Quaselwolke: Autorin Gabriel Krämer

Heute stellen wir euch die Autorin Gabriel Krämer vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Chaotisch, humorvoll, abenteuerlustig

Welches Sternzeichen bist du?

Wassermann.

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Tollpatschigkeit.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Das ist schwer. Ich denke, John of Waringham, weil er auch Ecken und Kanten hat.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Als Junge war es Claudio Pizarro. Heutzutage halte ich Menschen für Helden, die das Richtige über das eigene Wohl gestellt haben. Märtyrer wie William Wallace oder auch Jesus von Nazareth sind in irgendeiner Form Vorbilder für Menschen.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Ganz schwierig, da gibt es so viele. Rise Against, The Fray, R.E.M., Billy Talent, SDP … Ich könnte unendlich weiter aufzählen. 🙂

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Natürlich das Schreiben. Außerdem reise ich sehr gerne, spiele Fußball oder betreibe Outdoorsport.

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Rebecca Gablé

Was verabscheust du am meisten?

Gewalt.

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?


Ich hätte gerne mehrere Mägen, wie Alf.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Kunst gehörte für mich und meine Familie schon immer dazu. Also habe ich einfach drauflosgeschrieben, als ich eine Geschichte im Kopf hatte – Dass daraus tatsächlich ein Roman wird, den andere lesen, habe ich aber nicht erwartet.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Authentizität und große Charaktere.

Wo liest du am liebsten?

Im Bett.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Mein erstes richtiges Buch war „Die unendliche Geschichte“. Aber ich habe schon relativ früh Bücher gelesen, die nicht unbedingt für mein Alter bestimmt waren, z.B. mit elf Jahren „Die Säulen der Erde“ und „Das Lächeln der Fortuna“.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

„Wunder“ von Raquel J. Palacio

Hast du ein Lieblingsbuch?

Siehe oben. 😉

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Auf das Schriftsteller-Dasein bezogen – Nein. Ich zumindest nicht. Ich grüble jederzeit über meine aktuellen Projekte und lasse mich vom Alltag inspirieren, wenn ich nicht gerade auch am Schreiben bin.

Wie sieht dein Alltag aus?

Tagsüber sitze ich meistens im Büro, abends stehe ich auf dem Fußballplatz. Die Lücken dazwischen fülle ich mit dem Schreiben, Schlafen oder eben anderem Sport.

Was bringt dich zum lachen?

Eigentlich fast alles. Ich bin was Humor angeht nicht besonders anspruchsvoll.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Auf Weltreise. 😛

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Wer das liest ist doof.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Kuchen und Musik.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Gegenwartsliteratur oder historische Romane.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Romantik.

Mein Lieblingsgetränk ist…

Weizen und Bionade.

Mein liebstes Liebeslied ist…

„Swing Life Away“ von Rise Against und „Wish You Were Here“ von Pink Floyd.

Ich grusel mich vor…

Geistern.

Wenn ich ein Geist wäre,…

… würde ich mich vor mir selbst gruseln.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

… irgendeiner belanglose Hintergrundfigur, die bei der Verfilmung lediglich durch einen Statisten besetzt wird.

Beim schreiben esse ich….

Das was sich finden lässt. Manchmal den Kragen meines Shirts.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Aus dem Leben und meinem Kopf.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Wenn es ein Buch ist, welches mich sofort packt, nicht besonders lange. Mein Debüt „Maxim“ schrieb ich innerhalb weniger Wochen runter. Die Bearbeitung im Nachhinein dauerte etwas länger.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Nur Deezer. Ich möchte meine Bücher unbeeinflusst schreiben und immer etwas erschaffen, dass es noch nicht gibt. Deshalb suche ich keine Inspiration in anderen Medien. Es sei denn ich recherchiere.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

So gemütlich, dass ich mich meistens mit dem Laptop auf die Couch oder das Bett setzen muss, da ich auf dem Schreibtisch keinen Platz finde. 🙂

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Das wüsste ich auch gerne.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Im Marketing läuft für einen unbekannten Autor das meiste über Social Networks. Büchergruppen, Werbeanzeigen auf Facebook, viel zu viele Instagram-Hashtags und Gewinnspiele.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich plotte nahezu gar nicht. Meistens baut sich um einen Höhepunkt herum alles auf. Die Basics habe ich im Kopf, dann lege ich einfach los.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

„Maxim“ ist eine Herzensangelegenheit gewesen und wird als Debüt immer einen besonderen Stellenwert für mich haben.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung herraus, ohne zu spoilern?

Ich habe erst nächstes Jahr meine ersten Lesungen. Am Besten schreibt ihr mir mal, was andere Autoren hier geantwortet haben. 😛

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Klar. „Maxim“ und „Marie“ handeln ja größtenteils von den gleichen Menschen und ich mag Maxim selbst einfach am Meisten. Er ist für sein Alter unheimlich weise und reif, aber innerlich zerbrochen. Das macht ihn interessant. Außerdem stellt er im zweiten Band genau das dar, was ich oben genannt habe, als es um Helden ging – Sein eigenes Wohl ist für ihn zweitrangig. Er bleibt seiner Sache treu, weil er denkt, dass es das Richtige ist, auch wenn er selbst darunter leiden muss.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Ein Stück weit immer. Vor allem was Sprache, Umgangsformen und Vorlieben angeht, übertrage ich vieles auf meine Protagonisten. Fast alle meine Protagonisten, auch in unveröffentlichen Werken, mögen z.B. Fußball, lesen gerne und tragen Skaterklamotten. In Maxim stecken natürlich auch einige Gedanken und Emotionen.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Das gibt es sicherlich, aber nur unterbewusst. Oft merke ich das dann auch erst nachher. Z.B. ist mir beim Lesen von „Maxim“ aufgefallen, wie sehr seine Schwester an meine eigene erinnert. Optisch habe ich schon immer ein Bild vor Augen von den Figuren. Manchmal Prominente, manchmal auch entfernte Bekannte. Aus dem direkten Umfeld versuche ich immer die Menschen rauszuhalten.

Hast du eine Lieblingsszene?

In meinem Buch? Dann ist es die Beerdigung in „Maxim“ und das Ende in „Marie“.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Sowas gibt es immer wieder.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Ich arbeite derzeit an mehreren Projekten. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Projekt #schmetterling (wie ich es nenne) und wird wieder eine unheimliche Herzensangelegenheit. Ich wünschte mir, ich könnte rund um die Uhr daran arbeiten. Die Grundpfeiler stehen und es gab sogar schon einen Lektoratsdurchgang im privaten Bereich, nachdem auch schon diverse Testleser es probiert haben. Ich freue mich so sehr auf dieses Werk.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Jap. Dann muss ich auch raus. Fahrradfahren, Laufen, Fußballspielen …

Wann und wo schreibst du?

Immer da, wo mich gerade die Muse küsst. 🙂

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich schreibe direkt drauf los, mache mir aber immer wieder Notizen, wenn mir eine Idee kommt.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Man verbessert sich immer und kann natürlich dazu lernen. Aber grundsätzlich sollte das Schreiben aus einem herauskommen, so wie es bei anderen Künsten ist. Wenn man diese zu sehr analysiert und untersucht, macht man es kaputt, befürchte ich. Große Künstler haben sich nie sagen lassen, wie sie was zu machen haben. Und wenn aus Kunst Wissenschaft wird, so wie das viele annehmen, egal ob in der Literatur, Musik oder bildenden Kunst, ist das der Moment, zu dem ich die Lust verliere.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Ich kämpfe als 21-jähriger ein Stück weit mit meinem Image in anderen Bereichen, z.B. bei Fußballvereinen, wo sowas eher belächelt wird. Aber deshalb würde ich es noch lange nicht aufgeben wollen. Dafür ist der Stolz, wenn man sein eigenes Werk in der Hand hält, zu groß.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Beides ist wichtig. Sowohl der Protagonist (Muss ja keine Frau sein 😉 ) wie auch die Story. Hauptsache es ist nichts von der Stange!

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ich war im Halbschlaf und habe nur auf die Uhrzeit auf meinem Handy sehen wollen, als ich eine E-Mail hatte – Vom Masou-Verlag. Ich rechnete damit, eine Absage aufzumachen und weiterschlafen zu können, doch dann saß ich plötzlich aufrecht, als mir die Verlegerin schrieb, ich möge sie doch bitte kontaktieren, um alles weitere zu besprechen.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Für mich war es beim ersten Buch so. Beim zweiten habe ich es beinahe verpennt. 😀 Ich war beim Release von „Marie“ mit einem guten Freund in Italien und habe eines Abends beim Zusammensitzen gesagt „Huch, ich glaube, mein Buch ist heute erschienen“. Das war mir dann etwas peinlich.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Ich habe eine Handvoll auserwählter Testleser, denen ich mein Manuskript als erstes anbiete.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Fünf, glaube ich. Zwei wurden schon veröffentlicht, drei sind noch in der Warteschleife.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ja, bisher schon. Ich habe das Cover planen dürfen und mit dem Künstler (Hygin-Graphix) kommuniziert. Das Cover ist mir immer sehr wichtig, das möchte ich nicht aus der Hand geben.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Überrascht. 😀

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Als ich die Idee zu „Maxim“ hatte.

©
Banner: Pixabay/Gimp//Svenja Glaser

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