Autorenvorstellung Julia Fränkle

Autorenvorstellung Julia Fränkle

Heute stellen wir euch die Autorin Julia Fränkle alias Svea Lundberg vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

 

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Mein richtiger Name ist Julia Fränkle, ich bin aber auch unter dem Pseudonym Svea Lundberg zu finden. Die Eckdaten meiner Biografie sind recht schnell zusammengefasst: Geboren 1989 und aufgewachsen in der Nähe von Karlsruhe, Studium der Germanistik, Skandinavistik und Kulturtheorie in Tübingen und anschließend wieder heimgekehrt „ins Ländle“. Wer mehr über mich wissen möchte, muss nur in meine Bücher schauen, denn auch wenn das keine Autobiografien sind, so steckt doch in jedem Buch sehr viel vom Autor.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Zuverlässig, kreativ, verträumt.

Welches Sternzeichen bist du?

Löwe.

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Beinahe jeden, wenn er ehrlich eingestanden wird.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Aus meinen eigenen Büchern Ranvé aus „Elfendiener“, weil er mich schon seit meinen ersten Schreibversuchen begleitet. Mein Lieblingsheld eines anderen Autors ist Ollowain, aus Bernhard Hennens „Elfen“-Reihe.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Mein Vater, weil er mir die Liebe zum geschriebenen Wort gezeigt hat.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Einen wirklichen Lieblingsmusiker habe ich nicht, aber mein Schreib-Soundtrack kommt meistens von Disturbed, Placebo oder The Tea Party.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Natürlich das Schreiben. Außerdem verbringe ich gerne Zeit mit meiner Hündin, auf dem Pferderücken, beim Sport oder beim Backen.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Blau.

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Bernhard Hennen, Tom Finn, John Boyne, Jobst Mahrenholz und Vladimir Nabokov.

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Im zarten Alter von 14 Jahren war ich der Meinung, unbedingt den „Herr der Ringe“ weiterschreiben zu müssen. Und so nahm alles seinen Lauf …

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ein gut durchdachter Plot, interessante Charaktere und die Dynamik zwischen den Figuren.

Wo liest du am liebsten?

Ganz klassisch auf dem Sofa, mit einer Kuscheldecke über den Füßen.

Hast du ein Lebensmotto?

Wenn du Kritik vermeiden willst, tu nichts, sag nichts, sei nichts. Aber Kritik gehört zum Leben, also tu, was du möchtest, sag, was du denkst und sei, wer du bist.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Am liebsten „Winnetou“ und sämtliche Pferde-Bücher.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Ein paar alte Klassiker.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Nicht nur eines. *lach* Besonders berührt haben mich „Haus voller Wolken“ von Jan Stressenreutter, „So fern wie nah“ von John Boyne und „Der linke Fuß des Gondoliere“ von Jobst Mahrenholz.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Nennen wir es lieber Schreib-Auszeit. Es gibt sicherlich Tage, an denen ich bewusst nicht schreibe, aber man kann nie verhindern, dass sich Figuren und neue Ideen ins Bewusstsein drängen.

Wie sieht dein Alltag aus?

An einem idealen Tag stehe ich gegen 7:30 Uhr auf, frühstücke in Ruhe und setze mich dann den Vormittag über an den Schreibtisch. Dann gehe ich eine große Runde mit meiner Hündin laufen und zum Sport. Anschließend lege ich eine 6-Stunden-Schicht bei meinem Brotjob im Einzelhandel ein und nach dem Abendessen kann ich nochmal für eine Stunde an den Laptop und schließlich mit Mann und Hund aufs Sofa.

Was bringt dich zum lachen?

Meine Hündin mit ihrem Boxer-Dickschädel, The Big Bang Theory und richtig gute Pointen in Büchern.

Welches Hobbie hast du?

Sport, Reiten, Lesen, Kochen & Backen.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

In 10 Jahren kann ich hoffentlich noch immer meinem Traumberuf als Autorin & Lektorin nachgehen, bin gesund und noch immer glücklich verheiratet. Und vielleicht lebt unsere Hündin auch noch.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Ein herzliches, riesengroßes Dankeschön an alle meine Leser! Ohne euch und eure Rückmeldungen würde das Schreiben nur halb so viel Spaß machen.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Büchern.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

High Fantasy, Thriller und Drama.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Horror.

Mein Lieblingsgetränk ist…

Ingwer-Tee.

Mein liebstes Liebeslied ist…

Jede Woche ein anderes.

Ich grusel mich vor…

Richtig dicken, schwarzen, haarigen Spinnen.

Wenn ich ein Geist wäre…

Würde ich einen richtig guten Horror-Roman schreiben. *lach*

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

Im Auenland zuhause.

Beim schreiben esse ich…

Nichts. Dafür trinke ich literweise Tee.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Im Normalfall springen sie mich in den unmöglichsten Situationen an. Auslöser kann ein anderes Buch sein, ein Film, ein Songtext oder die Geschichten, die mein Mann mir aus seinem Alltag als Polizist erzählt.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Das kommt ganz auf das Buch an. Für einen Fantasy-Roman brauche ich deutlich länger als für eine Romance. Aber durchschnittlich schreibe ich einen 300-Seiten-Roman in zwei Monaten.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Wenn man die Unmengen an Deko betrachtet, sehr gemütlich.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Schreiben, Plotten, Schreiben, Zwigespräche mit den Protagonisten, Schreiben, Facebook und Website-Pflege, Schreiben, E-Mails beantworten, Schreiben …

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Über Facebook und meine Website, Blogs wie euren und viel über Empfehlungen durch Leser.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Meine Charaktere verselbstständigen sich IMMER. *seufz*

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Mein absoluter Liebling ist wohl „Inbetween – Zwischen Bühne und Bordell“, weil Alexej & Jerik mich unglaublich viele Nerven gekostet haben. Aber ich mag auch meine „Elfendiener“-Reihe sehr gerne, weil ich die Grundidee dazu schon als Jugendliche mit mir herumgetragen habe.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung heraus, ohne zu spoilern?

Ich verlasse mich meistens auf die Passagen, die mir selbst und meinen Lesern am besten gefallen.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ranvé und Nîfra aus der „Elfendiener“-Reihe und Alexej aus „Inbetween“ und Flo aus „Die stille Seite der Musik“.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Ich glaube, in jeder meiner Figuren steckt ein kleiner Teil meiner selbst, also ja.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Ja, aber ich verrate lieber nicht welche. *lach*

Hast du eine Lieblingsszene?

Beim Schreiben gibt es immer wieder Szenen, die mich sehr berühren, daher ist es fast unmöglich, eine auszusuchen.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Selten, aber ja, das kommt vor.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

An einem weiteren Teil meiner „Inbetween“-Reihe und an einem High-Fantasy-Roman mit dem Titel „Elfenrache – Flammen im Wind“

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Davon wurde ich bislang glücklicherweise verschont. Wenn es mal bei einer Szene hakt, schreibe ich an einer anderen Stelle weiter.

Wann und wo schreibst du?

Am liebsten vormittags, in meinem Büro. Aber prinzipiell kann ich immer und überall schreiben, wenn ich nur meinen Laptop dabei habe, oder zur Not tut’s auch mal die Notizfunktion im Handy.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich finde, jeder Roman bedarf einer gewissen Vorausplanung, sei es ein grober Handlungsverlauf oder Recherche zu einem speziellen Thema. Aber wenn mir eine bestimmte Szene im Kopf herumschwirrt, schreibe ich sie erst mal auf und schaue später, was ich damit anfangen kann.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Ich denke, es ist 50% Talent und 50% erlernbares Handwerk. Es gibt allerlei Schreibtechniken, die einem dabei helfen können, „besser“ zu schreiben, aber ein gewisses Sprachgefühl und Kreativität kann man nicht erlernen.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Schreiben ist mein Leben. Dass ich heute auf einem recht guten Weg bin, irgendwann zu leben bedeutet mir unheimlich viel. Die Schriftstellerei ist wie jede Freiberuflichkeit kein Zuckerschlecken, aber ich würde nichts anderes lieber tun wollen.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Es ist beides wichtig, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, der Protagonist. Eine Story kann noch so gut aufgebaut sein, wenn die Figuren flach sind, wird sie mich nicht fesseln. An Figuren mit Ecken und Kanten hingegen werde ich mich erinnern.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Diesen Moment, als ich die Zusage des Verlags aus dem Mail-Postfach gefischt habe, werde ich definitiv nie vergessen.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Nein, ich habe die Belegexemplare vorab bekommen, sodass ich mein Buch schon vorab kuscheln konnte. *lach* Den Veröffentlichungstag habe ich weitgehend in Social Media verbracht und ersten Lesermeinungen entgegengefiebert.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Da ich noch keine Kinder habe, keine Ahnung. *g* Aber spannend und berührend ist es in jedem Fall.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Meine Stamm-Betaleser, die ich definitiv nicht missen möchte.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Inzwischen sind sieben veröffentlicht und … ähm … neun geschrieben. Plus diverse Kurzgeschichten und einige nicht beendete Romananfänge.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ja.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Die Reaktionen waren durchweg positiv.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Ich bin quietschend im Wohnzimmer im Kreis gehüpft.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Geschrieben habe ich schon seit meiner Jugend, da kam der Wunsch, auch irgendwann ein Buch zu veröffentlichen recht schnell.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

„Gib mit nur eine Nacht, um mich ihn vergessen zu machen. Nur eine Nacht, um dir zu zeigen, dass nicht ein Mann, der ein König ist, dich verdient, sondern ein Mann, der dir ein Königreich zu Füßen legt.“

(aus: „Elfendiener – Der Krieger und die Mätresse“, erschienen im Juli 2016 bei tensual publishing)

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