Autorenvorstellung Celeste Ealain

Autorenvorstellung Celeste Ealain

Heute stellen wir euch die Autorin Celeste Ealain vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

 

Zu deiner Person:

22685050_783139735220190_632933092_n-632x949 Autorenvorstellung Celeste Ealain

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Mein Name ist Celeste Ealain. Ich bin Künstlerin aus Wien, die sich durch ihr Studium an

verschiedenen Branchen versucht, leidenschaftlich gerne die Welt bereist und ihre

To-Do-Liste an Abenteuern nach und nach abarbeitet.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Tausendsassa, schrill, verrückt.

Welches Sternzeichen bist du?

Waage

Welchen Fehler entschuldigst du am ehesten?

Ungeduld

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Die Menschen, die nach Umweltkatastrophen (Ölteppiche etc.) sich ein Herz nehmen, um Tiere zu retten. Oder Ärzte ohne Grenzen, die Menschen auf aller Welt helfen, wo sie es selbst nicht schaffen und dadurch in deren kleine Welt ein Wunder kreieren.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Hab ich keinen Mir gefallen so viele Lieder, Bänds, SängerInnen.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Die wechseln ständig. Mal sind es Rätsel, die ich löse, Bücher die ich lese, dann male oder schreibe ich. Ich plane und organisiere unheimlich gerne.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Wie wäre es anders zu erwarten bei meinem Namen: natürlich himmelblau/türkis. Diese Farbe

findet sich nicht nur auf den meisten meiner Covern sondern auch in und auf meinem Auto und der Wohnungseinrichtung

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Habe ich keinen. Grundsätzlich habe ich früher Stephen King und John Grisham verschlungen. Nun ist es aber bunt gemischt.

Was verabscheust du am meisten?

Ignoriert oder gedemütigt zu werden.

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Menschen besser einschätzen und verstehen können.

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Seit meinem 11. Lebensjahr habe ich Tagfantasien und ich wollte mir einmal im Leben

den Traum erfüllen, ein Buch zu schreiben und es als Taschenbuch in den Händen zu halten.

Da das erste Buch aber so ein Erfolg war, bin ich bei dieser Leidenschaft hängen geblieben. Ich habe so viele tolle Menschen – LeserInnen, Bloggerinnen, KünstlerInnen, etc.– dadurch kennengelernt und Freunde hinzu gewonnen.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Die ersten zehn Seiten müssen mich fesseln, sonst ist das Buch weg. Und das Verhalten und die Entwicklung der Charaktere müssen nachvollziehbar sein. Am schönsten wäre es natürlich, wenn der Plot nicht nachvollziehbar ist und den Leser in eine andere Welt entführt, an die er sich auch nach dem Schließen des Buches gerne zurück erinnert.

Wo liest du am liebsten?

In meinem Hängesessel

Hast du ein Lebensmotto?

Mit der richtigen Einstellung ist alles zu schaffen.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Christine Nöstlinger Bücher.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Guillermo del Toro’s The Straint. Vor allem Band 1!

Hast du ein Lieblingsbuch?

Ein Lieblingsbuch nicht, aber ‚The Green Mile’ hat mich in meiner Jugend am meisten

beeindruckt und kein Buch ist jemals so in Erinnerung geblieben, wie dieses.

Wobei mein erstes schwieriges Buch ‚Shogun’ mich auch sehr fasziniert hat. Meine Tante meinte damals, ich sei viel zu jung dafür, um es zu lesen. Man lernt Stück für Stück sehr viel über die japanische Kultur und ein paar Wörter der Sprache. Doch gerade weil sie es mir nicht zugetraut hatte, musste ich es lesen und verstehen.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Nein. Wenn man in die Story gezogen wird, gibt es kein Entrinnen. Egal wann, egal wo. 😀

Wie sieht dein Alltag aus?

Ich bin selbstständig, bin jedoch auch in der Stadt Wien angestellt. Dort bin ich

meist 50 Stunden die Woche tätig. Dreimal die Woche ist Sport im Gym, im Freien oder auf einem Platz (Badminton, Tennis etc.) angesagt. Abends oder am Wochenende wird geschrieben und meinen Hobbys nachgegangen. Ich bin die letzten Jahre unter die Autotuner gegangen und versuche jedes Jahr mein Auto weiter zu verändern. Daher sind im Sommer auch viele Spritztouren gang und gäbe. Dieses Jahr war sogar die Modball von London bis nach Ibiza dabei.

Abends ist am Wochenende manchmal Tanzen oder Karaoke mit Freunden angesagt. Ich faulenze aber auch gerne mit Kinoabend zu Hause. Dann zelebriere ich es mit Popcorn und einem guten Süßwein.

Was bringt dich zum lachen?

Ich bekomme regelmäßig Lachanfälle, die nur schwer wieder unter Kontrolle zu bringen sind. Es gibt aber kein Kochrezept dafür. Ich albere aber gerne rum und nehme mich auch selbst nicht all zu ernst. Daher gibt es immer was zu lachen.

Welches Hobbie hast du?

Reisen, Schreiben, Malen, Singen, Tanzen, Rollerbladen, Badminton, Tauchen, Schwimmen, Schnorcheln, Rätsel machen, Sport, Basteln, Handwerken, Designen, Organisieren von Projekten, Einrichten von Wohnungen, Gestalten von Gärten, …

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Ehrgeizig, unnachgiebig aber hoffentlich geduldiger. Und vielleicht hab ich bis dahin gelernt, auch mal kürzer zu treten oder ‚Nein’ zu sagen. Ich werde gewiss viele Abenteuer erlebt, mehr Länder bereist und hoffentlich eine große Fangemeinde unter den LeserInnen dazu gewonnen haben. Haltet mich also bitte im Gedächtnis 😉

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Danke an das Schicksal, das mir so viele Wege ermöglicht hat und mich durch Höhen, Tiefen, das Treffen ganz besonderer Menschen und Erfahrungsgewinn zu dem Menschen geformt hat, der ich heute bin. Ich möchte nichts missen und bereue auch nichts.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Aufmerksamkeit

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Fantasy

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Psychothriller, Krimi

Mein Lieblingsgetränk ist…

Mintanine

Mein liebstes Liebeslied ist…

It can’t rain all the time, Jane Siberry (Soundtrack The Crow)

Ich grusel mich vor…

Horrorbahn/Horrorkabinett und Co. in Actionparks oder Jahrmärkten.

Wenn ich ein Geist wäre,…

würde ich die Menschen begleiten, die mir am Herzen liegen und sie beschützen und ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht allein sind.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

eine Heroin, die kämpfen kann, hyper-intelligent ist, unwiderstehlich aussieht und absolut sympathisch auf andere wirkt 😀

Beim schreiben esse ich….

oft Nüsse.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Die Storys überlege ich mir nicht. Sie sind von einer Sekunde zur anderen plötzlich da und lassen mir keine Ruhe mehr, bis ich zumindest den Plot als Storyboard festgehalten habe. Dann können Monate vergehen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich ihn umsetzen kann.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Zwischen 4 und 8 Monate

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Internet und Interviews

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Ich habe keinen Schreibtisch und schreibe mit dem Laptop überall. Es muss nur absolut ruhig sein, um mich konzentrieren zu können. Also keine Musik, kein Fernsehen und keine Baustelle

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Es geht darum sich Ziele zu setzen. Dies durch einen mittelfristigen Zeitplan, der sich von ein paar Monaten, in Wochen und Tage gliedert. Je nachdem wie das Wochenziel ist, werden einerseits Kapitel geschrieben, beim anderen Buch Korrekturen vorgenommen, parallel Emails gecheckt, der Blog, die Homepage gewartet, ein Zeitplan für Marketingaktivitäten (Gewinnspiel, Buchverlosungen, Leserunden, Veröffentlichung, Buchmessen etc.) aufgestellt und für das nächste Werk recherchiert. Es wird Kontakt aufgenommen mit Graphikern, Termine gemacht, mit Dienstleistern für den Druck und die Preise Online angepasst, Blogger kontaktiert, Anfragen und Fragebögen bearbeitet, Betaleser, Korrektorat ausgewählt. Nicht zu vergessen ständig hinterher zu jagen, damit niemand vergisst, seinen Teil des Gesamtprozesses einzuhalten. Sich weiterbilden, die eigenen Mängel beim Schreiben erkennen und daran feilen etc. Und so werde njeden Tag die Aufgaben so erfüllt, dass die Meilensteine und Ziele eingehalten werden.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich arbeite mit Facebook, Twitter, einem Blog und einer Homepage. Am ehesten wird man jedoch über Blogger und Rezensionen von den LeserInnen wahrgenommen. Daher sind Leseplattformen wie Lovelybooks oder Bookrix so wichtig. Bei der Masse an Konkurrenz ist auch wichtig, dass den LeserInnen bewusst ist, wie groß ihr Einfluss ist, um einen Autoren zu unterstützen. Leider auch um ihn zu schaden, daher sollte man Kritik äußern dürfen, aber niemanden damit zerstören oder belasten wollen 😉

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Meine Bücher sind zu 100% schon zu Beginn mit einem Konzept inkl. der einzelnen Kapitel, dem Spannungsbogen und der Länge fixiert. Dennoch kommt es immer vor, dass die Charaktere ein Eigenleben entwickeln, sodass es als AutorIn, je mehr Seiten man von dem Buch geschrieben hat, nicht mehr möglich ist, den ursprünglichen Weg einzuhalten. Daher muss ich schweren Herzens manchmal meinen Protagonisten Recht geben und die Kapitel geringfügig anpassen. Zu 90% bleiben sie aber wie geplant.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Mein Favorit ist ‚Werde sichtbar’. Hier habe ich aus Männersicht geschrieben, was eine sehr große Herausforderung war. Zudem war es mir wichtig, dass der Leser/die Leserin den Protagonisten zu Beginn der Story verabscheut und erst durch die Story erfährt, wie er zu dem Menschen wurde, der er heute ist. Noch dazu lasse ich die Leserin/den Leser darüber nachdenken, welchen Einfluss sie selbst durch ihr Handeln im Leben anderer Menschen haben und welche positiven oder negativen Fußabdrücke sie hinterlassen. Zumindest habe ich sehr viel positives Feedback erhalten, dass dies gelungen ist und das Buch Gänsehaut mit den letzten Sätzen erzeugt und noch lange nachwirkt.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung heraus, ohne zu spoilern?

Das ist wirklich eine Kunst für sich. Ich muss lange überlegen, welche Szenen meine Lieblingszenen sind und wie ich sie hintereinander lesen kann, sodass der Zuhörer/die Zuhörerin noch den Zusammenhang versteht. Zusätzlich muss ich einen Cliffhanger wählen, damit der Leser neugierig wird, wie die Story weiter geht. Dann muss ich die Szenen laut vorlesen und die Zeit stoppen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie lange ich brauche. Meist muss ich mich selbst zügeln nicht zu rasen und bewusst Kommata beim Sprechen zu setzen, um den Szenen mehr Wirkung zu verleihen.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ja, in jedem Buch gibt es Charaktere, die einem besonders ans Herz wachsen. Ich muss aber zugeben, dass es mir am meisten Spaß macht, Bösewichte und Ekelpakete zu schreiben. Keine Ahnung warum, aber bei Ihnen gibt es weniger Regeln und man kann tun und lassen, was im realen Leben nicht möglich ist. Daher gibt es auch immer Antigonisten, die mir nahe stehen.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Nein, zumindest nicht bewusst. Wobei ich sicher bin, dass in vielen meiner Hauptcharaktere teilweise meine Gefühle und Erlebnisse verarbeitet werden.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Immer. Vor allem Ticks und Eigenheiten versuche ich von jeglichen Personen, egal ob Bekannte oder Fremde zu inhalieren, um jene, die für mich außergewöhnlich sind zu filtern und in meine Charaktere einfließen zu lassen, um sie so authentischer zu gestalten.

Hast du eine Lieblingsszene?

Oh ja, in jedem Buch gibt es so etwas. Spontan fällt mir die Szene in ‚Ich bin … das Ende’ zwischen Edrian und Silena ein, als er ihr OBs mitbringt und sie keine Ahnung hat, was sie damit anfangen soll und Edrian völlig überfordert ist, ihr das zu erklären. Da war ich schon sehr fies zu dem armen Kerl. Ich habe mich köstlich dabei amüsiert und ich hoffe, die Leserinnen ebenso.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Lustiger Weise habe ich ab und zu Charaktere aus Filmen dabei im Kopf, da ich ein sehr visuell geprägter Mensch bin. So ist zum Beispiel Magnus aus meiner ISAY Trilogie ‚Loki’ aus dem Film Thor sehr nachempfunden.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Ich bringe Mitte November Teil 3 meiner ISAY-Saga heraus. Daher bin ich hier gerade in der Korrekturphase. Parallel schreibe ich an ‚Hart erkämpfte Sehnsucht’. Eigentlich ist es hier Premiere, dass ich das erzähle. Ich habe noch keine Info darüber in meinen Blog etc. erwähnt, da ich immer mit schlechtem Karma rechne, über etwas vorab zu sprechen, was noch nicht fertig ist. Ich hoffe, es im März veröffentlichen zu können. Derzeit ist ca. ein Drittel geschrieben.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Nein, zum Glück nicht. Da ich das Konzept so akribisch vorab skizziere, kann ich mich immer daran festhalten. Ich habe eher das Problem mit meinen Selbstzweifeln, ob der Plot unvorhersehbar genug ist, ob die Leserin/der Leser überrascht sein wird, ob die Story unterhalten wird oder ob das Buch schlechter ankommen wird, als die anderen etc. Die Angst und der Druck sind doch zwischendurch spürbar.

Wann und wo schreibst du?

Das ist unterschiedlich. Aber zumeist abends oder am Wochenende. Ort: wie gesagt überall.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Zuerst habe ich ein Storyboard der kompletten Idee. Das können zwischen 14 und 30 A4 Seiten sein. Dann stelle ich die Personencharaktere zusammen, um mich in sie hinein zu fühlen. Anschließend folgt das Konzept, dass jedes Kapitel, die teilnehmenden Charaktere, den Spannungsbogen und die Länge festhält. Dann wird drauf los geschrieben. Danach lese ich jedes geschriebene Kapitel 2x, am nächsten Tag ein drittes Mal und feile daran. Dann schreibe ich weiter. Nach 10 Kapiteln, lese ich die 10 durch, feile an ihnen, ergänze, wo ich das Gefühl habe, die Sinne werden nicht ausreichend angesprochen. Danach überarbeite ich sie mit Papyrus Autor. Dann geht es weiter mit den nächsten 10 Kapiteln.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Ich denke mir, dass ist sehr unterschiedlich. Ich habe beim ersten Buch drauf los geschrieben, bis ich an meiner Methode erkannt habe, dass Projektmanagement mit Brainstorming und Stichworten nicht die richtigen Instrument zum Schreiben sind. Meine Erfahrungen aus meinen Jobs haben mir da nicht weiter geholfen. Ich bin es völlig verkehrt angegangen. Dann habe ich mir zwei Bücher zum Thema Schreiben gekauft und mich näher damit beschäftigt. Parallel habe ich mir über Bücherplattformen Leser und Autoren herausgesucht, angeschrieben und Fragen gestellt. Ich habe sehr viel dabei gelernt und wachse nun mit jedem meiner Werke.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Autor zu sein bedeutet absolute Freiheit. Es ist so eine kreative Arbeit, die einen beflügelt, stolz macht und man leidenschaftlich darin aufgehen kann. Was schwierig ist – wie in meinem Fall – dass man nach privaten Tiefs die Zeit und Passion nicht findet zu schreiben und viele LeserInnen enttäuscht und verliert. Der Druck und die Zweifel sind dann groß, ob man am alten Erfolg wieder anknüpfen kann und die Kunst nicht verlernt hat. Man möchte gesehen werden, mit den Storys Freude bereiten, weil man sich ja selbst mit den Charakteren verbunden fühlt und über ihr Gefallen bei der Leserwelt stolz ist.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Für mich persönlich ist die Story viel wichtiger. Ich spreche die Zielgruppe an, die nicht abends berieselt werden will, sondern jene, die in eine andere Welt abtauchen will, Abenteuer miterleben möchte und am Ende sagt ‚Wow! Damit hätte ich nicht gerechnet! Das war unglaublich!’ Denn meiner Meinung nach kann man es mit Protagonisten nie richtig machen. Es wird immer LeserInnen geben, die sie unauthentisch, naiv oder uninteressant finden. Das liegt daran, dass wir selbst so individuell sind und uns durch den Megatrend der Individualisierung auch von der breiten Masse abheben wollen. Daher ist es uns so wichtig, uns zwar mit anderen zu identifizieren, jedoch gleichzeitig die Unterschiede, anderen Verhaltensweisen und Denkmuster hervorzuheben. Da sie wissen, es sind fiktive Personen, kommt Kritik leichter zustande, weil sie sie mit sich selbst vergleichen und denken, ‚so kann keiner wirklich reagieren’. Zumindest ist es recht häufig so. Daher muss die Story so gut sein, dass man über die Schwächen von Charakteren leichter hinwegsehen kann.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ja. Ich habe es über das Lektorin erfahren. Sie war diejenige, die mich beim Verlag persönlich empfohlen hat und als ich es erfahren habe, war ich geschockt und glücklich zugleich. Ich hätte mir das nie zugetraut, wollte es aber immer versucht haben. Ich habe noch nie zur Sorte gehört, die aufgibt oder sich darauf ausruht, etwas nicht zu können. Lernen kann man alles, wenn man nur will und nicht zweifelt.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Das war nur beim ersten Buch der Fall. Dann musste ich mir eingestehen, dass meine Verkäufe über Onlineshops zielführender sind und daher meine Bücher nur selten in Buchläden zu finden sein werden.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby?

Da ich keine Kinder habe, kann ich diesen Vergleich nicht anstellen. Dennoch wage ich zu behaupten, dass es völlig anders ist. Wenn ein Baby zur Welt kommt, hat man noch nicht den Druck, ob es gut in der Schule sein wird, einen tollen Job ergattert, gut verdient und mega glücklich werden wird.

Wer darf als erstes dein Manuskript testlesen?

Das ist unterschiedlich. Je nachdem, welche/r BetaleserIn gerade Zeit hat. Meist ist auch meine Mutter diejenige, die nicht länger warten kann

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

12 (zwei davon Kurzgeschichten)

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ausschließlich

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Sie haben mich belächelt, dann den Kopf geschüttelt. Nun ist es so, dass viele stolz auf mich sind, andere mich aber auch mit großen Augen ansehen, da sie doch tatsächlich glauben, alles in meinen Büchern habe ich live selbst erlebt :D.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Im Jahr 2011.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Da gibt es zu viele

Aber folgendes möchte ich zitieren:

Was ich dir damit sagen will, ist, dass es nicht zählt, WAS du bist oder welche Aufgabe oder Bestimmung dir dein Erschaffer oder die Natur auferlegt hat. Es gibt nur eines, was wichtig ist: WER willst du sein, und was willst du in dieser Welt hinterlassen?

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