Aus dem Leben eines Autors – November – Angela Bugno Beitrag wurde vom Autor geschrieben

Ein Song, der mich nicht mehr loslässt:

Ein Bild, das mir den Atem raubt:

45612426_302717500332077_9204886162605342720_n Aus dem Leben eines Autors – November – Angela Bugno

Worte, deren Bedeutungen sich in mein Gedächtnis brennen:

From Dusk Till Dawn.

 

Alles auf dieser Welt kann mich zu einer Romanidee inspirieren, und wenn das eintrifft, bin ich nicht mehr aus dieser Welt. Ich bin weit weg und laufe mit Eleni durch Florida und versuche dem Schatten zu entkommen, der uns verfolgt. Ich versuche meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen, die über mich schlagartig hereingebrochen ist, und verstecke mich mit Leya vor den Nachtkindern.

Alles, ja wirklich alles, eignet sich als Inspirationsquelle für meine Geschichten. So geht es jedem anderen Autor und jeder anderen Autorin. Manchmal aber sitzt man vor einem weißen Blatt Papier und bringt nichts zustande. Egal wie sehr man sich anstrengt, es läuft einfach nicht. Im Hinterkopf spuken unsere Leser, die mehr von uns lesen wollen und wir wollen mehr liefern, doch die sogenannte Schreibblockade hält uns im Griff. Egal was der Grund für diese ist, sie ist da und sie lässt uns nicht mehr los. Uns? Ja, uns. Ich bin nicht alleine, so ergeht es einigen Autoren.

Wenn das eintrifft, versuche ich mich für ein paar Tage von meiner Story zu lösen. Und dann scrolle ich durch Facebook und sehe Walter Moers neuesten Beitrag. Er verkündigt, dass 2019 die langersehnte Fortsetzung eines seiner Romane erscheint. Ich freue mich für die Leser, dass sie endlich weiterlesen dürfen, aber vor allem freue ich mich für den Autor. Die harte Arbeit wird endlich belohnt.

Doch dann lese ich den ersten Kommentar und mir gefriert das Blut in den Adern. Ich versuche nicht in Panik zu verfallen, als ich ihn lese: „Seufz. Und wo bleibt die Fortsetzung zum Labyrinth?“ Ich lese Vorwurf heraus und kann mir sehr gut vorstellen, wie enttäuscht der Leser ist, schließlich muss er seit einer gefühlten Ewigkeit auf die Fortsetzung warten. Da ich aber selbst Autorin bin, erahne ich, dass diese Worte nicht nur mich treffen, sondern auch Walter Moers.

Wir Autoren wollen unsere Leser nicht warten lassen. Walter Moers will es bestimmt auch nicht. Und doch geschieht es, dass Monate – wenn nicht gar Jahre – ins Land ziehen, bis ein Roman vom Rohgestein zum Diamanten wird. Jeder Autor steckt Schweiß und Herzblut in seine Geschichten, bei einigen dauert es länger, als bei anderen. Da können noch so viele Inspirationsquellen um einen herum schwirren. Gute Arbeit braucht Zeit. Gute Geschichten brauchen Zeit. Wie Wein, wenn er reift.

Was hilft gegen Schreibblockaden? Mir persönlich helfen die Motivation meines Schreibbuddys und der Austausch mit meinen Lesern, allen voran meinen Blogger Mädels. Dann sitze ich vor einem weißen Blatt Papier und ich schalte die Musik ein, genieße die Melodie, jede einzelne Strophe und spinne in meinem Kopf eine Geschichte zurecht. Aber ich weiß, meine Geschichte braucht Zeit. Ich weiß nicht wie viel Zeit vergehen wird, aber ich weiß, dass wir Autoren auf eine Tugend besonders angewiesen sind: Auf die Geduld unserer Leser. Geduld ist anstrengend, nervenaufreibend und nichts für Memmen. Und all jene, die mit uns geduldig sind, uns unterstützen, denen können wir nicht oft genug D a n k e sagen.

Vielleicht aber ist dieser Beitrag eine Chance, danke zu sagen. Danke für all die Geduld und das Mitfiebern. Wir Autoren sind euch unendlich dankbar. Unsere Figuren und letztendlich genauso unsere Geschichten.

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