, der meistens unter der Woche gegen 4 in den Tag startet. Das hab ich aber auch meinem kleinen Welpen hier zu verdanken, der mich momentan auf Trab hält und meinen eigentlich schön strukturierten Tagesablauf über den Haufen wirft. Ich versuche es trotzdem so einzuhalten, wie ich es bisher hatte:

  • Aufstehen, Hunde versorgen (Futter, kurz rausgehen), duschen, kurzes Frühstück

  • Bis 8 / 9 Uhr organisatorische Arbeiten erledigen (Mails beantworten, Beiträge planen usw.)

  • 9-11 Uhr Hundezeit – Ab in die Natur!

  • 11-15/16 Uhr Schreiben, Recherche etc. (Arbeit am Manuskript)

  • 16-17 Uhr Hundezeit – Noch mal ab nach draußen

  • 17-22 Uhr eigentlich etwas Entspannenderes machen, aber nebenbei immer wieder Nachrichten beantworten oder Beiträge posten

Was bringt dich zum lachen?

Ich mag guten Humor, der an sich witzig ist, aber andere nicht auf Kosten anderer stattfindet. Und ich kann gut über mich selbst lachen.

Welches Hobbie hast du?

Ich lese gerne, bin sehr gerne in der Natur mit den Schnuffels, Fahrradfahren mag ich, zeichnen finde ich toll und ich schaue sehr gerne Serien.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Hoffentlich immer noch als Autorin, noch erfolgreicher und noch gefestigter in meiner Tätigkeit. Ich sehe viele weiter Buchveröffentlichungen und hoffentlich noch unzählige weitere verzauberte Leser.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Ich danke JEDEM Leser, Blogger und Follower da draußen, dass er meinen Traum wahr werden lässt. Ohne euch könnte ich dieses aufregende Autorenleben nicht führen. Ich liebe es, die Geschichten für euch zu kreieren und ich finde es faszinierend, wie sehr ihr sie selbst für euch annehmt und darin aufblüht und lebt. Ein schöneres und größeres Lob könnte ich nicht erhalten und das motiviert mich jeden Tag, weiterzumachen.

DANKE!

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

dem Schreiben aufregender Geschichten, meinen Hunden, weißer Schoki und Serien.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Urban Fantasy und Young Adult / Coming of Age.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Sci-Fi.

Mein Lieblingsgetränk ist…

KiBa!

Mein liebstes Liebeslied ist…

You found me“ von The Fray.

Ich grusel mich vor…

Clowns, Puppen und creepy Kindern in Horrorfilmen.

Wenn ich ein Geist wäre,…

würde ich den ganzen Tag damit verbringen, durch die Gegend zu schweben, Leute zu belauschen und böse Menschen zu erschrecken. 😀

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

die furchtlose Protagonistin, die sich den mysteriösen Schönling schnappt und an seiner Seite jedes Abenteuer mutig und selbstlos erlebt. 😀

Beim schreiben esse ich….

ganz oft Nudeln mit Tomatensoße.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Den Großteil meiner Inspirationen finde ich, indem ich meine Mitmenschen beobachte. Wer meine Bücher kennt, der weiß, dass das Zwischenmenschliche darin immer eine große Rolle spielt – egal in welchem Sinne. Somit beobachte ich einfach ganz genau und achte darauf, was mir so zu Ohren kommt. Welche Träume haben die Menschen? Welche Hoffnungen und Ängste? Woher kommen sie? Was macht uns alle zu dem, was wir sind und wie versuchen wir trotzdem individuell zu sein? Das verpaare ich dann mit interessanten Themen, die mich meistens selbst total verzaubern und über die ich mehr entwickeln und erfahren möchte und zack – da ist das Buch.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Insgesamt etwa 3-4 Monate. Grob rechne ich mit einem viertel Jahr.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Bisher hat mir das Internet völlig ausgereicht.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Gemütlich? Chaotisch. Zumal ich auch nicht stur am Schreibtisch sitze, sondern auch gerne mit dem Laptop auf dem Schoß ins Sofa gekuschelt bin und dort vor mich hin tippe.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Man versucht ihn immer zu planen, aber so leicht ist das gar nicht. Meistens kommt irgendwas dazwischen. Trotzdem versuche ich mich an meine grobe Einteilung zu halten: Morgens alles Organisatorische (Mails, Beiträge planen usw.), ab Vormittag bis Nachmittag (manchmal auch Abend) wird dann geschrieben.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich habe eine Website ( http://www.thalea-storm.com ) auf der ich regelmäßig über Neuigkeiten informiere. Dort gibt es nicht nur alle Infos zu meinen Werken, sondern auch einen eigenen Blog zu meinem Alltag und die Möglichkeit, meinen Newsletter für noch mehr Einblicke hinter die Kulissen zu abonnieren.

Außerdem bin ich natürlich im Facebook ( http://facebook.com/ThaleaStorm ) aber auch im Twitter oder auf Instagram unter meinem Namen zu finden.

Ich entwickle zudem Buchtrailer, die auch auf YouTube veröffentlicht werden und bin auf Lovelybooks unterwegs (immer wieder auch mit Leserunden).

Selbstverständlich findet man mich auch mit einer Autorenseite auf Amazon.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Nein, ich bin kein Freund von zu steifer Vorplanung. Zwar entwickle ich vorm Schreiben einen groben Fahrplan, damit ich einfach nirgends hängen bleibe und immer weiß, wohin ich will. Aber ganz ehrlich? Bisher habe ich noch kein Buch geschrieben, das am Ende diesem Fahrplan entsprach. Ich liebe Verselbstständigung beim Schreiben. Die Geschichte muss leben und ich gebe ihr mit meinen Worten sozusagen die Luft zum Atmen.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Ich mag natürlich alle, denn in jedem Werk steckt ein Stück Thalea. Mein absolutes Herzensbuch ist allerdings „Löwenflügel“ – es ist ein Coming of Age Roman mit sehr ernster Thematik, der auf einer wahren und persönlichen Erfahrung beruht.

Aber auch die SeelenMeer-Trilogie zählt zu meinen eigenen Favoriten, weil ich die Geschichte selbst so faszinierend finde.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung herraus, ohne zu spoilern?

Bisher habe ich noch keine Lesung veranstaltet.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ich habe meistens in jedem Buch einen Lieblingscharakter, der aber nicht immer auch der Liebling all der Leser ist.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Ja, schon. Beispielsweise in meiner neuen SeelenMeer-Trilogie kann ich mich hervorragend mit Hannah identifizieren. Die Schuldgefühle zum Tod ihres kleinen Bruders, ihr Gefühlschaos bei den Brüdern, ihre Neugierde bzgl. der Geisterwelt, ihr Kampf um die Familie – das sind alles Dinge, die ich nachvollziehen und womit ich mich identifizieren kann. Solche Protagonisten habe ich in jedem Buch.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Immer wieder, ja. Oft sind es Erfahrungen, die ich selbst innerhalb der Familie gesammelt habe oder innerhalb von Beziehungen und Freundschaften.

Hast du eine Lieblingsszene?

Ich mag die Szene im zweiten Trilogieteil von SeelenMeer sehr gerne, in der Hannah mit Corey auf dem Dach der Schule sitzt und sie über Sternschnuppen reden. Dort berichtet Corey davon, dass eine alte Legende besagt, dass eine Sternschnuppe die Reise von Seelen bedeutet. Das finde ich wunderschön und die Szene sehr romantisch und intensiv.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Nein, bisher nicht direkt. Vielleicht zu kleinen Anteilen, aber ich versuche alles individuell zu entwickeln.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Der dritte und damit letzte Teil der SeelenMeer – Trilogie steht an. Wie aufregend für mich – erstmals schreibe ich den Abschluss einer Buchreihe. Ein wenig wehmütig bin ich schon. Ich liebe diese Reihe, diese Protagonisten und ihre Entwicklungen.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ja und dann schreibe ich auch nicht. Immer wieder liest man in Schreibratgebern, dass man unbedingt täglich schreiben muss, um auch am Ball zu bleiben. Das finde ich totalen Blödsinn. Meine Leser würden es einfach nur spüren, dass ich nicht in Stimmung war, denn die Kapitel würden dementsprechend steif sein.

Warum sollte ich das wollen?

Es gibt auch Tage, an denen fließt es und ich komme mit dem Tippen gar nicht hinterher. Da hole ich alles wieder auf. Deshalb machen mir Blockaden weniger Sorgen.

Wann und wo schreibst du?

Da ich es so reizarm wie möglich zum Schreiben brauche, schreibe ich immer zu Hause – entweder am Schreibtisch oder ganz entspannt auf dem Sofa.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich entwickle die Protagonisten ziemlich ausführlich im Vorfeld, das ist mir wichtig und hilft mir, mich in die Geschichte einzufühlen. Für den Verlauf der Geschichte gibt es den groben Fahrplan, an den ich mich aber nicht gezwungenermaßen halte. Wenn sich etwas anders entwickelt, bin ich offen dafür und finde auch, dass es viel realistischer wirkt. Recherchieren tue ich meist erst wenn‘s benötigt wird, nicht im Voraus.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Es war einfach da.

Natürlich gibt es Kniffe und Tricks und auch einige Regeln, an die man sich halten sollte. Aber das Schreiben an sich kann man nicht komplett ohne jegliche Veranlagung dazu lernen. Ich finde, der Leser spürt, wenn etwas einfach nur nach Regeln und Vorgaben entwickelt wird. Man braucht schon ein Händchen dafür, muss sich in die Story einfühlen können, die Protagonisten verstehen können (ja, auch die Bösen, die einem im realen Leben völlig zuwider sind). Man muss sehr feinfühlig sein. Und selbstverständlich auch kreativ. Dieses freie Denken beim Schreiben, dass der Geschichte die Leichtigkeit verpasst, kann nicht hergezaubert werden. Das hat man oder auch nicht.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

In erster Linie bedeutet es, einen Traum leben zu können. Ich liebe das Schreiben, das Entwickeln von Geschichten und den Kontakt mit meinen Lesern. Ein tolles Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Ich freue mich über jeden Verkauf, jede Rezi, jede Rückmeldung, jedes Like auf meiner Seite usw. Ich bin da relativ bescheiden. Wenn mich jemand fragt: „Und? Wie läufts?“ Und ich antworte ehrlich wie es läuft und was ich ggf. sogar verdient habe, dann ziehen die meisten nur die Augenbrauen nach oben und denken sich wahrscheinlich: „Die spinnt doch!“

Ich allerdings weiß, dass das Leben als Autorin ein weiter Weg ist. Ein Buch zu schreiben macht mich noch lange nicht berühmt. Auch nicht vier oder fünf Bücher. Der Erfolg benötigt Zeit. Manchmal kann einen das zum Verzweifeln bringen. Nicht, weil man reich werden möchte. (Das sollte man sich als Autor abschminken, denn reich wird man davon definitiv nicht!) Aber man hofft natürlich auf Anerkennung und Wertschätzung des Geschriebenen. Da steckt so viel Zeit und Herzblut drinnen, dass man sich natürlich Leser wünscht.

Meine größte Hürde sind Selbstzweifel, die mich immer wieder eiskalt erwischen, vor allem kurz vor Veröffentlichungen. Auch negative Kritik kann mich schnell runterreißen, obwohl ich versuche, mir nicht mehr alles zu Herzen zu nehmen. Das muss man lernen und ist für mich persönlich eins der schwierigsten Dinge als Autorin.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Für mich ist es die Protagonistin. Wenn es eine spannende Persönlichkeit ist, kann man sie auch ein ganzes Buch lang in einem Raum sitzen lassen und dort eine reine Story innerhalb ihrer Gedankenwelt entwickeln. Die Menschen sind es doch, die uns mitfühlen lassen. Sie sind es auch, mit denen wir uns vergleichen oder gar identifizieren. Von daher finde ich sie wichtiger.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Das hab ich einfach selbst entschieden, da ich Selfpublisherin bin und somit das große Glück habe, nicht auf andere angewiesen zu sein.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Ich habe zumindest mit offenem Mund vor der Amazonseite gesessen und immer wieder die Verkaufsseite angestarrt während ich dachte:

„WOW! Das ist von mir! Von mir? Oh mein Gott, ja! MEIN BUCH!“

Und ein paar Tränchen vor Freude und Stolz sind auch geflossen.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Ich hab zwar noch keine Kinder, aber ich empfinde es tatsächlich so. Es ist wahnsinnig aufregend, auch ein bisschen schmerzhaft weil das Projekt beendet ist und das Buch in die Welt entlassen wird. Gleichzeitig macht es einen so stolz und euphorisch, dass man jedem davon erzählen möchte. Ein berauschendes Gefühl.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Meine besten Freunde – aber die scheuen vor Kritik auch nicht zurück. Was ich aber gut finde!

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Fünf Bücher und fünf Veröffentlichungen.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ich suche mir die Cover so aus, wie sie zur Story passen und meinem Gefühl entsprechen. Darauf lege ich großen Wert.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Lustigerweise wusste es anfangs niemand, außer meine besten Freunde. Ich wollte es einfach keinem sagen und das eine Weile für mich alleine erleben. Erst nach einem halben Jahr und beim dritten Buch habe ich auch der Familie davon erzählt, die es sehr gut und absolut begeistert aufgenommen hat. Meine Bücher wandern dort durch alle Generationen und alle sind unheimlich stolz, was mich wiederum total berührt.

Allerdings verzichte ich völlig auf Rezensionen von Familie oder Freunden, da sie das einfach nicht objektiv machen könnten.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Das habe ich bisher bewusst nicht versucht und auch nicht in Erwägung gezogen.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Den hatte ich schon in der Grundschule, obwohl er da noch so unrealistisch war, dass ich mich nicht weiter damit beschäftigt habe.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

„Man muss nicht lieben, was jemand tut, aber man kann ihn dafür akzeptieren, weil man ihn liebt.“ aus SeelenMeer 1: Das Funkeln der Nacht

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