Tanja Meurer

Tanja Meurer

 

Wir hatten die Ehre die Autorin Tanja Meurer zu interviewen und möchten euch an diesem Interview teilhaben lassen. Wir bedanken uns bei ihr auch noch einmal, dass sich die Autorin die Zeit genommen hat und sich unseren Fragen zu stellt.


 

Bildquelle https://lysander1330.wordpress.com/
Bildquelle https://lysander1330.wordpress.com/

 

Hmmmm, wer bin ich … Die kurze Version lässt sich auf folgende Punkte zusammenfassen: Ich stamme aus Wiesbaden und bin nach 16 Jahren „Exil“ in Mainz auch wieder zurückgekehrt. Mein Hang zu Stadt und Architektur haben mich zurückgetrieben. Architektur ist eines der relevanten Stichworte. Architektur und Baugeschichte haben mich immer fasziniert und mitgerissen. Als gelernte Bauzeichnerin (nein, den Job mache ich seit 1996 schon nicht mehr), fällt es mir in meinen Romanen nie schwer, die Locations so zu beschreiben, dass der Leser in dem Moment auch genau an diesem Ort ist. Darüber hinaus wollte ich eigentlich Polizistin werden, was an meiner mangelnden Körperlänge gescheitert ist. Mit 1,62 m rockt Du gar nichts …

Ein paar Jahre lang war ich als Kraftfahrerin unterwegs, weswegen ich auch unbedingt „Schweiß und Blut“ schreiben wollte. Darin sind etliche Erfahrungen mit verarbeitet.

 


 

Welche Fehler entschuldigst du am ehesten?

Gute Frage … Zu spät kommen, vermute ich. Zu einer meiner wirklich unangenehmen Eigenschaften zählt, dass ich Fehler nicht so schnell vergesse. Menschen, die unaufrichtig sind, nicht in der Lage ihre Meinung zu sagen, kann ich ganz und gar nicht ausstehen. Diese Personen bekommen auch keine weitere Chance bei mir. Darin bin ich wirklich engstirnig.

Ebenso verstehe ich nicht, wie Personen sich vollkommen gehen lassen können und keine Selbstdisziplin haben, sich unterbuttern lassen, ohne sich zu wehren, etc. Sich in einer Opferrolle zu befinden und eigenständig, oder mit Hilfe raus zu kommen, ist bewundernswert, aber sich darin wohl zu fühlen und alle persönliche Inaktivität damit zu erklären … ne, geht einfach nicht.

 

Dein liebster Romanheld oder liebste Romanheldinnen?

Virgil Tibbs, der schwarze Polizist in dem Kriminalklassiker „In der Hitze der Nacht“ von John Ball:

 Mehr zu „In der Hitze der Nacht”(klick)

Tibbs, der in einem Südstaaten-Kaff strandet, gerät unfreiwillig in einen Kriminalfall. Sehr unwillig nimmt der ansässige Chief Gillesbie die Hilfe des farbigen Kriminalbeamten an. Aus den Spannungen zwischen Rassismus und der ständig in der Luft hängenden Lüge über das Örtchen, ergibt sich ein explosives, sehr menschliches Miteinander. Das Buch endet mit unausgesprochenem Respekt voreinander.

 

Dein Lieblingsheld /-innen in der Wirklichkeit?

Jeder, der sich für Menschenrechte einsetzt.

Knapp, nicht?

BücherTraum: Einfach, ab und an ist auch das Einfache was Gutes. 

 

Was ist für dich das vollkommene irdische Glück?

Helfen zu können und Erfolge in jeder Form.

 

Dein Lieblingsmusiker /-in?

Auch wenn die wenigsten Leser mit den Namen etwas anfangen können, aber ich höre fast ausschließlich Punk: Thanheiser, Alarmsignal, S.i.K., Tagtraum. Wenn nicht das, so bin ich Harcore-Fan der Band Chaostar; aber das trifft auch auf die vorgenannten Deutschpunk-Bands zu 😉

 

BücherTraum: Haben und mal die Band Thanheiser rausgesucht. Viel Spaß beim Reinhören.

 

Deine Lieblingsbeschäftigung?

Schreiben, zeichnen und lesen, ganz fraglos. Aber ich habe auch ein Faible für Geschichte, soll heißen ich kann mich Stunden in Museen aufhalten, Dokus schauen, geschichtsträchtige Städte durchlaufen, etc. Davon abgesehen ist mein Steckenpferd die Kriminalhistorik und natürlich Architekturgeschichte (irgendwie liegt das nah, wenn man Bauzeichner ist, oder?).

 

Deine Lieblingsschriftsteller /-in?

Da gibt es mehr als nur einen. John Ball natürlich, Joseph Hanson, Hermann Hesse, Friedrich Dürrenmatt, Matthias Blazek, etc.

 

Was verabscheust du am meisten?

Gesellschaftliche Konformität, die Vorstellung des Frauenbildes, die eine bestimmte, sehr rechts angesiedelte Partei vermitteln will, Verlogenheit, Rassismus … Politisch, ich weiß.

 

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Da gibt es nicht viel, vielleicht singen zu können.

 

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Als Achtjährige waren mir die Kinderkrimis der Drei ??? und Die fünf Freunde zu harmlos. Ich hatte da schon die Edgar Wallace-Krimis meiner Mutter für mich entdeckt. Also gab ich meinen Helden ein paar härtere Gegner. Die Dinger von damals fallen heute unter massives Schämen.

 

Was macht für dich ein gutes Buch aus? Was müsste es alles haben?

Handlung, realitätsbezogene Charaktere, Logik, Spannung.

 

Welches Genre liest du am liebsten?

Sachbücher, Horror, Krimi, Thriller, Fantasy, alles auch gerne mit schwulen und lesbischen Charakteren.

 

Dein Motto?

Alles geht, man muss es nur wollen.

 

Was du schon immer mal sagen wolltest?

Das wäre zu politisch und würde zu viel Raum einnehmen. Außerdem passt es nicht in den Rahmen der hier gestellten Fragen.

 

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Hoffentlich auf der Arbeit 😉

 


 

Zu deinen Werken:

 

 

Romane:

Glasseelen – Schattengrenzen I (Januar 2013, Bookshouse)

Der Rebell – Schattengrenzen II (August 2013, Bookshouse)

Rauhnacht – Ein Anabelle Talleyrand-Roman (November 2014, Weltenschmiede)

9mm – Schweiß und Blut (Dezember 2015, DeadSoft)

Die Seelenlosen – Die Stadt der Maschinenmagie I (März 2016, Incubus)

 

Anthologien:

Kurzgeschichten im Legendensänger (1997) (nicht mehr erhältlich)

Kurzgeschichte „Gypsy“ im Legendensänger 116. Machtlied (2001)

„Alt genug …!“ – Novelle “Zwielicht” (2005, Papiertiger Verlag) (vergriffen)

Kurzgeschichte „Der Todesengel“, XIMAG Magazin, Vindlicht Verlag (2005) (nicht mehr erhältlich)

„Buntes Herbstgeflüster“ – Kurzgeschichte „Nebelsang“ (2009, Ulrich Burger Verlag)

„Karfnukelfeuer“ – Kurzgeschichte „Drachentraum“ (2009, Ulrich Burger Verlag)

„Kalt glimmen die Sterne“ – Kurzgeschichte „Der Misanthrop“ (2009, Sphera-Verlag)

„Ley Lines“ – Kurzgeschichte „Raben“ (2011, Ulrich Burger Verlag)

„Aethergarn“ – Kurzgeschichte „Ruf der Sterne“, Steampunk-Chroniken, eBook/ Printausgabe (2011)

„Kreaturen der Nacht“ – Kurzgeschichte „Spuren im Schnee“ (2012, Freie Redaktion XUN)

„Die Köche II“ – Kurzgeschichte „Zucchinischlacht“ (2012, Ulrich Burger Verlag)

„Zusammen finden – Benefiz-Anthologie“ – Kurzgeschichte „Hunger“ (2015, Hrsg. Jana Walther)

„Love is Love –  Kurzgeschichten gegen Homophobie“ – Kurzgeschichte „Herbst“ (2015, Hrsg. Madison Clark)

„Maschinengeister“ – Novelle „Wärme mein Herz“ (2016, Steampunk-Chroniken)

 

Auf was können deine Leser, dieses Jahr noch hoffen?

„9mm – Verborgener Feind“, DeadSoft

„Mord ohne Leiche“, Weltenschmiede

„Der Rebell“ (Neuauflage) und „Jenseits der Hoffnung“, HomoLiterra

„Bruderliebe“, Anotlogiebeitrag für „Like a Dream“

Vielleicht noch ein paar andere Projekte, aber ich glaube nicht, dass meine Zeit dafür ausreicht

 

Event:

Leserunde zu „Die Seelenlosen“

BücherTraum: Also haltet die Augen auf.

 


 

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