Quaselwolke: Autorin Marie Grünberg

Heute stellen wir euch die Autorin Marie Grünberg vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Hallo. Ich bin Marie; Dosenöffner, Tagträumer und Schreiberling. Wenn ich nicht gerade grüne Küchenschränke zum Reden bringe oder mit Gehirnen durch die Welt tanze, schreibe ich Geschichten über Katzen, Raumschiffe, Zeitreisen, Drachen, Magie oder Schafe auf Weltreise.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Phantasievoll, gemütlich, verträumt

Welches Sternzeichen bist du?

Steinbock

Wer ist dein liebster Romanheld?

Miss Lunatic

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Noel Gallagher

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Geschichten schreiben

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Blaugrünlilaschwarz

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Darf ich wirklich nur einen nennen? Dann Terry Pratchett.

Was verabscheust du am meisten?

Hass und Gewalt

Fenster-mit-Licht4 Quaselwolke: Autorin Marie Grünberg

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Geschichten schreiben zu können

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Ich bin mit Märchenschallplatten und den Geschichtenliedern von Reinhard Lakomy und Monika Erhard groß geworden, es gab für mich gar keine andere Möglichkeit, als selbst zu schreiben.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss mich überraschen.

Wo liest du am liebsten?

In meinem Lesesessel oder im Bett.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Das fliegende Klassenzimmer, Sofies Welt, Märchenbücher

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Rotkäppchen in Manhattan

Hast du ein Lieblingsbuch?

Rotkäppchen in Manhattan

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Nein. Das Hirn ist immer auf der Suche nach neuen Geschichten, Wörtern, Ideen und Sätzen.

Wie sieht dein Alltag aus?

Traumfänger-13 Quaselwolke: Autorin Marie Grünberg

Im Moment teilt sich meine Zeit auf zwischen Arbeit, Schreiben und Familie. Wie viele Autoren träume ich auch davon eines Tages vom Schreiben leben zu können, aber bis es soweit ist, wird weiter gearbeitet. Morgens gibt es viel Kaffee, dann die ersten 500 geschriebenen Worte vor der Arbeit und alles andere ist Zugabe.

Was bringt dich zum lachen?

Meine Katertiere.

Welches Hobbie hast du?

Lesen, Schreiben, Tagträumen, Spazierengehen, die Fohlenelf anfeuern, Minkorrekt hören

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Nicht viel anders als heute, ich werde immer noch seltsame Geschichten zu Papier bringen und hoffen, dass sie jemand liest.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Kinakomochi

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Krimi/Thriller

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Esoterik

Mein Lieblingsgetränk ist…

Milchkaffeecappucionoschokolade

Mein liebstes Liebeslied ist…

Water of Love von den Dire Straits

Ich grusel mich vor…

Spinnen

Wenn ich ein Geist wäre,…

würde ich in einer Bibliothek leben und den Büchern beim Flüstern zuhören

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich…

irgendein unwichtiger Nebencharakter

Beim schreiben esse ich….

Nüsse, Schokolade, Obst, Kekse

Pfützen-2 Quaselwolke: Autorin Marie Grünberg

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Meine Ideen kommen oft beim Zugfahren oder wenn ich ohne Brille aus dem haus gehe und dann Dinge sehe, die gar nicht da sind/sein sollten. Manchmal auch aus Träumen, Gesprächsfetzen oder Wünschen von Freunden.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Das ist sehr unterschiedlich und hängt von der Länge der Geschichten ab. Im Zweifel würde ich sagen: zu lange.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Für die Geschichte mit den Gehirnen habe ich mich im Internet über Autopsien und den Aufbau des Gehirns informiert, ansonsten schreibe ich meist drauf los und recherchiere erst wenn es wirklich nötig ist.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Der Schreibtisch ist fast leer. Laptop, Kaffeetasse, Notizbuch, Katze. Aber daneben steht noch ein Regal auf gleicher Höhe und da stehen Bilder, Kerzen, Gewürztöpfe, Kalender, Stifte, Federn, Steine und alles mögliche Bunte und Absurde drauf.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Da kann ich nur für mich und nicht für andere sprechen. Wann immer ich aus dem Haus gehe, habe ich Notizbuch und Stift dabei. Sogar bei der Arbeit stecken Zettel und Stift in meiner Hosentasche, falls mir plötzlich eine gute Idee kommt. Zuhause besitze ich einganzes Regal voller Notizbücher… Mein Tagesziel sind immer wenigstens 500 Wörter. Im November 1667, denn da ist der NaNoWriMo. Die ersten Entwürfe schreibe ich eigentlich immer per Hand. Gefühlt fließen die Wörter leichter aufs Papier als auf die Tastatur. Dazu kommen Tätigkeiten, die erstmal nichts mit dem Schreiben ansich zu tun haben, wie die Pflege meiner Autorenseite bei FB.

 

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Noch zu wenig. Aber immerhin habe ich seit dem Frühjahr eine Autorenseite bei FB.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Schnipsel-Seelensteine Quaselwolke: Autorin Marie Grünberg

Planen? Was ist das? Tatsächlich habe ich oft nur ein Bild im Kopf, manchmal eine Szene oder ein Charakter, selten das Ende und dann fange ich einfach an zu schreiben. Autoren, die planen und plotten bewundere und beneide ich. Versucht ahb ich das auch schon, aber bisher noch keine Methode gefunden, die mir wirklich zusagt oder geholfen hat. Und so werde ich auch immer wieder aufs Neue überrascht von dem, was passsiert.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Immer das aktuelle Projekt buzw, die nächste Neuerscheinung. Das ist bei mir im Moment Fenster mit Licht, eine Novelle über Talente und den Tod.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung herraus, ohne zu spoilern?

Bisher habe ich nur private Lesungen abgehalten, ich hoffe aber, dass sich das noch ändern wird.

Hast du in ideinem Buch einen Lieblingscharakter?

Im Moment Cornelius, den Tod.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

In ihnen steckt immer auch ein kleiner Teil von mir. Bisher habe ich mich am meisten mit Meister Albra identifiziert, einem Bösewicht, der die Welt vernichten will. Diese Geschcihte gibt es allerdings noch nicht zu lesen.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Zwei meiner Studienfreunde sind in einer Buchreihe verewigt. Sie tragen in gewisser Weise ihre Namen und teile ihrer Charakterzüge. Zusammen mit “mir” bilden sie ein Trio von Dämonenjägern.

Hast du eine Lieblingsszene?

Die tanzenden Gehirne in Hüte der Macht finde ich auch nach jahren immer noch faszinierend.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Fenster mit Licht ist gerade bei einem Korrektor, um es für die Veröffentlichung fit zu machen. Danach kommen entweder die Schattenvögel oder Regen und Frost an die Reihe.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Sonnenaufgang Quaselwolke: Autorin Marie Grünberg

Natürlich. Wobei es bei mir eher so ist, dass ich mich oft unheimlich überwinden muss einfach anzufangen. Sobald ich sitze und das erste Wort da steht, geht es meist besser. Wenn mir nichts einfällt, schreibe ich eben Unsinn, oder beschreibe die Wolken vorm Fenster oder meine Katzen, solange bis mein Gehirn den Wink versteht und die Arbeit wieder aufnimmt.

Wann und wo schreibst du?

Früher vor allem Abends, in den letzten Jahren eher morgens, an freien tagen den ganzen Tag. Und wo? Am Schriebtisch meistens, manchmal draußen im park, oft im Zug, auch mal bei der Arbeit oder im Wartezimmer.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich schreibe immer erstmal drauf los. Notizen werden nebenbei gemacht, z.b. zum Aussehen der Figuren.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Hmh. Ich denke, man lernt Schreiben durch Schreiben, und lesen. Solche Kurse hab ich nie besucht, auch wenn ich damit geliebäugelt habe. Lernen kann man sicher viel, aber am wichtigsten, finde ich, ist es sich tatsächlich auch hinzusetzen und anzufangen.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Autor zu sein ist meine Erfüllung. Ich kann mir nichts Besseres als Tätigkeit vorstellen, als Geschichten zu schreiben. Wenns ie dann noch gelesen werden…

Schreiben ist frustrierend, aufbauend, mühsam, inspirierend, verbindend, einsam, manchmal eine Qual, aber immer auch so ein Glücksgefühl

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Die gute Mischung aus beidem.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Als Selfpublisher entscheide ich das selbst, aber auch diese Entscheidung zu treffen, war sehr aufregend.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

13 fertige Bücher geschrieben, veröffentlicht nur ein Bruchteil.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Als Selfpublisher entscheide ich tatsächlich selbst wie meine Cover aussehen, auch wenn ich mir dafür Hilfe hole.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Die Reaktionen waren eher negativ. Denkst du, du kannst davon leben? Such dir einen vernünftigen Job! Das sind doch nur Hirngespinnste und nichts handfestes! …

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Ich habe schon als Kind davon geträumt mal ein Buch zu schreiben.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Nicht weit von der Kreuzung entfernt sah ich sie. Sie war so wunderschön, dass mir für einen kurzen Augenblick der Atem stockte. Mit ihren leuchtenden, grünen Augen sah sie nach links und rechts, bevor sie die Straße überquerte und langsam auf die Bushaltestelle zu lief. Ihr weißes Fell glänzte in der Sonne. (Aus: Eine seltsame Begegnung)

©
Bilder: Marie Grünberg

 

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