Schwerer Einstieg mit steilen Aufstieg

Schwerer Einstieg mit steilen Aufstieg

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Titel: Waldwandler 
Autor: Marie Mohn
Verlag; 
Erschienen:  0 1.12.2015
Format:   E Book
Seitenzahl: 214 Seiten
ISBN: B01697FH1Y

Preis:   2,99€
Teil einer Reihe:   Ja irgendwie schon. 
Aus der Reihe: 
Glücksbringer 01.10.2014

hier könnt ihr das Buch direkt bestellen


 

Klappentext:

Ein verbotenes Liebespaar im Kampf gegen Vorurteile und das Schicksal. Heleas Leben könnte einfach sein. Wenn sie ihre Augen vor Ungerechtigkeiten und Vorurteilen verschließen könnte. Wenn sie Hexenverbrennungen akzeptieren und das Waldvolk verachten könnte. Wenn die gestohlenen Momente mit Waldwandler Leon ihr nicht unablässig durch den Kopf spuken würden. Ein Kampf gegen Vorurteile, das Schicksal und um persönliches Glück beginnt. Altertümliche All Age Fantasy Romance zum Mitfiebern und Mitfühlen! Leseprobe Das Knacken eines Astes brach die Stille. Helea schrak hoch. Durch die Schneedecke gelang es kleinen Tieren keinesfalls, Äste zu zerbrechen – es musste ein Bär sein! Doch nicht: Bären trugen selten Lederbeutel über ihren Fellen. Sie zog die Brauen zusammen. War das …? Kopfschütteln vertrieb das Bild nicht. Es war fraglos ein Waldwandler. Obwohl der Kerl wohl noch nie einen Kamm gesehen hatte, wirkte er bei Weitem nicht so abstoßend, wie es immer hieß. Unter seinem Mantel blitzte blanke Haut hervor. Trug er nichts darunter? Sie blinzelte. Er funkelte sie aus dunklen Augen an. Einige Atemzüge setzte sie aus, nur um dann nach Luft zu schnappen. Warum wagte sie sich auch ständig an die sagenumwobenen Schattenwälder heran? Obwohl sie niemals einen Fuß hineinsetzte, war sie damit viel zu dicht an der Gefahr. Kurz war sie versucht, hinter ihren Felsen zurückzuweichen. Doch davon ließ sich ein Waldwandler bestimmt nicht abhalten. Sie zwang sich zur Ruhe. Einatmen, ausatmen. Wölfe griffen an, sobald sie Schwäche spürten und das Opfer flüchtete. Galt das auch für andere Waldbewohner? Er blieb am Waldrand stehen und lehnte, seine Arme lässig über der Brust gekreuzt, an einer Steineiche. Sehr bedrohlich wirkte er nicht – besonders, da ein breites Grinsen sein Gesicht überzog. Schwarz waren seine Zähne auch nicht. Abgesehen von seiner Größe, die ihre noch deutlich überschritt, und den wirr abstehenden dunklen Haaren, wirkte er menschlich. Unter seinen Lippen wuchs ein fingerbreiter Streifen eines Bartes, der wie bei einem Ziegenbock spitz zulief. Nun gab er seine Position auf und kam auf sie zu. »Bleib mir vom Leib!«, stieß sie hervor. Seine Miene verfinsterte sich schlagartig. »Sonst was?« »Sonst …« Sprachlos zuckte sie mit den Schultern. »Seit wann traut ihr Städter euch überhaupt zum Wald?« Ihre Augenbrauen schossen in die Höhe. »Seit wann«, konterte sie, »traut ihr euch heraus?« Sein Mundwinkel zuckte. »Dann falln wir eben beide aus der Reihe. Passt perfekt: Ich hab mir schon immer einen Kuss von einer schönen Städterin gewünscht!« Helea schnappte nach Luft. Hatte er das tatsächlich gesagt? Sie war fraglos feuerrot! Als ob sie- »Schenkst du mir einen?« Seine Stimme war rau und kehlig. »Ganz bestimmt nicht!« »Du wirst mir ohnehin verfalln, Widerstand ist zwecklos!« »Dein Versuch mich zu verführen auch!« Sie funkelte den unverschämten Kerl an, aber dieser gab sein Grinsen nicht auf. Bei solch hinterwäldlerischem Verhalten wunderte sie der Ruf der Waldwandler nicht mehr im Geringsten! Kopfschüttelnd wandte sie sich um. Besser ihm die kalte Schulter zu zeigen und sich an einen sicheren Ort zurück zuziehen, als sich von ihm provozieren zu lassen! Es kam ihr vor, als bohrten sich seine Blicke in ihren Rücken, doch sie wollte nicht unzufrieden sein, solange es bei diesen blieb. Hinweis Waldwandler spielt einige Jahrzehnte vor Glücksbringerin der Schattenwälder in derselben Welt. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. [Falls beide noch unbekannt sind, wird empfohlen, zuerst „Waldwandler“ zu lesen]. Geheimnisse werden auf beiden Wegen enthüllt, Überraschungen und Aha-Erlebnisse warten auf jene Leser, die beide Bücher genießen. In diesem Sinne: Viel Freude beim Lesen! Mehr Informationen & kostenlose Extras www.mariemohn.com https://www.facebook.com/Autorin.Marie.Mohn


 

Inhalt: 

Der Fantasy Roman „ Waldwandler“ von Marie Mohn geht es um zwei Völker, welche sind zerstritten haben und mitten drin befindet sich eine junge Liebe die nicht sein darf. 


 

Meinung:

Das Cover ist sehr schön gemacht. Es hat was sehr magisches und dennoch ist es sehr traurig wie die Person, welche man in der Mitte des Buches sehen kann, so alleine da steht. Sie breitet die Arme aus, als würde sie alles auf sich nehmen wollen und neuen offen sein. 

Der Einstieg ist mir sehr sehr schwer gefallen. Man hat sich in einer sehr unbekannten Situation wieder gefunden und hatte kaum die Möglichkeit sich erst mal zurecht zu finden, da es direkt mit der prickelten Begegnung von Leon, dem Waldwandler los ging. Aber nach den ersten paar Kapitel hat es sich gegeben und auch die Blickwinkel Veränderung hat dazu beigetragen, dass man sich dann doch noch zurecht gefunden hat.

Figuren:

Helea ist eine junge Frau, welche in einer Welt mit altertümlichen Ansichten lebt. Dennoch ist sie selbständig und verdient ihr eigenes Geld als Schneiderin. Was sie ein wenig unabhängig macht. Helea lernt man aus der Sicht der anderen Charaktere kennen und muss sich wie die selbst ein Bild machen. Ich habe sie als sture, selbstbewusste Frau mit sehr viel Eigensinn und Neugierde und Toleranz kennengelernt.

Ihre beste Freundin Senna ist die stille, eigentlich immer freundliche Person. Sie ist einer der Personen die in den Raum kommt und die Sonne geht auf. Sie ist schon sehr erwachsen und macht sich viele Gedanken um ihr Leben. Sie ist einer der Charakter welcher in einer Geschichte noch entwickelt, was bei Helea nicht so ist.

Zato ist ein typischer junger Mann vom Land. Er ist sehr bodenständig, sanftmütig, freundlich und stark. Im ist die Familie sehr wichtig und der Zusammenhalt. Sein gutes Aussehen top seine liebevolle Art noch. Man kann ich kurz beschreiben. Er ist der Traumschwiegersohn.

Leon der wilde, raubbeinige, direkte und auch unverschämte, Familienmensch. Er ärgert einen schon von Anfang an und ist so verboten, dass man ihn einfach haben will. Aber nicht nur das, man merkt sehr schnell, dass er sehr aufopferungsbereit ist und andere Bedürfnisse vor seine Stellt und Prioritäten hat. 

Als ich im Hauptteil war konnte ich das Buch nicht mehr beiseitelegen. Es war so Spannungsgeladen. Man hatte unterschiedliche Konflikte, ein noch unbekannter Angreifer, dann der Zwiespalt zwischen den beiden Völkern, die Hexenverfolgung und die Ressourcen Knappheit. Hinzu kommt dann noch die verbotene Liebe. Also man sieht es ist sehr viel los. Alles wird sehr zügig erzählt, dass man nicht unbedingt zum Verschnaufen kommt. 

Das Ende war für mich plötzlich und etwas Enttäuschend. Da plötzlich einen sehr großer Zeitsprung gemacht wurde und so einige Sachen einfach nicht geklärt werden konnten und in einem Art Epilog nur noch auf so ganz kleine Sachen eingegangen wurde, was für mich zu wenig war und mir zu viel Spekulationsfreiraum gegeben wird und zu viele Fragen offen bleiben. Außerdem findet fast nur noch ein Ausblick auf Helea und Leon statt und nicht so sehr auf die Gemeinschaft.
Das Ende war dennoch super traurig, denn die Autorin hat es geschafft echten Schmerz, Verzweiflung und Trauer zu transportieren und dies so echt, dass man es nicht besser machen hätte können. Danke. 

Schreibstil/ Form:

Es wird mal nicht aus mit einem Ich Erzähler gearbeitet. Es wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschrieben was einem einen sehr guten Überblick bietet und man auch vieles voraussehen kann und Spekulieren kann.
Der Satzbau ist sehr einfach gehalten mit einem kleinen Mittelalterlichen Tatsch, welche aber nicht durch die ganze Geschichte durchgezogen wird. 


 

Fazit:

Ich war von der Geschichte positiv überrascht auch, wenn sie hier und da noch ein bisschen Feinschliff bedarf. So ist mir die Fantasy Welt noch nicht so sehr ersichtlich und nicht sehr weit gefächert. Hingegen sind die Charaktere gelungen. Denn für mich ist ein Fantasyroman dann erst richtig gut, wenn man nicht nur den Protagonisten mitfiebern kann sondern besonders den Nebendarstellern und dies ist hier der Fall.
Ich werde auf jeden Fall den Folgeband Glücksbringer lesen. 


 

Bewertung: 
4  von  5 Wolken 

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