Aus dem Leben eines Autors – Jaunuar – Katja Dederichs Beitrag wurde vom Autor geschrieben

Abschied nehmen …


Nicht mehr lange und Band 2 von meinen Seifenblasen wird fertig geschrieben sein. Damit ist die Geschichte zu Ende erzählt. Es heißt dann Abschied nehmen.
Annähernd zwei Jahre arbeitete ich mit den Protagonisten dieser Geschichte (fast täglich) zusammen. Zu Beginn waren sie noch erdachte Figuren, deren Weg noch nicht ganz klar war. Ich hatte kaum ein Bild von ihnen, selbst die Optik war nicht ganz klar. Aber mit der Zeit bekamen sie immer mehr Charakter, ein Gesicht, wurden eigenständig und erkennbar. Manches Mal änderte sich der Verlauf der Story förmlich von allein. Es waren die Protagonisten, die das Ruder übernommen hatten. Sie zeigten ganz klar, welche Richtung jetzt eingeschlagen werden soll. So passiert es manchmal, das Geschichten sich ein Stück weit alleine tragen und fast von alleine schreiben. Als Autor erlebe ich die Abenteuer gemeinsam mit den Protagonisten und werde hin und wieder davon überrascht, wohin die Reise uns geführt hat. Tja, nun geht es wie erklärt auf das Ende zu und mit dem zweiten Band ist diese Geschichte vollkommen zu Ende erzählt. Liebgewonnen habe ich sie beinahe alle. Und ich schließe dieses Projekt mit einem weinenden und einem lachenden Auge.


Die Charaktere werden über die Dauer der Zeit hinweg immer vertrauter und manchmal sogar Freunde. Und wenn ich in den nächsten 14 Tage das letzte Kapitel endgültig schließe, wird es eine Leere mit sich bringen. Ein paar Tage wird es dauern, bis ich mich auf ein neues Projekt konzentrieren kann. Man ersetzt Freunde nicht mal ebenso.1f60a Aus dem Leben eines Autors – Jaunuar – Katja Dederichs Im besten Fall bin ich mit meiner Geschichte verwoben und verbunden, nur dann kann ich als Autor sie wirklich lieben. Und nur dann, kann ich sie auf die Menschen loslassen und absolut hinter diesem Projekt stehen.


Und während ich diesen kleinen Artikel schreibe, wird mir bei dem Gedanken schon wieder schwer ums Herz.
Das Leben ist einem Buch gar nicht mal so unähnlich. So wie wir in einem Buch die letzte Seite irgendwann zuschlagen, so gilt dies auch für das Leben. Abschied nehmen …

©
Banner: Pixabay/Gimp//Svenja Glaser

 

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