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    Ein wunderschöner Historischer Roman

    Titel: Das dunkle Herz der Welt

    Autor: Liliana Le Hingrat
    Verlag: Knaur TB
    Erscheinungsjahr: 2.11.2015
    Seitenzahl: 768 Seiten
    ISBN: 3426517590
    Format: broschiert
    Preis: 14,99 Euro

    hier könnt ihr das Buch direkt bestellen

     


     

    Klappentext:

    Als Vladislav Basarab Draco, Sohn des ehemaligen Fürsten der Walachei, in den mächtigen Drachenorden aufgenommen wird, wähnt er sich am Ziel seiner Träume. Er steht nun in der Gunst von Sigismund, dem römisch-deutschen Kaiser, und glaubt endlich den Thron seines Vaters zurückerobern zu können.
    János Hunyadi, sein ungarischer Schwertbruder, soll ihm dabei helfen. Doch als sich der verheiratete Vladislav in eine leidenschaftliche Liebesbe­ziehung mit der schönen Clara stürzt, wird der Freund zum schlimmsten Feind, denn auch Hunyadi hofft auf die Gunst der Edelfrau. Durch seine Intrigen verliert Vladislav an Einfluss und droht, entmachtet zu werden.
    In seiner Not wendet er sich an die Osmanen und kämpft als christlicher Ritter am Vorabend des ersten Türkenkriegs an der Seite des muslimischen Heeres. Doch Vladislav steht vor schweren Entscheidungen, denn sein Sohn wird vom Sultan als Geisel gehalten. Soll er seinen Nachkommen opfern, um seine Macht im christlichen Abendland zu sichern? Und wird er Clara, an der János grausame Rache geübt hat, je wieder für sich gewinnen können?
    Ein gewaltiges Historien-Epos um Machtkämpfe, Intrigen und Religionskonflikte, und eine herzzerreißende Geschichte um Liebe und Freundschaft.


     

    Zusammenfassung:

    Das heutige Rumänien im 15.Jahrhundert: Vladislav Basarab Draco, Ritter des Drachenordens, kämpft um den walachischen Thron seines Vaters. Dabei gerät er in Konflikt mit den Königen von Ungarn und Polen, die, selbst verfeindet, ihren eigenen Anwärter auf den walachischen Thron setzen wollen. Im Alter von fünf Jahren wird Vladislav von seiner Familie getrennt, wächst am Hof König Sigismunds auf. Der ungarische Monarch, der auch der Großmeister des Drachenordens ist, nimmt ihn in seine Dienste und am 8. Februar 1431, in Nürnberg, in die höchste Klasse der Societas Draconis auf. Vladislavs bester Freund und Schwertbruder János Hunyadi, Sohn eines Kleinadligen, erfährt am Tag zuvor von dem polnischen König Jagiello, dass er der uneheliche Sohn Sigismunds ist. Voller Neid verfolgt er die Zeremonie seines Freundes und meint, dass die Ehrungen ihm und nicht Vladislav zustehe. Als er von Vladislav vor den Augen König Sigismunds auch noch im Turnier besiegt wird und obendrein zusehen muss, wie Vladislav, obwohl er verheiratet ist, seine verehrte Clara von Thegzes verführt, wandelt sich die Freundschaft in Missgunst und Hass.


     

    Meinung:

    Das Cover  ist sehr passend zur Geschichte. Auf dem Roten Buchumschlag ist ein Goldenes Drachenemblem abgezeichnet, das sich auch vom rest des Buches abhebt. Ansonsten ist das Cover sehr schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt.

    Der Einstieg  war etwas holprig, da man mitten in die Geschichte reingeworfen wurde. Aber man kommt dann sehr sehr schnell in die Geschichte rein und kann sich fallen lassen.

    Die Figuren sind alle sehr gut beschrieben und ausgearbeitet.
    Vladislav weiß was er will, bleibt sich aber immer selbst treu. Er, der Drachenritter, der geschworen hat, die christlichen Werte zu verteidigen, muss sich gegen Intrigen wehren, die ihn zu den Türken überlaufen lassen. Trotzdem versucht er, so viel Unheil wie möglich von seinen Mitmenschen abzuwenden. Er bleibt seinen Prinzipien immer treu: das Wohl seiner Familie, seiner Geliebten, seiner Vertrauten und Freunde und das Fürstentum – in genau dieser Reihenfolge – stehen für ihn an erster Stelle. Er hat Stärken und Schwächen, die man gut nachvollziehen kann. Als Leser ist man ganz auf seiner Seite, fiebert und leidet mit ihm.
    Seinem Freund János habe ich nicht gleich über den Weg getraut. Auch er hat seine guten Seiten und fast schon hat man Mitleid mit ihm, als Clara, seine Liebe nicht erwidert. Allerdings fragt man sich auch, warum die Freundschaft der beiden Männer ausgerechnet an einer Frau zerbricht. János Hunyadi scheint Minderwertigkeitsprobleme zu haben. Seine Herkunft ist unklar, und der Neid, auf alle, die über ihn stehen, ist krankhaft. Er plant seine Intrigen, die ihn zu einem der reichsten und einflussreichsten Männer im Kaiserreich machen sollen. Er scheint in eine Art religiösen Wahn gefallen zu sein, sieht er sich doch als Erzengel der Christenheit, der Europa von den Osmanen befreit.
    Die Liebe zu Clara von Thegzes zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der beiden Männer. Sie ist zwar nur eine hintergründige Protagonistin, aber trotzdem eine mutige Frau. Allen Gefahren zum Trotz, und sich der Aussichtslosigkeit ihre Liebe zu Vladislav , der verheiratet war, durchaus bewusst, geht sie selbstbewusst ihren Weg und trotzt so mancher Gefahr.
    Roxolan und Ilarion, Vladislavs Vertraute, haben das Herz auf dem rechten Fleck.Vassilissa, Vlads Frau, ist eine kluge und mutige Frau, die bedingungslos hinter ihrem Mann steht. An ihrer Seite Smaranada, ihre Zofe, ist auch ein bezaubernde Nebenfigur. Sie alle bekommen eine Stimme. Auch Vlads Söhne sind wunderbare Charaktere. Mircea, der älteste, der immer für seinen Familie da war, Vlad Draculea und Radu, die in der osmanischen Gefangenschaft grauenhaftes durchmachen mussten – mit ihnen leidet man, verzweifelt und hofft, das sich alles zum Guten wendet.

    Der Hauptteil der Geschichte hat mich in den Bann gezogen und es ist ein sehr toller Roman, in dem die Autorin ein Stück Geschichte eingearbeitet hat. Man merkt das sich die Autorin sehr gut und ausführlich mit der Geschichte auseinander gesetz hat. Sie hat lange recherchiert und das merkt man in diesem Roman und es kommt im positiv zu Gute.

    Schreibstil ist flüssig und gut lesebar. Alle historischen Ereignisse werden einem verständlich und anschaulich nähr gebracht und man wird dadurch in den Bann des Buches gezogen.


     

    Fazit:

    Ein wunderschöner Historischer Roman der mich in seinen Bann gezogen hat.


     

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