Autorenvorstellung Maria Giovanna Manuela Zaffarana

Autorenvorstellung Maria Giovanna Manuela Zaffarana

Heute stellen wir euch die Autorin Maria Giovanna Manuela Zaffarana vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Sie hat auch gerade ihren neues Buch veröffentlich, wodurch am Ende euch eine kleine Verlosung anbieten.

 

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Mit vollständigem Name heiße ich Maria Giovanna Manuela Zaffarana.

Meine Biografie ist schnell erzählt: Neben gutem Essen zählte schon immer die Literatur zu meinen großen Leidenschaften. Die Begeisterung dafür brachte mich schon sehr früh zum Schreiben; so entstanden die ersten Gedichte, Kurzgeschichten und Romane. Nach meinem Germanistik- und Romanistik-Studium ging ich in den Journalismus. Nebenbei promovierte ich in Literaturwissenschaften. Seit 2009 bin ich als Lektorin tätig.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Rheinisch-fröhlich, freidenkend-aufmüpfig, (gnadenlos) ehrlich.

Welches Sternzeichen bist du?

Fische

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Fehler, die zugegeben werden

Wer ist dein liebster Romanheld?

Werther

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Helden habe ich keine, aber viele, die ich schätze, z. B. Sigmund Freud, Goethe, Schopenhauer oder Nietsche. Aus der Gegenwart schätze ich Schriftsteller wie Peter Handke und Autoren, die sich etwas trauen, die sich wagen, die keinem Mainstream folgen. Ich bin eine Verfechterin des Neuen, sozusagen eine Normbrecherin, was die Literatur angeht.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Campino von den “Toten Hosen”

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Schreiben, redigieren, lesen, essen und mich erfreuen an der Vielfalt des Seins.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

bunt

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Ich liebe französische Klassiker von Flaubert, Balzac, über Maupassant etc. Aber generell fühle ich mich angezogen von literarischen Kapriolen. Das bedeutet: Ein Schrifsteller, der die planierten Wege verlässt, ist für mich ein lesenswerter.

Was verabscheust du am meisten?

Intrigen, Arglist, Dummheit. Glücklicherweise gibt es als Gegenwicht dazu auch sehr viele Tugenden, die über das andere hinwegtrösten.

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Geduld! Nächste Frage?

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Da war ich 9 Jahre alt. Ich saß in meinem Kinderzimmer. Draußen regnete es. Es zog mich zum Schreibtisch. Mein erstes kleines Büchlein entstand. Das besitze ich noch heute. So fing alles an.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Die Leidenschaft fürs Wort! Ein Autor, der mit Worten jongliert – elegant wie ein Artist mit mehreren Bällen gleichzeitig –, ist für mich ohne Frage ein Künstler, der Meisterhaftes aufs Papier zaubert. Ich muss Pathos, Engagement, Feuer in den einzelnen Kapiteln, ja auf jeder einzelnen Seite fühlen können, um ein Buch lieben zu können.

Wo liest du am liebsten?

Überall. Da gibt es keinen Ort, der vor mir sicher ist.

Hast du ein Lebensmotto?

Lebe stets so, als ob es dein letzter Tag wäre. Und: Genieße es.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Klassische Kinderbücher habe ich nie gern gelesen. Ich interessierte mich recht früh für das Kapriziöse.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

“Willkommen, Mr. Mackenzie” von Neil Bisoondath – ein zauberhaftes Buch der leisen Töne. Es ist ein Buch, das mich nicht losgelassen hat.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Die Leiden des jungen Werther. Es als Lieblingsbuch zu bezeichnen, wäre allerdings untertrieben. Werther ist sozusagen der Ursprung all meines literarischen und wissenschaftlichen Schreibens.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Nein. Denn wenn die Ideen kommen, kann es auch mitten in der Nacht sein. Und dann werden sie natürlich sofort aufgeschrieben. Schriftstellerei ist schließlich eine Lebenseinstellung.

Wie sieht dein Alltag aus?

Nachdem meine Kinder in der Schule sind, geht’s ans Werk: Dann nehme ich mir Manuskripte vor und redigiere. Literarisch tickt meine Uhr allerdings anders: Das Schreiben ist weder tages- noch zeitabhängig. Ich zelebriere es, entspanne dabei, weil Schreiben auch geistiges Reisen bedeutet. Daher nimmt es in meinem Alltag stets einen besonderen Platz ein. Oft mache ich mir dazu eine heiße Tasse Tee, trinke viel Wasser (das fördert bei mir die geistige Durchblutung) und dann begebe ich mich auf Du und Du mit meinen Figuren.

Was bringt dich zum lachen?

Wütende Gesichter. Aus meiner Sicht nicht nachvollziehbare Zornausbrüche und dergleichen. Warum? Weil ich alles doch immer mit einer gehörigen Portion Humor sehe. Nicht umsonst lautet mein Credo: Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.

Welches Hobbie hast du?

Essen gehen, neue Restaurants testen, Bücher lesen und schreiben, neue Autoren entdecken, genießen.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Hoffentlich noch genauso wie heute. Der Ist-Zustand könnte nicht besser sein. Ich bin niemand, der gerne alles in die Zukunft projiziert. Ich lebe im Hier und Jetzt – und das aus voller Überzeugung. Wer die Gegenwart nicht nutzt, sie genießt, der kann von der Zukunft auch nichts Besseres erwarten.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Eigentlich sage ich immer, was ich sagen will, selten mal nicht. Das scheint auf den ersten Blick unbequem. Aber die Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung schätzen gerade das an mir.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Sushi.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Schöngeistiger Literatur.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Beruflich lese ich alle Bücher.

Mein Lieblingsgetränk ist…

Erdbeer-Schorle. Die gibt es aber leider so gut wie nie.

Ich grusel mich vor…

fast (…) nichts

Wenn ich ein Geist wäre,…

wäre ich totunglücklich, weil ich viel zu gerne lebe.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

Lotte. Dann würde ich Werther allerdings erhören.

Beim schreiben esse ich….

nichts, weil ich mich sonst nicht konzentrieren kann.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Auf der Straße. Im Cafè. Aus der Vergangenheit. Durch eine flüchtige Begegnung. Oder einfach so aus dem Nichts.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

6 Monate bis 1 Jahr

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Keine. Mein Kopf ist Inspirationsquelle, Internet und Bibliothek zugleich.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Gar nicht. Ich schreibe überall. Wo es gerade passt. Eins meiner Bücher entstand fast komplett in einem Café, ein anderes auf dem Dachboden meiner Eltern. Da stand nichts außer einem Nierentisch aus den 1950er Jahren und einer Stehlampe vom Flohmarkt.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Über Facebook: mit Blogtouren, Leserunden oder Gewinnspielen.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Nie. Ich sitze vor meinem Notebook und weiß nie, wie sich die Figuren entwickeln: Was geschieht als Nächstes? Was werden sie tun? Das alles ergibt sich spontan. Oft bin ich selbst überrascht, was genau passiert. Einmal starb einer meiner Lieblingsfiguren plötzlich und unerwartet. Davon musste ich mich selbst erst mal erholen.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Die Wahrheit ist ein Schlund

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung herraus, ohne zu spoilern?

Ich wähle immer die Passagen aus, die mir selbst beim Schreiben am meisten Spaß gemacht haben.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ja, das ist eindeutig der aufmüpfige, maßlos skurrile Tim Zobern aus “Die Wahrheit ist ein Schlund”.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Bis zu einem gewissen Grad schon. Allerdings sind meine Figuren oftmals so überspannt und grotesk, dass sie mir dann doch nicht sonderlich ähneln – hoffe ich zumindest.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Gewiss! Viele sonderbare Gestalten aus dem wahren Leben finden sich in meinen Büchern wieder. Aber ich werde nicht verraten, welche …

Hast du eine Lieblingsszene?

Als Tim Zobern seiner Familie am Frühstückstisch offenbart: “Ihr ekelt mich an!”

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Nein.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Gerade bin ich mit meinem jüngsten Projekt, “Abgestürzte Absinthtorte” als Taschenbuch, auf den Markt gekommen. Jetzt gönne ich mir erst mal eine schöpferische Pause. Geplant ist dann demnächst ein Ratgeber für Autoren aus Lektoren-Sicht. Mit Fragen rund ums Schreiben bin ich täglich konfrontiert. Da bietet sich ein solches Buch geradezu an.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Natürlich. Da hilft nichts. Das muss man aussitzen, bis es vorbei ist.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Kreatives Schreiben kann man bis zu einem gewissen Punkt erlernen. Natürlich ist dafür ein gewisses Talent erforderlich, vielleicht sogar die Grundvoraussetzung. Ich selbst habe jedenfalls nie einen solchen Kurs besucht.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Autor zu sein, ist ein Lebensgefühl, Schreiben zu dürfen ein Geschenk. Es wäre für mich kaum denkbar, damit jemals aufzuhören.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Beides. Die Mischung muss stimmen. Ohne einen guten Protagonisten funktioniert eine gute Geschichte genauso wenig wie ohne eine packende Handlung.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Bei meinem ersten Buch hat mich meine Verlegerin angerufen. Ich war völlig aus dem Häuschen. Einen Tag vorher hatte sie mir eine kurze Mail geschrieben. Die hatte ich für eine Verwechslung, ein Versehen gehalten.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Jedes neue Buch ist tatsächlich wie ein eigenes Kind. Man trägt es sehr viele Monate in sich herum, bis es dann schließlich das Licht der Welt erblickt.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Plus-minus 20

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ja.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Sie kennen es gar nicht anders. Für sie ist es das Normalste der Welt.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

O ja: “Es ist nicht einfach zu sein, wie man ist. Insbesondere dann nicht, wenn man zu allem Überfluss auch noch anders als die anderen ist.”


Wir dürfen 5 Ebooks von dem neuen Buch “Abgestürzte Absinthtorte” der Autorin verlosen

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