Autorenvorstellung Barbara Schmieder

Autorenvorstellung Barbara Schmieder

Heute stellen wir euch die Autorin Barbara Schmieder vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

 

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Barbara Schmieder. 1980 geboren. Ich bin Lehrerin und habe etwas sehr Eigenartiges erlebt. Ich bin nach der Geburt meines zweiten Kindes an einer Schule gelandet, in der es üblich war, die Schüler alles andere als gut zu behandeln. Auch von mir als Lehrerin wurde erwartet, ins selbe Horn zu stoßen. Ich war todunglücklich und unzufrieden. In diesen Tagen habe ich mein Buch „Als Ritter Olivier noch ein Knappe war“ geschrieben, ein Buch, das lustig ist, spannend ist- um ehrlich zu sein, jenes Buch, das ich in dieser Zeit selbst gerne gelesen hätte, um dem düsteren Alltag zu entfliehen. Ich habe es dann bei Amazon veröffentlicht und es wurde lustigerweise ein großer Erfolg. Kurz danach habe ich zwei weitere Bücher geschrieben, historische Komödien, die einfach nur unterhalten sollen, Bücher, bei denen man gut abschalten kann. Alle Bücher wurden sehr erfolgreich. Ich schreibe Bücher, die unterhalten. Mehr will ich gar nicht.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Ehrgeizig, integer, verspielt.

Welches Sternzeichen bist du?

Steinbock

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Ungeduld

Wer ist dein liebster Romanheld?

Tyrion aus GOT

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Janusz Korzcak. Das war ein polnischer Kinderarzt, der seinen Waisenkindern im KZ in den Tod gefolgt ist, um bei ihnen bleiben zu können. Eine Geschichte, die mich immer wieder zum Weinen bringt.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Joseph Haydn

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Schreiben und Klavierspielen

Was ist deine Lieblingsfarbe?

grün

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Georgette Heyer

Was verabscheust du am meisten?

Machtmissbrauch

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Humor

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Aus einer Lebenskrise heraus habe ich ein Buch geschrieben, dass zum Lachen bringt und Mut machen soll. Ich denke mir, jeder Mensch hat mal Phasen in denen es nicht rund läuft. Und da soll es zumindest ein gutes und spannendes Buch geben, das einem ein Lächeln rauskitzeln kann.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Spannung, Humor, gute Recherche

Wo liest du am liebsten?

In der Badewanne

Hast du ein Lebensmotto?

Virtute et Exemplo. (Mit Tugend und Beispiel)

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Alles von Astrid Lindgren, Tolkien, Karl May

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Lustigerweise „Shining“, von Stephen King. Das ist einfach nur ein gutes Buch.

Hast du ein Lieblingsbuch?

„Venetia“ von Georgette Heyer. Das ist wie eine Schnapspraline für die Seele. Man fühlt sich danach einfach besser.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Wenn die Gedanken um ein Buch kreisen: NEIN

Wie sieht dein Alltag aus?

Chaotisch, ich habe zwei kleine lustige, lebhafte Jungs

Was bringt dich zum lachen?

Situationskomik, mein Ehemann (der ist wirklich lustig)

Welches Hobbie hast du?

Klavierspielen

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Ich sehe mich als Autorin einer umfangreichen Buchreihe und trete in die Fußstapfen anderer höchst produktiver Romanautorinnen.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Wenn du Träume hast, dann lebe sie gefälligst. Es gibt IMMER eine Alternative. Lass dich von nichts umwerfen und sei wie eine Katze: Lande auf deinen vier Pfoten und steh wieder auf, wenn du am Boden liegst.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Den Umarmungen meiner Kinder. (Je älter sie werden, desto mehr knausern sie damit)

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Historische Romane

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Telefonbuch.

(Ich kenne kein Genre das ich ablehne. Ein gutes Buch ist ein gutes Buch ist ein gutes Buch)

Mein Lieblingsgetränk ist…

Kaffee. Mehrere Liter, wenn möglich

Mein liebstes Liebeslied ist…

„The rose“ von Bette Midler

Ich grusel mich vor…

Spukhäusern.

Wenn ich ein Geist wäre,…

Wäre ich ein Irrlicht

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

Eine feine Dame des 19. Jh, bildhübsch, jung, schlank, schön, reich und romantisch veranlagt

Beim schreiben esse ich….

Schokolade,

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Aus Alltagsszenen und Gesprächen im Freundeskreis

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Ein Vierteljahr

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Sachbücher,

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Wunderbar, mein Mann hat eine Schreiboase für mich gezaubert.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Man braucht Sitzfleisch. Ich schreibe konsequent 5 Stunden täglich. Auch wenn ich mich dazu zwingen muss.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Viel zu schlecht. Es liegt mir leider nicht. Aber ich habe recht bald Mundpropaganda gekriegt. Das war ein Selbstläufer über Facebook. Da war viel Glück dabei.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Die Charaktere haben ein Eigenleben. Die Geschichte ist grob durchgeplant, aber nicht immer wollen die Protagonisten so, wie ich es will.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

„Wie man einen prächtigen Erben zeugt“. Dieses Buch ist so lustig, ich habe es mehrmals durchgelesen und kann immer noch herzlich drüber lachen. Ich mag die Dialoge in diesem Buch so sehr. Keine Ahnung, ob mir das in einem weiteren Buch wieder gelingt.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung herraus, ohne zu spoilern?

Das liegt am Publikum. Meistens wollen die Zuhörer mehr von mir erfahren oder über die Zeitepochen. Ich bin da immer flexibel und gehe auf die Bedürfnisse ein.

Hast du in ideinem Buch einen Lieblingscharakter?

IN meinem Buch „Als Ritter Olivier noch ein Knappe war“, habe ich einen Lehrer ins Leben gerufen, den Kaplan Septimus, der alle guten Lehrereigenschaften hat, die mir wichtig sind. Ich mag ihn so besonders gern und habe schon ein eigenes Spin Off für ihn entwickelt, das ich demnächst in Angriff nehmen möchte.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Jede meiner Figuren trägt gute und schlechte Eigenschaften von mir in sich.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Oh ja! Jede Menge. Die ganze Welt ist voll davon.

Hast du eine Lieblingsszene?

In meinem Buch „Mit den Möpsen in den Park“ gibt es eine Spiritismusszene. Ein (erfundener) Geist soll beschworen werden. Die finde ich einfach total lustig.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Immer, jedesmal. Ich hoffe nur, dass sie sich nicht unbedingt wieder erkennen.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Mein neues Buch ist eine Komödie über Heiratsschwindel und Erbschleicherei. Es spielt zur Zeit Joseph II in Österreich.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ich halte mich an die 1000 Wörter Regel. Ich schreibe konsequent mindestens 1000 Wörter am Tag. Das geht auch an Tagen, an denen sich die Story nicht zwingend weiterentwickelt.

Wann und wo schreibst du?

Vormittags, wenn die Kinder außer Haus sind.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich recherchiere laufend, habe ein Notizbuch mit den wichtigsten Entwicklungen und plane mein Buch grob vor. Damit ich einen Rahmen habe, an dem ich mich festhalten kann.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Nein. Ich will meinem Stil treu bleiben. In dieser Branche gibt es soviele schwarze Schafe. Schreiben ist ein Talent wie Singen. Man lernt es über das Tun. Nicht in der grauen Theorie. Und nicht jedem gefällt es- damit muss man einfach leben und sich ein dickes Fell wachsen lassen.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Ich liebe es Autor zu sein. Ich bin nur zu schüchtern um großartig selbst Werbung für mich zu machen. Da hätte ich manchmal gern mehr Durchsetzungsvermögen und Ellbogentechnik

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Beides ist wichtig. Aber die Geschichte muss in sich stimmig sein und Spaß machen. Dann lebt auch die Protagonistin auf.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ich habe mein erstes Buch an unzählige Verlage geschickt und kriegte immer die selbe Antwort. „Lustig zu lesen, gut recherchiert, spannende Handlung, es ist aber ein NO Go, historische Romane zu schreiben, die auch lustig sind. Historische Romane haben traditionell düster und ernst zu sein. Die Marketingabteilung sieht wenig Chance in der Vermarktung des Buches. “ Da wusste ich, dass ich in Zukunft bei Amazon verlegen werde. DA entscheidet der Geschmack des Lesers, nicht die Marketingabteilung eines Verlages. Und der Erfolg gab mir Recht. Ich habe Leser und Fans, die gerne lustige historische Romane lesen. In den Stadtbüchereien wurden für meine Bücher Wartelisten eingerichtet, so begehrt sind sie nun. Weil viele Leute gerne lustige Romane lesen.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Ich checke regelmäßig meine Produktseite bei Amazon

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Man geht mit einem Buch schwanger. Das ist ein Vergleich, der nicht hinkt.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Die beste Freundin

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Keines

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Mache ich selbst. Nicht besonders professionell, aber das hat dem Verkauf noch nicht geschadet. Irgendwann springe ich über meinen eigenen Schatten und bitte eine Designerin diese Arbeit für mich zu übernehmen. Aber noch läuft der Verkauf auch so gut.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Irritiert, um ehrlich zu sein. Es ist halt nix „Anständiges“. Eher ist es ein netter Spleen.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

„Wenn man jeden Menschen, der ein klein wenig anders ist, in einen Narrenturm stecken würde, dann würde bald niemand mehr frei rum laufen!“ (Zitat aus „Wie man einen prächtigen Erben zeugt)

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