[Adventskalender 2018] 16.12. Mein Weinachten Beitrag geschrieben von Katja Dederichs

Frohe Weihnachten …

48277813_298434107455265_6816649205159821312_n [Adventskalender 2018] 16.12. Mein Weinachten

Ich persönlich liebe Weihnachten und die Zeit davor, andererseits ist es aber auch mit Wehmut verbunden. Die Lichter in den Vorgärten oder in so manchem Fenster wärmen mir das Herz. Von dem Duft auf Weihnachtsmärkten kann ich förmlich nicht genug bekommen. Ich mag die Besinnlichkeit, die bereits mit der Adventszeit Einzug erhält. Seit Kindertagen, gehörte das Weihnachtsfest in das Wohnzimmer meiner Eltern. Dies ging bis ins Erwachsenenalter hinein, als ich schon selber Kinder hatte. Heiligabend gehörte in das Wohnzimmer von Oma und Opa.

Feierlich dekoriert, die Fenster mit Lichtern geschmückt, der Baum in ein güldenes Gewand gekleidet und die Plätzchen frisch aus dem Ofen geholt – das war Weihnachten. Die Familie saß beisammen, die Kinder freuten sich an ihren Geschenken. Leider habe ich das Ausmaß dieser Bedeutung erst verstanden, als das erste Weihnachten kam, an dies nicht mehr in das Wohnzimmer meiner Eltern gehörte. Versteht mich nicht falsch, ich habe es stets geliebt die Zeit mit meiner Familie zu verbringen, intensive Gespräche zu führen und nach kölscher Art Kartoffelsalat und Würstchen an Heiligabend zu essen. Wie viel mir aber tatsächlich an dieser Begebenheit lag, sollte ich erst lernen, als meine Mutter starb. So zog das Weihnachtsfest 2010 erstmals in mein eigenes Wohnzimmer. Ich richtete alles her, schmückte und dekorierte jeden Winkel unsere Wohnung und doch was Heiligabend nicht dasselbe. Natürlich vermisst man Menschen, die nicht mehr unter uns sein können zu jeder Jahreszeit, aber an Weihnachten vielleicht noch mal ein wenig mehr. Und genau darum, freut euch an jedem Menschen der Heiligabend bei euch sein kann. Die Bären auf dem nachfolgenden Foto, sind für mich und meine Kinder etwas ganz Besonderes. Sie gehörten meiner Mutter und wirkten auf meine Kinder wie ein anziehender Magnet. Wann immer wir über die Weihnachtszeit hinweg zu meinen Eltern fuhren, mussten mindestens zwei dreimal die Bären zum Spielen gebracht werden. Heute sitzen die beiden lustigen Kameraden bei mir und auch heute noch ist es für uns ein Highlight, wenn sie ihren Platz auf dem Regal zurückerobern.

Mir ist bewusst, dass unsere Gesellschaft sich verändert und vieles einer Farce anmutet. Das gewisse gut gemeinte Ratschläge wie Floskeln wirken und nur noch mit einem müden Lächeln abgegolten werden. Besinnt euch, nehmt Weihnachten als das besondere Fest wahr, was ist in der Kindheit für den einen oder anderen bedeutete. Und wenn es euch möglich ist, tragt ein bisschen von diesem Gefühl über das gesamte Jahr mit euch mit. Nehmt euch Zeit für die Menschen die euch wertvoll sind, setzt euch zusammen, erzählt und plaudert miteinander, trinkt Kaffee … Zu schnell und zu oft sind Ausreden erfunden, Stress vorgeschoben und Ausflüchte gesucht. Lass es nicht soweit kommen. Eine Stunde in der Woche hat jeder Zeit!

Ich wünsche euch allen Zeit, liebe Menschen an der Seite und Frohe Weihnachten.

Katja Dederichs

©
Bild: Katja Dederichs
Banner: Pixabay/Gimp//Svenja Glaser

 

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