[Romancewoche] Zusammenfassung Tag 3

[Romancewoche] Zusammenfassung Tag 3

Gestern war der zweite Tag der Romancewoche und natürlich möchten wir euch diese tollen Aktionen nicht vorenthalten.

 

Zusammenfassung Tag 3

Einführungsvideo Martina Gercke:

https://m.youtube.com/watch?v=xC2a22l5J9w&feature=youtu.be

Buchvorstellung:

Emma Wagner:
Heike: https://fraugoetheliest.wordpress.com/…/in-guten-wie-in-sc…/
Ann-Sophie: http://readingisliketakingajourney.blogspot.de/…/die-romanc…

Ava Innings:
Toni Grey: http://ruby-celtic-testet.blogspot.de/…/buchvorstellung-zur…
Katrin: http://katrinslesewelt.blogspot.de/…/romancewoche-buchvorst…

Chris Lind:
Susanne: https://sannysbuchwelten.wordpress.com/?p=904
Kerstin: https://kerstinskartenwerkstatt.de/…/buchvorstellung-so-we…/
Liza: https://lizasbuecherwelt.wordpress.com/…/romancewoche-2017…/
Buchtipp von Jenny: https://www.facebook.com/hoshiswunderland/photos/a.918187284920558.1073741829.915271921878761/1557992004273413/?type=3&theater
Tamara: http://www.thefantasticworldofmine.de/…/im-kopf-eines-buche…

Autoreninterviews:

Josie Kju:
Kerstin: https://m.facebook.com/story.php…
Lena: http://buechersterns.blogspot.de/…/romancewoche-autoreninte…
Jessica: https://buchbloegchen1.wordpress.com/…/interview-mit-josie…/

Rose Bloom:
Rebecca: http://muffins-light-side.blogspot.de/…/romancewoche-2017-i…
MIlena: https://bookworld98.wordpress.com/…/romancewoche-autorenin…/
Lara: http://lissianna-schreibt.de/…/romancewoche-autorenintervi…/

Protainterviews:

Martina Gercke:
Saskia: https://m.facebook.com/story.php…
Chrissie: http://christina-kempen.de/…/05/24/romancewoche-protagonis…/
Claudia: http://diabooks78.blogspot.com/…/protagonisteninterview-lie…

Protagonistin Fee aus dem Buch „Himmelreich mit Herzklopfen: Amors Four” (Band 1)
Teil 1: Jenny: http://hoshiswunderland.blogspot.de/…/romancewoche-2017-pro…
Teil 2: Patricia: https://lesen-im-mondregen.blogspot.de/…/romancewoche-prota…
Teil 3: Marion: https://fraeulein-m-liebt-buecher.de/…/romancewoche-2017-p…/

Rezi zu “Liliennächte” von Kim Leopold:
https://bookstheessenceoflife.wordpress.com/…/rezension-li…/

Trailer:

Poppy J. Anderson:
Verrückt nach einem Tollpatsch
https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=9yjS8LC3HUg

Aurelia Velten:
https://www.youtube.com/watch?v=UzDJhcpAYyI

Livelesungen

Jo Berger:
https://www.youtube.com/watch?v=vFWd-_UN03A&feature=youtu.be

Ava Innings:
https://www.youtube.com/watch?v=MWn3IKov50o&feature=youtu.be

Lieblingsprotagonisten Interview mit den Portobello Girls:

„Wir sind heute bei der bekannten Radiomoderatorin Olive Belford in ihrer Wohngemeinschaft in der Portobello Road zu Gast, um ihr ein paar persönliche Fragen zu stellen. Mit von der Partie sind ebenfalls ihre Mitbewohnerinnen.“ Die Journalistin eine hochgewachsene Frau mit blondgesträhntem Haar und sehr roten Lippen lächelt in die Runde der Portobello Girls. In der kleinen Wohnküche herrscht eine ausgelassene Stimmung. Holly hat eine Flasche Sekt aufgemacht und Zoey hat zur Feier des Tages kleine Häppchen zubereitet. Alle sitzen um den Holztisch in der Ecke des Zimmers. Die Journalistin hat gegenüber auf einem der Stühle Platz genommen. Sie hält ein Mikrofon in der Hand und wirkt äußerst nervös.
„Am besten wir fangen mit einer kleinen Vorstellungsrunde an, da Sie ja nicht alle Leser kennen. Miss Belford wären Sie so lieb und machen den Anfang?“
„Natürlich!“, lacht Olive. Sie trägt wie immer eine beige Stoffhose und dazu eine weiße Bluse. Ihre Füße stecken in beigen Slippern. Ihre kurzen Haare liegen perfekt am Kopf und sitzt, hat nur ein leichtes Make-up aufgetragen.
„Also mein Name ist Olive Belford. Ich bin neunundzwanzig Jahre alt. Single. Ich arbeite bei Radio 5 als Moderatorin. In meiner Sendung Olives Talk kann jeder anrufen und mir Fragen zum täglichen Leben stellen. Egal ob es um die Liebe, Männer im Allgemeinen, die Familie oder den Job geht – ich beantworte alles.
„Das tust du doch immer, ob man dich fragt oder nicht!“, mischt sich Holly Summer in das Gespräch ein. Mit ihren flachsblonden langen Haaren, dem tiefroten Mund, der durchsichtigen schwarzen Seidenbluse und der Lederhose dazu, sieht sie aus, wie aus einem Modemagazin gesprungen.
„Hey du sollst mir nicht dazwischen quatschen“, ermahnt sie Olive lachend.
„Jetzt sei nicht so strengt mit mir.“ Holly grinst die verdutzte Journalistin an. „Ich bin übrigens Holly Summer und wohne gleich im Zimmer neben Olive.“
„Ah, sehr erfreut“, nickt die Journalistin. „Möchten Sie sich vielleicht als Nächste vorstellen?“
Holly schaut fragend zu Olive.
„Mach schon! Du platzt ja fast …“ Olive prostet ihr zu.
„Gut“, lächelt Holly zufrieden. „Ich arbeite bei der Zeitschrift StarTouch
„… und bist unsere Modeprinzessin!“, unterbricht sie Abby rüde.
Alle Anwesenden lachen.
„Hey Miss Marple. Jetzt bin ich dran.“ Hollys Augen funkeln Abby angriffslustig an.
Der Blick der Journalistin wandert verwirrt von Holly zu Abby und weiter zu Olive.
„Vielleicht sollte ich erklären, dass jede von uns einen Spitznamen hat“, kommt ihr Olive zu Hilfe. „Abby als Polizistin hat den Spitznamen Miss Marple, Holly ist die Modeprinzessin, Emily …“ Sie deutet auf Emily, die es sich in Jeans und T-Shirt auf der Sitzbank gemütlich gemacht hat und ihre schlafende Tochter Rose in den Armen hält. „Ist unsere Trolley- Dolly, da sie früher Stewardess war, Zoey hier …“ Sie macht eine Kopfbewegung zu Zoey, die am Herd steht und ein Blech mit Flammkuchen aus dem Ofen holt. „Zoey ist unser Kochschlumpf.“
Die Journalistin nickt. „Und wie nennt man Sie?“
„Mich!“ Olive deutet auf mit dem Zeigefinger auf sich selbst. Die Journalistin nickt erneut.
„Ehrlich gesagt, ich habe keinen Spitznamen.“
Es herrscht für einen Moment Schweigen.
„Ähm, Olive das stimmt nicht“, meldet sich Holly zu Wort.
„Nicht?“ Olive sieht verwirrt in die Runde.
„Nein!“, kommt es einhellig von Emily, Holly, Zoey und Abby.
„Ihr habt einen Spitznamen für mich und ich weiß nichts davon?“
„Das war Zoeys Idee!“ Holly nippt einen kräftigen Schluck aus dem Glas.
„Du Verräter!“ Zoey schüttelt den Kopf und stemmt die fleischigen Arme in die Hüfte. Ihre braunen kurzen Haare lugen unter dem blauen Kopftuch wie Pinsel hervor. Auf der schwarzen Schürze, die sie sich um die üppige Hüfte gebunden hat, leuchten Mehlflecken, wie Schimmel.
„Und … wie nennt ihr mich?“ Olive sieht erwartungsvoll zu Zoey.
„Dr. Love!“, platzt Zoey mit der Wahrheit heraus. Holly prustet laut los und verschluckt sich dabei.
„Dr Love.“ Die Journalistin lächelt verschmitzt. „Darf ich das schreiben?“
„Ja. Ja“, winkt Olive ab. Ihre Mundwinkel zucken verdächtig.
„Da kommen wir gleich zu meiner nächsten Frage. Sind sie alle Single?“ Ihr Blick fällt auf Emily, die gerade ihr T-Shirt hochschiebt, um Rose zu stillen.
„Nein. Nur weil wir zusammen leben müssen wir ja nicht automatisch Single sein“, lächelt Emily. „Ich lebe mit meinem Verlobten im Apartment gegenüber.“
„Ach so, ich dachte, sie wohnen ebenfalls in der WG“, korrigiert sich die Journalistin.
„Nein. Aber ich habe bis knapp vor einem Jahr hier gewohnt. Zoey hat jetzt mein Zimmer bekommen.“
„Und Sie?“ Der Blick der Journalistin wandert zu Abby.
„Männer sind doch alles Waschlappen“, schnaubt Abby. „Wissen Sie, ich bin Polizistin und stehe im Dienst ihrer Majestät der Königin. Ich habe mein Leben ganz dieser Aufgabe gewidmet und im Moment gar keine Zeit für einen Mann. Männer sind mir sowieso nicht gewachsen. Als Frau kann man gar nicht früh genug lernen auf eigenen Füßen zu stehen. Ich brauche keinen Mann, um glücklich zu sein.“ Abby, die als einzige Bier trinkt, leert die Flasche in einem Zug.
„Okay. Und wie sieht es mit Ihnen aus?“ Die Journalistin hält das Mikrofon in Zoeys Richtung.
„Ich bin glücklicher Single. In meinem Job als Köchin ist es, gar nicht so einfach einen Mann kennenzulernen. Köche sind ziemlich schwierig Charaktere und dudeln niemanden an ihrer Seite.“
„Und Sie Miss Belford?“ Das Mikrofon wandert zu Olive.
„Ich bin überzeugter Single. Ich habe das Pech mich in die falschen Männer zu verlieben. Wobei ich nie ausschließen würde noch den richtigen Mann zu treffen. Aber in dieser schnelllebigen Zeit mit Tinder und Datingplattformen ist man immer schneller austauschbar. Wenn ich mich in einen Mann verliebe, dann soll es für immer sein.“
„Ich würde sagen, darauf trinken wir.“ Holly hebt ihr Glas und die anderen folgen ihrem Beispiel.
„Auf die Liebe!“
„Auf die Liebe!“ Alle Frauen nehmen einen Schluck.
„Leider muss ich schon wieder zu meinem nächsten Termin. Deshalb noch eine letzte abschließende Frage. Funktioniert das, vier Frauen in einer Wohnung? Ich meine, was ich miterlebt habe, geht es hier ziemlich turbulent zu.“ Die Journalistin lächelt breit.
Holly ergreift das Wort. „Das funktioniert sogar ziemlich gut. Ich war noch nie so glücklich wie hier. Wir sind eine große Familie. Natürlich gibt es auch bei uns kleinere Unstimmigkeiten, aber meistens verstehen wir uns prima. Die Küche ist unser Mittelpunkt oder unser Dachgarten. Leider ist es im Moment zu kalt sonst hätten wir Sie nach oben gebeten. Der Dachgarten ist legendär und in der ganzen Nachbarschaft bekannt …“
„Holly, komm zum Punkt“, zwinkerte Olive.
„Tja also es ist toll in einer WG mit Frauen. Wir verstehen uns blind. Jede hat ihre Aufgabe, die sie erfüllt und wir ergänzen uns dabei. Stimmt’s?“
Alle Nicken begeistert.
„Glauben Sie denn an Liebe auf den ersten Blick?“ Die Augen der Journalistin wandern durch die Runde.
„Absolut. Meine Freundinnen sind der beste Beweis dazu.“ Olive deutet auf Emily und Holly.
„Was sind ihre Pläne für die nahe Zukunft?“
„Emily heiratet dieses im Sommer und wir sind alle schon ganz aufgeregt deshalb. Außerdem bin ich Patentante von Emilys Tochter Rose und nehme meine Aufgabe sehr ernst.“ Olive wirft der kleinen Rose einen liebevollen Blick zu.
„Gibt es etwas, das sie unseren Leserinnen mit auf den Weg geben möchten?“
„Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, dann mach‘ Zitronenlimonade daraus“, rufen alle Vier wie aus einem Mund und lachen.

PAULA  Lieblingsprotagonistin Virginia Fox:

„Wer kommt mit, Zelda besuchen?“, rief Paula die Treppe hoch. Ihre beiden Töchter hatten sich nach dem Frühstück oben in ihrem Zimmer verbarrikadiert und stellten wer weiß was an. Vermutlich planten sie die Übernahme der Weltherrschaft, so wie sie die beiden kannte. Es wurde höchste Zeit, dass sie an die frische Luft kamen, bevor sie sich via Internet in Schwierigkeiten brachten. Zugegebenermaßen hatten sie ihr bereits geholfen, die Pferde zu misten, doch das war tägliche Routine und zählte nicht zur Draußen-Zeit.
Leslie, mit ihren bald sechzehn Jahren die Ältere der beiden, war vor zwei Jahren von zu Hause ausgerissen und hatte auf ihrem Hof, oder besser gesagt, in ihrem Stall, Zuflucht gesucht. Vorsichtig hatten sie sich angenähert und einige Schwierigkeiten gemeinsam überwunden. Inzwischen hatte sie das wunderbare Mädchen hochoffiziell adoptiert. Ungefähr zur selben Zeit hatte sie den Tierarzt Nate kennen gelernt. Er war der Vater der zehnjährigen Shauna, von der man allerdings oft den Eindruck hatte, sie sei mindestens schon dreißig. Zur Freude aller kamen die beiden Mädchen trotz ihres Altersunterschieds sehr gut miteinander aus und verbrachten fast jede freie Minute zusammen.
Niemand war mehr überrascht gewesen als Paula selbst, als sie sich in den charmanten Nate verliebt hatte. Eigentlich war sie bis dahin felsenfest überzeugt gewesen, dass dieses ganze Romantikzeug Humbug und vor allem nichts für sie war.
Paula lächelte, als sie an ihre Patchworkfamilie dachte. Dann runzelte sie allerdings die Stirn. Von oben war noch immer keine Antwort gekommen. Super. Wahrscheinlich hatten sie wieder Musik an. Nicht sehr begeistert beäugte sie die Treppe. Gestern hatte sie sich in einer schwachen Minute von ihrer Schwägerin Jaz zu einer Yogastunde überreden lassen. Bei dieser Gelegenheit hatte sie sie gebeten, doch heute nach Zelda zu sehen. Nachdem sie gehört hatte, was Zelda passiert war, hatte sie sich nur zu gern bereit erklärt, bei ihr vorbeizuschauen.
Aus diesem Grund fühlte sie sich heute, als hätte sie ein Lastwagen überfahren. Sie hatte Muskelkater an Stellen, wo sie gar nicht gewusst hatte, dass da Muskeln waren. Aber das würde sie Jaz heimzahlen. Ihr schwebte da ein Halbtagesritt vor. Dann würde es Jaz sein, die am nächsten Tag litt. Leider musste sie das auf die Zeit nach Jaz’ Niederkunft verschieben. Sie glaubte nicht, dass Jake es wohlwollend aufnehmen würde, wenn sie Jaz jetzt auf einen Ausritt entführte. So oder so musste sie jetzt wohl oder übel die Treppen in den ersten Stock erklimmen.
Leslie und Shauna wichen ertappt auseinander, als sie die Tür zum Kinderzimmer öffnete.
Paula warf den beiden einen prüfenden Blick zu. „Will ich wissen, weshalb ihr beide so schuldbewusst aus der Wäsche schaut?“
Unisono schüttelten die beiden den Kopf.
Paula beschloss, die Sache fürs Erste auf sich beruhen zu lassen. So, wie sie ihre Pappenheimer kannte, hatten sie wieder einmal ein Gerücht auf der Facebook-Seite von Independence breitgetreten. Vor allem Shauna hatte ein Faible für alles, was mit Journalismus zu tun hatte. Leslie übernahm die technische Seite und bearbeitete die Videos und Bilder, die sie dabei verwendeten.
Paula war sich allerdings nicht zu schade, das schlechte Gewissen der beiden für ihre Zwecke zu verwenden. „Wir besuchen Zelda. Die hatte gestern so etwas wie einen Unfall.“
Shauna spitzte die Ohren. „Unfall?“
Ohne auf die Frage einzugehen, fuhr Paula fort: „In zehn Minuten beim Auto, okay?“
Shauna und Leslie warfen sich einen geheimen, vieldeutigen Schwesternblick zu, den Paula gar nicht erst zu entziffern suchte. Sie musste schließlich nicht alles wissen.
„Okay“, antwortete Leslie.

Leseschnipsel Ava Innins (Millionaires Club Noah):

»Hör zu, Noah, ich habe über deine Worte nachgedacht und eigentlich spricht doch nichts dagegen, etwas Spaß miteinander zu haben. Das mit Finn ist vorbei und niemand muss jemals erfahren, dass du den Club-Code, oder wie euer interner Bro-Code auch immer heißen mag, gebrochen hast.« Sie rutschte auf seinem Schoß hin und her. Noah wusste nicht, ob aus Nervosität oder, um ihn erneut geil zu machen, doch wenn Reagan Letzteres beabsichtigt hatte, dann war sie damit erfolgreich. Sein verräterischer Schwanz zuckte begierig unter der Rundung ihres Hinterns. »Also? Noch immer gute Vorsätze?«, fragte sie und ihr Atem liebkoste sein Gesicht. Reagan legte ihre Hand an seine behaarte Wange und streichelte sie sanft.

»Die sind – aus unerfindlichen Gründen – wie weggeblasen«, raunte Noah ihr zu und ließ seine Lippen über ihren Hals gleiten.

Reagan lachte belustigt auf. »Nettes Wortspiel«, kommentierte sie seinen Spruch amüsiert. »Also sind wir uns einig? Wir haben einfach eine gute Zeit miteinander, wenn du in der Stadt bist?«

»Und wenn ich nicht in der Stadt bin?«

»Dann daten wir andere und haben mit denen Spaß. Es ist völlig harmlos und absolut unverbindlich. Nur Sex, mehr nicht!« Noah unterdrückte ein verärgertes Schnauben, denn an der ganzen Sache war rein gar nichts harmlos – jedenfalls nicht von seiner Seite aus und es würde niemals ›nur Sex‹ mit ihr sein. »Na, wie klingt das?«

»Ich muss drüber nachdenken«, murmelte er und schob sie von sich.

Reagan seufzte frustriert auf. »Worüber genau, Noah?«

»Über alles!«

Sie glitt erneut auf seinen Schoß, nahm sein Gesicht in ihre Hände und sah ihm fest in die Augen: »Du denkst zu viel! Du weißt, dass wir uns von Anfang an zueinander hingezogen fühlten und dieser Kuss in Vegas, der …« Sie verstummte, doch er wusste, was sie meinte. Dieser Kuss war wahnsinnig heiß gewesen.

»Und was, wenn du wieder mit Finn zusammenkommst?«

»Das passiert nicht!«, versicherte sie ihm.

»Du liebst ihn!«

»Ja, aber ich werde über ihn hinwegkommen. Noah, ich habe schon Schlimmeres als ein bisschen Liebeskummer durchgemacht. Ich brauche bloß Zeit und dann ist er vergessen und lediglich ein Typ auf der Liste meiner schlechten Entscheidungen.«

Er presste die Kiefer aufeinander. »Wer sagt, dass ich nicht auch eine deiner schlechten Entscheidungen bin?«, fragte er durch zusammengebissene Zähne hindurch.

»Wir werden verdammt guten Sex haben!«, prophezeite Reagan ihm. Sie schenkte ihm einen verführerischen Augenaufschlag und ein betörendes Lächeln. »Du wirst dich echt anstrengen müssen, damit daraus eine schlechte Entscheidung wird.«

Textschnipsel Emma Wagner:

Damit ihr die Szene einordnen könnt, kurz vorweg, worum es in „Wir. Für immer.“ geht:

Klappentext:
Eben noch war Sophies Welt nahezu perfekt, schließlich hat sie einen Heiratsantrag von ihrem langjährigen Freund erhalten. Doch dem Café, das sie zusammen mit ihrer Mutter betreibt, droht das Aus. Ein Investor muss her – der ebenso gutaussehende wie arrogante Noel.
Dann allerdings überschlagen sich die Ereignisse: Sophies Mutter erleidet einen Autounfall, und kurz darauf erfährt Sophie etwas, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.
Fassungslos will sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln machen und ausgerechnet Noel bietet ihr seine Hilfe an.
Gemeinsam stoßen sie auf eine dramatische Liebesgeschichte, die eng mit Sophies Schicksal verflochten ist.
Doch was sind Noels wahre Gründe dafür, Sophie zu begleiten?
Und wie sehen Sophies Gefühle ihm gegenüber wirklich aus?

„Wir. Für immer.“ ist der Folgeband zum Bestseller „Du. Für immer.“, voller Spannung, Drama und Romantik sowie gefühlvoll beschriebener Liebesszenen.
Jedoch sind beide Romane in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.

„Wir. Für immer.“ spielt abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit und begleitet so das Schicksal von Sophie und von Liana. Doch welches Geheimnis die beiden Frauen unwissentlich miteinander verbindet, verrate ich euch natürlich nicht 😉
Wie immer in meinen Romanen gibt es viel zu lachen, aber auch feuchte Augen und Herzschmerz.
Für die Lesung am Sonntag habe ich witzige Szenen der Gegenwartshandlung rund um Sophie gewählt, daher kommt im Gegensatz dazu hier nun für euch eine Stelle aus der Vergangenheitshandlung rund um Liana, nämlich die erste Begegnung mit Aren <3

Hier der #Textschnipsel:

Ein alter Transporter bog hinter ihr um die Kurve und näherte sich in gemächlichem Tempo. Eine kleine Staubwolke folgte ihm. Als er sie fast erreicht hatte, drückte sie sich mit ihrem Rad an den äußersten Rand der engen Landstraße, hielt an, und der Wagen rumpelte langsam an ihr vorbei.
Auf der offenen Ladefläche mit der heruntergelassenen Heckklappe saß eine Handvoll Menschen, darunter auch Kinder. Letztere hielten sich an der Umrandung der Ladefläche fest und jauchzten bei jedem Buckel, über den der Wagen holperte, und derer gab es zahlreiche auf der stellenweise unbefestigten Straße. Ein Mädchen mit schulterlangen, dunkelblonden Zöpfen winkte Liana. Sie nickte ihr lächelnd zu, ließ ihren Blick über die restlichen Gesichter schweifen, landete beim Träger eines beigefarbenen Hutes und … erstarrte.
Ein Augenpaar, dunkel und glühend, nahm sie gefangen. Sonderbar vertraut und fremd zugleich fesselte es sie. Der junge Mann sah sie unverwandt an, ein Blick, der ihr durch und durch ging. Sie war nicht in der Lage, sich zu lösen, erschauerte trotz der Hitze und die Zeit dehnte sich …
Eine halbe Ewigkeit stand sie da, mit angehaltenem Atem, dann drehte der Andere den Kopf weg und der Bann brach.
Als ob sie aus einem langen Schlaf erwachte, blinzelte Liana ins Sonnenlicht.
Jetzt erst merkte sie, dass es sich bei der Ewigkeit in Wahrheit höchstens um eine Minute gehandelt haben konnte. Der aufgewirbelte Staub ließ sie husten und ihre Augen tränen. Unwillkürlich kniff sie sie fest zusammen und bedeckte sie mit den Händen.
Als sie ihre Augen wieder öffnete, saß der Mann nicht mehr an seinem Platz, sondern bahnte sich vorsichtig einen Weg zwischen den Kindern hindurch zur Fahrerkabine, klopfte kurz aufs Dach und beugte sich dann zum offenen Seitenfenster vor, wohl um dem Fahrer etwas zuzurufen. Der Wagen wurde langsamer und noch bevor er ganz angehalten hatte, war der Mann bereits über die seitliche Begrenzung hinab auf den Weg gesprungen.
»He! Was soll der Blödsinn?«, tönte es von einem zweiten Mann auf der Ladefläche. »Wo willst du hin?«
Doch der Angesprochene reagierte nicht. Er schob sich stattdessen den Hut aus der Stirn und kam geradewegs auf Liana zu. Ein sonderbarer Schauder durchfuhr sie und sie schluckte hart.
Erneut klangen aufgebrachte Rufe von der Ladefläche herüber, doch sie war nicht in der Lage, auf die Worte zu achten, und auch der Hutträger vor ihr lächelte lediglich und kam immer näher, ohne sie dabei aus den Augen zu lassen.
Unter dem Hut fiel ihm schwarzbraunes Haar in wilden Wellen bis über die Schultern. Er war viel jünger, als sie im ersten Moment angenommen hatte und alles an ihm kam ihr vage bekannt und fremd zugleich vor: Sein feingezeichnetes Gesicht mit der gebrochenen Nase, seine langen, dunklen Wimpern, der geschmeidige Gang. Doch das Faszinierendste war sein Lächeln – warmherzig, leicht schief und irgendwie … wissend.
Ein Bild tauchte aus den Tiefen ihrer Erinnerung auf…
Doch das konnte nicht sein!
Oder?
Vom Wagen ertönte ein durchdringender Pfiff, aber weder Liana noch der junge Mann vor ihr sahen auf.
»He! Aren! Wir wollen weiter.«
Aren?
Also doch nicht.
Für einen Moment hatte sie gehofft, dass ein anderer Name fiele.
Nur noch ein paar Schritte und er würde so nahe sein, dass sie nur die Hand hätte ausstrecken müssen, um ihn berühren zu können.
Warum hatte er angehalten?
Was wollte er von ihr?
Und woher kam dieses sonderbare Kribbeln in ihrem Innern?
Angespannt hielt sie die Luft an.
Er zwinkerte ihr zu und …
… ging an ihr vorüber.
Perplex starrte sie vor sich, ohne sich zu rühren.
Dann blinzelte sie erneut, dieses Mal jedoch nicht des Staubes wegen, und atmete heftig aus. Eine sonderbare Enttäuschung drückte ihren Magen zusammen, dabei konnte sie nicht einmal sagen, warum sie überhaupt enttäuscht war oder was sie eigentlich erwartet hatte.
Doch sich jetzt umzudrehen, um nachzusehen, was der wahre Grund dafür war, dass er das Auto hatte anhalten lassen, würde ihrem peinlichen Verhalten die Krone aufsetzen, also holte sie tief Luft, schwang sich wieder in den Sattel und trat in die Pedale.
»Nicht so schnell«, erklang plötzlich hinter ihr eine Stimme, die sich auf ihre Seele legte wie dunkler Honig. Zum zweiten Mal an diesem Tag kreischten die Bremsen an Lianas Rad flehentlich auf.
Verwirrt blickte sie über ihre Schulter zurück.
Er stand dort und hielt ihr etwas hin – ein rotes Seidentuch.
Sie griff sich hektisch an den Kopf. Tatsächlich, ihres fehlte.
Was war nur mit ihr los? Wie konnte der Anblick dieses Menschen sie nur dermaßen gefangen nehmen, dass sie nicht einmal bemerkt hatte, wie ihr das Tuch ihrer Mutter vom Kopf gerutscht war?
Jetzt trat er auf sie zu und reichte es ihr, wortlos, aber immer noch mit diesem seltsamen Lächeln.
Verlegen nahm sie es entgegen und ihre Finger berührten sich, nur für einen sanften, flüchtigen Moment, der sich dennoch in Sirans Haut einbrannte.
Und während sie dieser Berührung noch nachspürte, war der Unbekannte schon wieder auf dem Weg zum Transporter, wo ihn ein Wortschwall unverständlicher, aber eindeutig verärgerter Worte empfing. Er ignorierte es und schwang sich elegant auf die offene Laderampe. Kaum hatte er sich an deren Rand niedergelassen, fuhr der Wagen an und mit herabbaumelnden Beinen, auf dem Gesicht immer noch dieses rätselhafte Lächeln, entfernte sich der Fremde langsam von ihr. Bald war er in der Staubwolke, die der davonrumpelnde Wagen hinter sich herzog, nicht mehr auszumachen.
Erst als er hinter der nächsten Kurve verschwunden war, fiel Liana ein, dass sie sich gar nicht bedankt hatte. Zum ersten Mal in ihrem Leben war ihr schlicht die Sprache weggeblieben und sie konnte sich den Grund dafür nicht erklären.
Sacht strich sie über die Stelle, an der seine Hand ihre Haut berührt hatte.

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