Rezension zum Buch Survive the night

Rezension zum Buch Survive the night

Rezension zum Buch „Survive the night“ von Danielle Vega

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Titel: Survive the night

Autor: Danielle Vega

Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg

Erscheinungsjahr: 11.07.2016

Seitenzahl: 272 Seiten

ISBN: 978-3407747310

Format: Gebunden Ausgabe

Alter (wenn vorhanden): 14 – 17 Jahre

Preis: 14,95 Euro


****Klappentext:****

Wir werden alle sterben …

Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich und lässt sich von ihrer Freundin Shana überreden, auf eine der legendären illegalen »Survive the night«-Parties mitzukommen. Die findet in einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel statt und die Stimmung ist gigantisch. Bis Julie, ein Mädchen aus ihrer Clique, tot aufgefunden wird. Grausam zugerichtet. Casey, Shana und ihre Freunde sind schockiert. Sie wollen fliehen. Denn der Mörder scheint unter ihnen zu sein. Schon gibt es ein neues Opfer. Die Panik steigt. Wer oder was ist hinter ihnen her? Und wird Casey diese Nacht überleben?
Ein unfassbar aufwühlender Psycho-Horror-Thriller in bester Stephen King-Tradition! Nervenzerfetzend, überraschend – genial!


****Zusammenfassung:****

Casey ist erst vor Kurzem aus der Entzugsklinik entlassen worden. Doch schon trifft sie sich wieder mit ihren alten Freunden, rast halsbrecherisch durch die Stadt und geht auf wilde Partys. Und als ihre beste Freundin Shana sie dazu auffordert, an der legendären Rave Party „Survive the night“ teilzunehmen, sagt sie sofort zu. Diese findet in einem stillgelegten U-Bahnhof statt, die Stimmung ist ausgelassen und drogenberauscht. Doch plötzlich verschwindet Julie, ein Mädchen aus der Clique, und als Casey sie wenig später brutal ermordet findet, bricht Panik aus. Wer oder was hat das getan? Können die fünf Freunde dem Mörder entkommen? Oder ist dies alles nur ein Traum, ausgelöst durch zu viele Drogen?


****Meinung:****

~~~Cover~~~

Das Cover  finde ich irgendwie cool und ist mal etwas ganz anderes. Der Hintergrund sieht aus wie eine Collage. Groß darauf in einer knalligen Farbe ist der Titel zu sehen, unter dem ein auffälliger Totenkopf prangt. Sehr stimmig und die Atmosphäre spricht mich total an. Es passt auch im Nachhinein, wie ich finde, sehr schön zum Inhalt des Buches. Mich hat es neugierig gemacht und ich wollte sofort die Geschichte hinter dem spannenden Titel und dem Totenkopf erfahren.

~~~Einstieg~~~

Der Einstieg  begann für mich ziemlich langatmig, da mehr als das erste Drittel des Buches nur von Partys, Alkohol, Drogen und langen Gedankengängen von Casey handelte.

~~~Charakter~~~

Die Figuren sind alle etwas eigenwillig und ich hatte ein paar Schwierigkeiten mit ihnen warm zu werden. Es drehte sich alles um Partys, Drogen und Alkohol, vielleicht bin ich auch einfach für diese Denkweise schon etwas zu alt, aber ich konnte das nicht nachvollziehen.

– Casey –

Casey ist gerade aus der Entzugsklinik gekommen, als sie wieder einen Strudel aus Adrenalin, Alkohol, Drogen und Partys gerät. Ich habe sie zu Beginn als sehr schwachen Charakter kennengelernt, der sich sehr leicht leiten lässt und einfach nur „cool“ sein möchte. Dabei verliert sie sich jedoch selbst aus den Augen.

Casey steht stellvertretend für viele Jugendliche, die sich im Rausch doch gerne mitreißen lassen und die Kontrolle über sich verlieren.


– Shana –

Shana ist das typische „Wild Girl“ mit pinken Haaren und einer Sucht nach Abenteuern. Dass sie ihre Freunde dabei gefährdet, merkt sie überhaupt nicht. Als Charakter fand ich Shana originell und interessant. Die Autorin charakterisiert hier einen gebrochenen Jugendlichen und zeigt dabei doch verschiedene Seiten auf. Mitgefühl mit Shana empfand ich teilweise.


– Sam –

Sam ist Caseys (Ex-)Freund. Oder so ähnlich! 😉 Die Entwicklungen zwischen Sam und Casey liefen mir ein wenig zu schnell ab. Erst war es mir ein wenig zu kühl, dann ein wenig zu kitschig und übereilt. Sam selbst lernen wir aber nur oberflächlich kennen, was ich ein wenig schade fand. Ich finde, zum Ende hin bleiben bei ihm noch einige Fragen auf.

~~~Schreibstil~~~

Der Schreibstil verleiht dem Roman auch noch dieses gewisse Etwas und erzeugt an manchen Stellen tatsächlich Gänsehaut. Sehr bildlich wird die ganze Geschichte von Casey aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei der Schwerpunkt tatsächlich eher auf das Geschehen als auf irgendwelche Dialoge liegt.

Die Geschichte wird unterbrochen von Rückblicken aus Caseys Vergangenheit. Dadurch kann man sich sehr gut in sie hinein fühlen und versteht auch ihre Freundschaft zu Shana besser.
Die Stimmung im Buch fühlt sich einfach echt an. Die Autorin kann Caseys Gefühle zu Sam, die Party-Stimmung und auch die anschließende Angst unter den Freunden überzeugend transportieren. Ich fühlte mich als wäre ich live dabei.
Das Buch entwickelte einen Sog, sodass ich es einfach nicht zur Seite legen konnte. Gebannt habe ich mitverfolgt, was den Jugendlichen dort unten in den U-Bahntunneln widerfährt. Als mir allerdings klar wurde, was hinter allem steckt, stellte sich bei mir eine leichte Ernüchterung ein und auch der Sog hat sich dadurch verabschiedet.


****Fazit:****

„Survive the Night“ hat durchaus positive Züge, da gerade die rasante Flucht aus dem Untergrund sehr packend, lebhaft und aufregend war und so für Spannung gesorgt hat. Teilweise war es auch etwas brutal und hat auch durch den Schreibstil der Autorin für Gänsehautmomente gesorgt, auch wenn das Buch mich nicht dazu gebracht hat, dass ich mich grusele. Allerdings hat es etwas gedauert bis das Buch zu diesem spannenden Kern vorgedrungen ist, da vor allem die vielen Partys und das Gerede über Drogen zu Beginn überhandgenommen hatten. Das Ende war ziemlich kurios sowie seltsam und ich habe eindeutig die Erklärungen vermisst.


****Bewertung****

3 von 5 Traumwolken

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