Bloggervorstellung Maria von www.project-blowball.at

Bloggervorstellung Maria von www.project-blowball.at

Heute haben wir das Vergnügen, euch den Blog www.project-blowball.at von der lieben Maria vorzustellen.
Sie ist eine sehr aufgeschlossene Person.
Schau doch mal vorbei und treten mit ihr in Kontakt, sie beißt nicht.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Mein Name ist Maria Peltier. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Ich lebe mit meiner Familie in Puchenau bei Linz. In dieser 5000 Seelen Gemeinde bin ich schon aufgewachsen und dorthin mit meiner Familie wieder zurückgekehrt. Bis zur Geburt meines 2. Kindes, meines Sohnes, haben wir ein sehr glückliches, unkompliziertes Leben geführt. Die traumatische Geburt, änderte jedoch unser aller Leben. Ich hatte große Schwierigkeiten, mit dem Traumatisierenden umzugehen und musste mit Angststörungen kämpfen. Ich probierte einige Therapien aus, bis ich eine Psychotherapeutin fand, die mir mit EMDR Therapie, innerhalb eines Jahres half, meine PTBS zu akzeptieren und in mein Leben zu integrieren. Dieses Therapieende löste jedoch in meinem Mann ein Burnout aus. Leider nicht „nur“ ein Burnout, sondern eine Mischung aus Depression, PTBS und Burnout. Die Anzeichen begannen vor einen dreiviertel Jahr seit September 2016 ist dieser zu Hause, kann weder noch arbeiten, noch ein normales Leben führen. Wie es uns als Familie dabei geht, wie wir täglich gegen die Krankheit kämpfen und welche Idee mein Mann hatte, um wieder zurück ins Leben zu finden, beschreiben wir seit Dezember 2016 in unserem Blog www.project-blowball.at

Wenn Sie sich mit 3 Worten beschreiben müssten, welche wären das?

Resilient – Optimistisch – hilfsbereit

Welches Sternzeichen hast du?

Waage

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Fehler sind ein Teil vom Leben. Wenn wir keine Fehler machen dürften, wie könnten wir uns dann weiterentwickeln? Auch ich mache Fehler, jeder macht Fehler und es gibt keine Fehler, die man nicht entschuldigen könnte. Am leichtesten fällt es mir aber, wenn ich merke, dass der Fehler , den ich entschuldigen soll, einen Sinn hatte. Wenn daraus gelernt wurde, oder derjenige sich dadurch weiterentwickelt.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Ich habe keinen.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Meine Kinder! Kinder sind die Helden von Heute und wenn wir uns bemühen die Wirklichkeit mit den Augen der Kinder zu sehen, sieht die Welt gleich nicht mehr schwarz/weiß aus. Die Wirklichkeit durch Kinderaugen ist bunt, voller Glitzer/Zauber und Kreativität!

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Max Herre höre ich zur Zeit sehr gerne. Ich finde Musik ist Stimmungsabhängig, somit kommt es immer auf meine Laune an, aber mein derzeitiges Lieblingslied heißt „Blick nach Vorn“

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Lesen, schreiben, nähen, handwerkeln, basteln, spielen, singen, kochen…..

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Türkis

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Ich mag die Bücher von Kerstin Gier, besonders die „Müttermaffia“. Als Mutter findet man sich da leicht wieder und es erheitert ein wenig den Alltag.

Wenn ich eher etwas anspruchsvolleres lesen möchte, greife ich gerne zu Büchern von Gerald Hüther

Was verabscheust du am meisten?

Fisch! Der Geruch, der Geschmack – Gänsehaut! Mag ich gar nicht!

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Was mir wirklich manchmal fehlt ist Egoismus. Bei mir kommen erst immer alle anderen und dabei komme ich selbst oft zu kurz. Manchmal würde ich mir eine Portion Egoismus wünschen, aber mein Helfersyndrom gewinnt immer.

Wie bist du zum lesen gekommen?

So wie jeder – in der Schule. 😉 Früher habe ich meist nur in Urlauben gelesen. Nachdem ich aber Mutter wurde und somit meine Freizeit zu Haus verbrachte, las ich mehr. Das lesen lässt mich entspannen, aber ich kann mich damit auch fortbilden, ohne das Haus verlassen zu müssen.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss mich fesseln. Ob Roman, Krimi oder Fachliteratur, es ist dann ein gutes Buch, wenn ich nicht mehr aufhören kann, und jede freie Minute über dem Buch sitze.

Wo liest du am liebsten?

In meinem Lesesessel, im Bett, auf der Coach, da bin ich nicht so wählerisch.

Hast du ein Lebensmotto?

Warte nicht bis der Sturm vorüberzieht, sondern lerne im Regen zu tanzen.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Hanni und Nanni

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Müttermaffia von Kerstin Gier

Mieses Karma von David Safier

Was wir sind und was wir sein könnten von Gerald Hüther

Hast du ein Lieblingsbuch?

Müttermaffia

Wie sieht dein Alltag aus?

Mein Alltag ist schwer zu beschreiben und seit dem Ausbruch der Krankheit meines Mannes, nicht vorhersehbar. Jeden Tag nehmen wie er ist und aus jeden Tag das beste machen, vor allem für meine Kinder.

Was bringt dich zum lachen?

Humor- Sarkasmus – Kinder

Welches Hobbie hast du?

Lesen, schreiben, nähen, handwerkeln, basteln, spielen, singen, kochen…..

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

In 10 Jahren sind meine Kinder bereits 19 und 15, somit sehe ich mich mit wesentlich mehr Freizeit, aber als Taxiunternehmen Mama.

Da ich mich derzeit beruflich verändere, sehe ich mich in 10 Jahren schon voll im Beruf stehend und mit weiteren Fortbildungen. Ich sehe mich als glückliche, zufriedene Frau, die die größten Krisen in ihrem Leben schon hinter sich gebracht hat.

In 10 Jahren hab ich auch schon zumindest mein erstes Buch veröffentlicht – hoffentlich!

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Manchmal stellt uns das Leben Steine in den weg, manchmal sogar Felsen. Was wir jedoch oft vergessen, ist das wir IMMER die Wahl haben: Wir können selbst entscheiden, was wir aus den Steinen machen. Also versucht diese aus den Weg zu räumen, gelingt das nicht, bitte nicht aufgeben und hinter den Stein/Fels verstecken. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Man kann einen Weg um den Stein suchen, man kann über den Stein klettern, oder aber auch, den Stein in sein Leben integrieren. Manchmal kann man den Stein ein wenig verändern und ihn dann sogar ganz nett finden. Egal was ihr damit macht, alles ist besser als Aufgeben und jede Option oder Wahlmöglichkeit lässt euch wachsen!

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach… Abenteuer, Spontanität und Lebenslust.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…Leben. Welche Geschichten sind schöner als Geschichten aus dem Leben.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre… Science Fiction

Mein Lieblingsgetränk ist… Kaffee! Jeder Mensch braucht ein wenig Antriebsstoff!

Mein liebstes Liebeslied ist… „Blick nach Vorn!“

Ich grusel mich vor… Clowns – anscheinend habe ich ES zu früh gesehen

Wenn ich ein Geist wäre,… würde ich einmal um die Welt fliegen und das Leben an den verschiedensten Orten beobachten.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...???

Beim lesen esse ich…. Schokolade

Kommen wir nun zum Blog

Wo findet der Leser deinen Blog?

www.project-blowball.at

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines Berichtes?

Sobald ich das Thema weiß, über das ich berichteten möchte, geht das eigentlich sehr schnell. Als erstes schreibe ich immer meine Gedanken auf meinen Block – ganz altmodisch mit dem Kuli per Hand. Danach wird er getippt und verfeinert. Oft ist es am langwierigsten, das richtige Foto dazu zu suchen, dass bei unserem Thema oft nicht ganz so einfach ist.

Wann ist dein Blog entstanden?

Der Blog ging im Dezember 2016 online, ein also noch sehr junger Blog!

Warum hast du einen Blog eröffnet?

Nachdem uns das Leben die nächste Prüfung vor die Füße geschmissen hatte, überlegten wir, was wir aus dieser Situation gutes machen könnten. Somit entstand die Idee zum Projekt, aber auch gleichzeitig zum Blog. Wir möchten im Blog über Themen beim Namen nennen, die als Tabuthema gelten. Mit psychischen Krankheiten wird noch immer sehr vorsichtig umgegangen, keiner redet gerne darüber und vor allem wird nirgends darüber gesprochen, wie es der Familie dabei geht. Mit unseren Blog möchten wir informieren und endlich das Schweigen brechen!

Wie bist du auf den Namen deines Blogs gekommen?

Durch dieses Projekt soll mein Mann ja wieder zurück ins Leben finden = Project

Wir möchten auf das Thema aufmerksam machen, unsere Geschichte verbreiten, damit andere Mut finden, das gleiche zu tun. Was würde dieses „in die Welt hinaustragen“ besser symbolisieren als eine Pusteblume = Blowball

Somit wurde es zum Project blowball

Wie machst du auf deine Blog im Web aufmerksam?

Wir nutzen dazu die sozial Media Plattformen wie Facebook, YouTube, Google+ und Instagram

Durch eine Benefizveranstaltung im Februar.

Was erwartet den Leser auf deinem Blog?

100% Ehrlichkeit. In unserem Blog, könnt ihr über das Leben mit psychischen Krankheiten lesen. Ich versuche auch immer wieder zu beschreiben, wie es mir als Ehepartner und vor allem den Kindern dabei geht. Wie das ganze entstanden ist, wie es, bis zum totalen Zusammenbruch meines Mannes, gekommen ist und wie der Weg zurück ins Leben, Stück für Stück gelingt. Wir haben aber auch Beiträge von anderen Betroffenen, sowie von Psychologen und Menschen, die dem Weg aus der Krankheit schon geschafft haben. Derzeit haben wir auch schon 2 kurze Videos auf YouTube, weitere sind in Arbeit.

Bloggst du allein?

Ich mache zwar den Hauptanteil, blogge aber nicht allein. Mein Mann kann noch keine Blogbeiträge eigenständig schreiben, das lässt seine Krankheit nicht zu. Ich versuche aber immer wieder durch die Motivation, anderer Stimmen, unseren Blog abwechslungsreich zu gestalten.

Wie suchst du dir ein Produkt aus, den du auf deinem Blog vorstellst?

Ich stelle nur Produkte vor, die mir in meinem Leben, beziehungsweise für das Projekt weiterhelfen. Derzeit beschränkt sich das auf Büchen, ich hoffe aber noch über vieles schreiben zu dürfen.

Welches Produkte findet der Leser auf deinem Blog?

Bücher zum Thema Burnout und Depression und Kinderbücher zu Resilienzstärkung und auch als Hilfsmittel um ihnen die Psychischen Krankheiten verständlicher zu machen.

Wie könne die Leser dir folgen?

Zum einen einmal über die sozial Media Seiten. Zum anderen, gibt es auf dem Blog ein Newsletter System, wo die neuesten Blogbeiträge abonniert werden können.

Hast du einen Lieblingsbeitrag und magst ihn unseren Leser vorstellen?

Mein Lieblingsbeitrag und auch der Beitrag, ist: „Papa´s Psyche hat Schnupfen – nein Grippe!“

In diesem Beitrag beschreibe ich, den schwierigen Alltag mit der Krankheit und den Kindern. Wie man als Mutter dann oft an seine Grenzen stößt, damit man die Kinder vor der Krankheit schützt. Ich habe meine Hilfe in Büchern gefunden. Kinderbücher helfen mir, meinen Kindern Papa´s Zustand zu erklären und immer wieder die schönen Momente, in dieser anstrengenden Zeit hervorzuheben. In diesem Beitrag erzähle ich von zwei Büchern, die mir mit meinen Kindern, aber auch meinen Kindern helfen.

www.project-blowball.at/papas-psyche-hat-schnupfen-nein-grippe

Hast du besondere Projekte die du unterstützt?

Ja unser Projekt und auch unseren Verein, den wir ins Leben gerufen hat und der Sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen in Krisen, sowie deren Angehörigen zu unterstützen. Vor allem die Resilienzstärkung von Kindern ist mir dabei ein sehr großes Anliegen. Ab Juni sollen die ersten Workshops und Vorträge zu diesem Thema stattfinden.

Dieser Verein ist nicht auf Profit orientiert, somit lebt und wächst er nur mit Spenden!

www.project-blowball.at/projektunterstuetzung

www.verein-rezeptfrei.at

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Natürlich. An Tagen, wo ich mich von der Depression meines Mannes „anstecken“ lasse, geht nichts mehr. Da fehlt mir die Kreativität zum Schreiben, jedoch sind solche Tage, Gott sei Dank, nicht oft!

Was bedeutet es für dich, Blogger zu sein?

Bloggen bedeutet seiner Stimme, seiner Meinung, seinen Gefühlen und seinen Anliegen eine Plattform zu geben, womit man viele Menschen erreichen kann. Dieser Blog ist für mich das Ventil, bei dem ich über schwierige Situationen berichten kann und damit ein wenig Kummer und Sorge ablassen kann.

Liest jemand deine Berichte gegen und wenn ja, wer darf sie als erstes lesen?

Meine Berichte werden nicht gegengelesen. Ich lese sie jedoch immer meinen Mann vor, bevor ich sie veröffentliche. Da es ja hauptsächlich um ihn geht, ist es immer ein sehr Schmaler Grad zwischen ehrlichen berichten, wie gerade die Situation bei uns zu Hause ist, aber auch aufzupassen, dass ich nichts schreibe, dass ihn verletzten würde, oder zu sehr unangenehm sein würde. Eine Angststörung von ihm ist das Arbeiten mit dem Computer, somit fällt es ihm leichter, wenn ich den Beitrag vorlese.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du deinen Blog gestartet hast?

Meine Familie war sehr überrascht, denn sie erführen erst von dem Vorhaben, als der Blog online ging. Aber sie bewundern unseren Mut zur Ehrlichkeit und unsere Offenheit. Sie stehen hinter uns und helfen uns durch Verbreitung unseres Blogs, unsere Geschichte in die Welt zu streuen.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Bericht online ging?

Ganz, ganz schlimm. Der erste drei Bericht legte unsere komplette Situation offen. Ich hatte 4 ½ Jahre über die traumatisierende Geburt nur besten Freunde erzählt und mit der Veröffentlichung, hatte ich das Gefühl, ich zieh mich vor der Menschheit nackig aus. Warum macht man das dann? Mein Mann meinte, diese Veröffentlichungen und dieses „Stimme“ geben, kann ihm helfen. Ich wollte ihm mit aller Kraft unterstützen. Die Reaktionen aber, waren so lieb, dass ich bald merkte, dass es nicht weh tut, darüber zu sprechen/schreiben und auch mir hilft, meiner Situation Stimme zu geben.

Wenn heute ein neuer Beitrag veröffentlicht wird, ist es jedes mal ein wunderbares Gefühl, zu beobachten, wie viele Menschen unser Leben interessiert und wir hatten bis jetzt noch keine Kommentare, die nicht wertschätzend und rücksichtsvoll gewesen wären. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen kommen auf uns zu, erzählen uns ihre Lebensgeschichte und finden sich in unseren Beiträgen wieder.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, einen Blog schreiben zu wollen?

Wie schon gesagt, der Wunsch war nicht meiner, über psychische Krankheiten zu bloggen. Nachdem ich aber schon 2 Jahre übers Selbermachen blogge, www.selbermacherin.at , war es nicht die Angst vorm schreiben, sondern vorm Thema, die ich aber erfolgreich besiegte!

Möchtest du noch abschließend den Lesern etwas mitteilen?

Manchmal braucht es ein wenig Mut im Leben gegen dem Strom zu schwimmen, vielleicht auch etwas zu machen, dass andere für verrückt und undenkbar halten, aber unserer Einzigartigkeit können wir nur Ausdruck verleihen, indem wir Individuen sind. Das Leben geht nicht immer geradeaus, aber die Abzweigungen lassen uns wachsen. Habt keine Angst, vor falschen Wegen oder Abzweigungen, denn diese lassen uns weiterentwickeln und sie machen uns stärker. Lebt euer Leben so, wie ihr es euch wünscht und nicht so, wie es von euch erwartet wird!

1 Kommentar

  1. Hallo und guten Tag,

    was für eine schlimme Entwicklungen sich in dieser Familie zugetragen hat…eine Art Kettenreaktion…

    Ist schon Wahnsinn was im Leben so passieren kann oder?

    Hut ab vor dem Mut des Outens…und alles Gute für die Zukunft.

    LG..Karin…

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