Blogtour Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen – Papierfresserdrachen

Blogtour Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen – Papierfresserdrachen

Blogtour Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen

Herzlich Willkommen bei der Blogtour zu den phantastischen Werken von Regina Schleheck

Heute widmen wir uns dem Thema „Paperfresserdrachen“

Jeder kennt es mal eben den Drucker anschließen und etwas ausdrucken, dann hat man das Dokument in der Hand. Aber was machen ich, wenn ich es nicht mehr brauch? Richtig es kommt in den Aktenvernichter.

Schauen wir uns als erstes mal das Papier an:

Geschichte zum Papier:

Die Erfindung des Papiers wird Ts’ai Lun zugeschrieben, der um 105 n. Chr. (Belegdatum der ersten Erwähnung der chinesischen Papierherstellungsmethode) ein Beamter, der Behörde für Fertigung von Instrumenten und Waffen, am chinesischen Kaiserhof war und erstmals das bekannte Verfahren Papier herzustellen beschrieb.

Zu seiner Zeit gab es einen papierartigen Beschreibstoff, welcher aus Seidenabfällen hergestellt wurde (Chi). Diesen mischten die frühen Papiermacher vornehmlich mit Hanf, alten Lumpen und Fischnetz und ergänzten das Material mit Baumrinde oder Bast des Maulbeerbaumes.

Die gesäuberten Fasern und Fasernreste wurden zerstampft, gekocht und gewässert. Anschließend wurden einzelne Lagen mit einem Sieb abgeschöpft, getrocknet, gepresst und geglättet. Beim Schöpfen entstand an dem Papier eine „Schönseite“, die an der dem Sieb abgewandten Seite lag, und eine „Siebseite“, die an dem Sieb lag. Der entstehende Brei aus Pflanzenfasern lagerte sich als Vlies ab und bildete ein relativ homogenes Papierblatt. Dies war eine Technik, die in Korea in einer eigenständigen Form vermutlich seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. angewandt wurde.

Bereits im 2. Jahrhundert gab es in China Papiertaschentücher, im 3. Jh. Zusatz von Leimstoffen (Stärke), Erfindung der Leimung (dünner Überzug, um Papier glatter und weniger saugfähig zu machen; die Tinte oder Tusche verläuft weniger stark), sowie die Färbung von Papier.

Verbreitung der Papierherstellung in Europa

1056Europaweit erste sicher bezeugte wassergetriebene Papiermühle in Xàtiva (Spanien).
1109Siziliens ältestes auf Papier geschriebenes Dokument.
1151Missale von Silos – ältestes erhaltenes christliches Buch auf Papier.
1225Frankreichs ältestes Papierdokument.
1228Kaiser Friedrich II. sendet von Barletta die älteste auf deutschsprachigem Boden noch vorhandene Urkunde auf Papier an das Nonnenkloster Göss in Österreich. Das Mandat befindet sich im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien.
vor 1231Papierherstellung in Amalfi, Nepal, Sorrento.
1231Für Urkunden verbietet Kaiser Friedrich II. die Verwendung von Papier im Königreich Sizilien, wegen der schlechteren Haltbarkeit zu Vellum und Pergament.
1236Laut den Statuten Paduas sind Urkunden auf Papier ohne Rechtskraft.
1246Das in Lyon geschriebene Registerbuch des Passauer Domdekans Albert Behaim auf italienischem Papier ist die älteste in Deutschland erhaltene Papierhandschrift.
1268In Italien wird Papier hergestellt.
1282Erfindung des Wasserzeichens in Bologna
1294Tierische Leimung wird eingeführt (Fabriano).
Weitere grundlegende Innovationen in dieser Periode: Sensenblatt, Papierpresse,Drahtgeflechtsieb
1381Toscolano-Maderno in Italien.
1390Deutschlands erste Papiermühle, die Gleismühl wurde von Ulman Stromer in Nürnberg gegründet (siehe unten).
ab 1393Weitere Papiermühlen in Deutschland folgten: 1393 Ravensburg, 1398 Chemnitz, 1407 Augsburg, 1415 Straßburg, 1420 Lübeck, 1460 Wartenfels, 1468 Kempten (Allgäu), 1478 Memmingen. Bis Ende des 16. Jahrhunderts gab es etwa 190 Papiermühlen in Deutschland.
1411Papiermühle Marly, Marly FR in der Schweiz
1469St. Pölten in Österreich
1494Stevenage in England
1541Der Papiermacher Hans Frey aus Altenberg (Mähren) erfindet den Glätthammer (Stampfhammer) zum mechanischen Glätten der Papierbogen.
1573Klippan in Schweden
1576Moskau in Russland
1586Dordrecht in Holland
1588Erste regelmäßige Zeitschrift Deutschlands erscheint in Köln die Meßrelation.
um 1605Erste Zeitungen in Deutschland durch Johann Carolus.
um 1670Erfindung des Holländers für die Herstellung von Papier.
1690Germantown in Pennsylvania, USA durch den deutschen Papiermacher William Rittenhouse.

Die erste deutsche Papiermühle entstand 1389/1390 bei Nürnberg. Gegründet wurde die Gleismühl vom Ratsherrn und Exportkaufmann Ulman Stromer.

Überlieferung des 19. und 20. Jahrhunderts.

  • 1850 Erfindung der Kegelstoffmühle (Jordan-Mühle).
  • 1854–1857 Die Engländer Watt, Burgess und Houghton stellen mittels Natronverfahren Holzzellstoff her.
  • 1866–1878 Der Amerikaner Benjamin Chew Tilghman und der Deutschen Alexander Mitscherlich entwickeln auf der Grundlage des Ritter-Kellner-Verfahrens den Sulfitzellstoff durch den chemischen Aufschluss von Holz.
  • um 1870 Stroh als Ausgangsstoff für Papier kann gebleicht werden.
  • 1872 Der Braunschliff von Papier, 1869 von Moritz Behrend (Varzin, Pommern), erfunden, wird vom Papiermacher Oswald Mayh in Zwickau eingeführt. Bereits zur Wiener Weltausstellung 1873 wurde das System erfolgreich präsentiert.
  • 1872 Die preußischen Länder heben das Lumpenausfuhrverbot auf.
  • 1884 Erfindung des Sulfat-Zellstoff-Verfahrens durch C. F. Dahl.
  • 1909 William H. Millspaugh erfindet die Saugwalze.
  • 1919 Die ersten Papiere aus halbsynthetischen Fasern (regenerierte Cellulose) werden durch F. H. Osborne gefertigt.
  • 1921 Beginn der Chlordioxid-Bleiche.
  • 1945 Kontinuierliche Stoffaufbereitung (Pulper und Refiner verdrängen Kollergang und Holländer).
  • 1948 Erste Magnesiumbisulfit-Anlage mit Chemikalienrückgewinnung.
  • 1955 Das erste Papier aus vollsynthetischen Fasern (Polyamid) wird durch J. K. Hubbard hergestellt.
  • ab 1980 Entwicklung der chlorfreien Bleiche

Seit den 1980er Jahren wird für den Druck hochwertiger Publikationen und Grafiken überwiegend ein „alterungsbeständiges Papier“ oder „säurefreies Papier“ verwendet. Dieses ist durch geeignete chemische Zusätze frei von freien Säuren und freien Chloriden und wird in der DIN EN ISO 9706 genormt.

Rohstoffe

Die für das Papier notwendigen Ausgangsstoffe lassen sich in vier Gruppen einteilen.

  1. Faserstoffe: wie Holzschliff, Halbzellstoffe, Zellstoffe, Altpapier, andere Fasern
  2. Leimung und Imprägnierung: wie tierische Leime, Harze, Paraffine, Wachse
  3. Füllstoffe: dazu gehören Kaolin, Talkum, Gips, Bariumsulfat, Kreide, Titanweiß
  4. Hilfsstoffe sind Farbstoffe, Entschäumer, Dispergiermittel, Retentionsmittel, Flockungsmittel, Netzmittel

Die Faserstoffe unterteilen sich wiederum in zwei Gruppen.

  • Primärfaserstoffe, also erstmals in der Produktion eingesetzte Rohstoffe und
  • Sekundärfaserstoffe (Altpapier), nach dem Gebrauch noch einmal dem Produktionsprozess zugeführte Recyclingstoffe.

Nun haben wir ein paar Daten über das Papier gelernt schauen wir uns nun den Aktenvernichter an.

Funktionsweise

Vor der Markteinführung von elektrisch betriebenen Aktenvernichtern waren thermische Aktenvernichter (Feuerkorb) weit verbreitet in Gebrauch. Wegen der Risiken im Umgang mit offenem Feuer und nicht zuletzt wegen des entstehenden Schmutzes haben sich heute elektromechanische Schredder verschiedener Bauform durchgesetzt.

Ein Aktenvernichter zerschneidet das Dokument in so kleine Teile, dass diese für sich allein kaum verwertbare Informationen enthalten und nur mit großem Aufwand wieder korrekt zusammengefügt werden könnten.

Einfachere Aktenvernichter schneiden das Papier lediglich in schmale Streifen (Streifenschnitt). Bessere Aktenvernichter schneiden zusätzliche horizontale Schnitte. Diese Schneideweise wird als Kreuzschnitt/Partikelschnitt (engl.: Cross-Cut) bezeichnet.

Neuere Aktenvernichter können neben Papier auch Kreditkarten und CDs bzw. DVDs zerschreddern. Seit einigen Jahren werden Aktenvernichter vermehrt auch im privaten Umfeld eingesetzt.

Jeder kennt diese Aktenvernichter, aber stellt euch jetzt mal vor, dieses Gerät würde sich verselbständigen und sich auf den Weg machen uns als Menschen auszulöschen. Na kommen die Alpträume? 🙂

Das Gewinnspiel

Sammle täglich den verlorenen Basilikum und sende uns am Ende der Blogtour die Anzahl der von dir gefundenen Blätter. -Es zählen nur die Bilder!- Die Anzahl bitte per Mail an gewinnspiel@booktraveler.de mit dem Betreff: Basilikum Teilnahmeschluss ist der 21.12.2016 24 Uhr

Unsere Teilnahmebedingungen findest du hier

Der Gewinn:

1 Print „Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen“


So das war es heute bei uns ich hoffe der Bericht hat euch gefallen und ihr schaut weiter hin bei der Blogtour vorbei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.