Quasselwolke: Autor Michael P. Krause

Heute stellen wir euch den Autor Michael P. Krause vor, er ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

 

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Hallo erstmal und danke für die Gelegenheit mich vorstellen zu dürfen!

Geboren wurde ich im Frühjahr 1982 im niederbayerischen Straubing. Meine Kindheit verbrachte ich im Bayerischen Wald, der meine späteren Geschichten sehr stark beeinflusst hat.

Eine Krebserkrankung im frühen Kindesalter sowie eine angeborene Behinderung haben mich früh geprägt. Die Fantasie, die durch Erzählungen meiner Mutter sehr stark geprägt wurde, war maßgeblich daran beteiligt, dass ich trotz der Erkrankungen eine wundervolle Kindheit genoss. Während andere Kinder sich für Autos, Traktoren und Technik interessierten, tauchte ich oft in fantastische Welten ab. Eine meiner liebsten Welten war Eternia. Wer seine Kindheit in den 80er und 90ern verbrachte, wird sicher wissen, was ich meine 😉

Als ich lesen lernte, war es sogar völlig um mich geschehen. Es taten sich noch weitere Welten auf, Geschichten über Abenteuer, fremde Welten und unheimliche Geschehnisse waren es, die mich in ihren Bann zogen. Winnetou und Dracula waren Werke, die ich regelrecht verschlang und in mir den Wunsch weckten, selbst so etwas einmal zu schreiben.

Während meiner Schulausbildung schrieb ich mehrere Texte, die meistens mit Vampiren zu tun hatten. Mit 17 begann ich schließlich eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Doch auch in meiner Ausbildung konnte ich das Schreiben nicht lassen. Rechnungswesen und Zahlen im Allgemeinen waren ein Greuel für mich; während meine Klassenkameraden die Ausbildungsbücher studierten, ließ ich mich von Tolkien nach Mittelerde entführen und kämpfte an der Seite von Frodo, Gandalf und Aragorn gegen den Sauron. Tolkiens Fantasie und seine Werke haben mich zu meiner Fantasy-Reihe “Ragins Reisen” inspiriert.

Seit 2009 nun arbeite ich als Projektleiter bei einem caritativen Verein. Im Jahr 2016 wagte ich den Sprung ins Self-Publishing: Mein Debüt “Seelenfrost”, welches den Auftakt zu einer magischen Fantasy-Reihe “Ragins Reisen” bildet, wurde als E-Book und später als Taschenbuch veröffentlicht. 2017 erblickte die Anthologie “Auf schaurigen Pfaden” das Licht der Welt. Dieses ist mein bisher erfolgreichstes Werk.

Derzeit wohne ich mit meiner Partnerin in einem kleinen Ort am Rande des Bayerischen Waldes.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Fantasievoll, chaotisch, temperamentvoll

Welches Sternzeichen bist du?

Widder

Wer ist dein liebster Romanheld?

Gandalf

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Leute, die in der Pflege arbeiten oder allgemein einer sozialen Tätigkeit nachgehen. Es sind meistens Menschen, denen es weniger um den Verdienst geht als darum, anderen Menschen zu helfen.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Mehrere; Metallica, Finntroll, Bathory (um nur drei zu nennen)

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Lesen, Geschichten schreiben, wandern, Metal hören

Was ist deine Lieblingsfarbe?

schwarz

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

J.R.R. Tolkien, H.P. Lovecraft, Tad Williams, Wolfgang Hohlbein, Anna Neunsiegel, Ludwig Demar

Was verabscheust du am meisten?

Menschen, die nur an sich denken, ohne Rücksicht auf Andere sowie Umweltverschmutzer, die beim Wandern überall ihren Müll zurücklassen

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Durch selbsterfundene Geschichten meiner Mutter und durch Lesen. In der Kindheit wollte ich unbedingt selbst einen Dracula-Roman schreiben.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Atmosphäre und Emotionen

Wo liest du am liebsten?

In meiner Lese-Ecke, im Zug, im Bett

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Winnetou, Gruselgeschichten, Astrid Lindgren

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Der Herr der Ringe, Das Silmarillion, Dracula, die Edda

Hast du ein Lieblingsbuch?

Siehe vorhergehende Frage

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Nein. Ich zumindest nicht. Aber Urlaub würde ja heißen, man müsse sich erholen… Für mich ist manchmal schreiben die beste Erholung.

Wie sieht dein Alltag aus?

Wenn ich nicht gerade in der Arbeit bin, verbringe ich den Tag mit meiner Partnerin entweder beim Wandern, Musik hören, Lesen oder Schreiben

Was bringt dich zum lachen?

Der typische niederbayerische Humor

Welches Hobbie hast du?

Ich besuche gerne Bücherflohmärkte, wo ich schon mal “eskalieren” kann. Außerdem wandere ich und bastle Stäbe, die in meinem Fantasy-Werken vorkommen.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Glücklich und vor allem gesund mit meiner Partnerin, während wir eines meiner Bücher lesen

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Wenn manche Menschen aufhören würden, mit Neid und Missgunst auf ihre Umwelt zu blicken und sich statt dessen mehr der Fantasie und der Kunst widmen würden, wäre die Welt ein bisschen besser.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Büchern und Geschichten schreiben

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Fantasy und Horror

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Liebesroman

Mein Lieblingsgetränk ist…

Johannisbeerschorle, Kaffee, grüner Tee

Wenn ich ein Geist wäre,…

würde ich im Wald umherspuken und jeden Wanderer heimsuchen, der den Wald mit seinem Müll verunstaltet

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

Ragin

Beim schreiben esse ich….

meistens nichts

Kommen wir nun zum Schreiben

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Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Ganz verschieden. Die meisten Ideen springen mich einfach so an, da kann ich gar nichts dagegen tun. Das kann im Supermarkt genauso passieren wie beim Spazierengehen.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Auch das ist sehr unterschiedlich. Wenn eine Geschichte meiner Meinung nach noch nicht ganz ausgereift ist, kann es sich auch schon mal eine Weile hinziehen. Von drei Wochen bis zu drei Jahren ist eigentlich alles dabei.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Diverse Bücher, die mit der jeweiligen Thematik zu tun haben, oft auch das Internet

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Ziemlich chaotisch… Meist steht der Laptop inmitten eines Sammelsuriums an Kaffeetassen und Notizzetteln. Ah, und einen Kerzenleuchter hab ich noch da stehen, denn wenn ich Gruselgeschichten schreibe, dann meistens nachts beim Schein einer einzigen Kerze.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Inspirationen holen, lesen, schreiben, korrigieren, Werbung machen, mit Kollegen austauschen… Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge 😉

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Indem ich Textauszüge aus meinen Geschichten auf meinen Autorenseiten bei Facebook und Instagram poste; meine Webseite sowie bei Verlosungen und Gewinnspielen

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Meist ist nur eine wage Idee im Kopf. Oft weiß ich selbst noch nicht so genau, wo die Reise hingeht. Das entwickelt sich beim Schreiben und ist äußerst spannend. Da kann es schon auch mal passieren dass plötzlich ein Charakter auftaucht und in der Story mitmischen will.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Seelenfrost (Ragins Reisen 1)

Hast du in ideinem Buch einen Lieblingscharakter?

Zwei sogar: Walthraban, der Schamane und Irma, die Hexe

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Ja. Ragin, der Hauptprotagonist aus der Reihe “Ragins Reisen” hat viele Wesenszüge von mir selbst.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Fast alle, denen ich begegne, inspirieren mich in irgend einer Weise. Manchmal hilft es schon, wenn man irgendwo beim Essen in einem Restaurant oder Wirtshaus sitzt und den Leuten am Stammtisch bei ihren Debatten zuhört.

Hast du eine Lieblingsszene?

Die schamanische Reise von Ragin in “Seelenfrost”.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Reale Vorbilder sind eher die Locations, an denen meine Szenen zum Teil spielen. Viele Sachen sind im Bayerischen Wald angesiedelt.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

An Ragins Reisen Band 2

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ja. Diese Tage muss ich dann aushalten, denn alles, was dann zustande kommt, ist nicht brauchbar. Und wenn ich mich dann zwinge, könnte das generell die Lust am Schreiben empfindlich stören.

Wann und wo schreibst du?

Meistens in meinem Wohnzimmer zu den verschiedensten Tageszeiten. Gruselige Geschichten schreibe ich aber bevorzugt nachts.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

In der Regel schreibe ich erstmal drauf los. Ab und zu mache ich mir Notizen, wenn sich bestimmte Passagen, die jedoch erst später in der Geschichte auftauchen, in den Vordergrund drängen.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Puh, eine schwierige Frage. Das kommt ganz darauf an, WAS man schreibt. Ein kleiner Geschichtenerzähler steckt in jedem von uns, denke ich. Das merkt man besonders in der Kindheit. Ob man dafür jedoch eine Leidenschaft entwickelt, das zeigt sich erst mit der Zeit. Sicherlich kann man Feinheiten immer lernen und das Sprichwort “Man lernt nie aus!” ist auch und gerade bei Autoren nicht von der Hand zu weisen. Aber dem Einen liegt es, dem Anderen nicht. Ich habe schon oft zu hören bekommen “Also ich könnte sowas ja nicht”.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Als Autor kann ich mich ganz meiner Fantasie hingeben, wie schon in meiner Kindheit. Ich denke, ich bin zu einem Großteil noch ein Kind, was das betrifft. Außerdem ist Schreiben auch ein Stück weit Therapie. Es bietet die Möglichkeit, die verschiedensten Dinge zu verarbeiten.

Womit ich wirklich zu kämpfen habe sind insbesondere die Nachbearbeitungen. Wenn ich das Wort ENDE geschrieben habe, habe ich zum Großteil auch mit der Geschichte abgeschlossen. Die Nachbearbeitungen, das Drüberlesen und Korrigieren sind manchmal sehr mühselig, wobei ich jedoch auch die meisten Fehler mache. Das ist etwas, wo ich mich noch deutlich verbessern muss.

Was ich hier noch erwähnen sollte: Das Schreiben ist für mich auch eine Möglichkeit, das Vermächtnis meiner Mutter in Ehren zu halten. Sie war es, die mich mit selbsterfundenen Geschichten in der Kindheit unterhielt und meine Fantasie prägte. Leider starb sie 2001 sehr überraschend. Aber sie lebt in meinen Geschichten weiter.
Zu den Freuden zählt ganz besonders das Gefühl, wenn man sein eigenes Buch in der Hand hält, oder auch, wenn man irgendwo plötzlich angesprochen wird oder auch eine Nachricht bekommt von Leuten, die meine Werke gelesen haben. Es gibt für mich nichts schöneres, als andere Menschen ein bisschen mit meinen Geschichten zu verzaubern, sie zu gruseln, zum Schmunzeln zu bringen oder auch zum Lachen.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Ich denke, es ist die Geschichte. Ein Protagonist kann erst mit der Geschichte interessant werden.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Absolut! Ich bin am Tag vorher meist ziemlich unruhig. Dann geht mir die ganze Geschichte nochmal durch den Kopf und ich mache mir Gedanken über eventuelle Fehler.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Meine Freundin sowie ein paar meiner Autorenkollegen

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Drei

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Als Self-Publisher bin ich für alles selbst verantwortlich. Wenn also irgendwer eines meiner Cover mal scheiße findet: Das war ich 😉

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Unterschiedlich. Von Schulterzucken bis zur Begeisterung war alles dabei. Die meisten finden es aber toll und ich bekomme oft Lob zu hören.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Eine meiner Geschichten wurde in einer Anthologie über die nordische Mythologie veröffentlicht. Als ich erfahren habe, dass mein Text genommen wird, habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind zu Weihnachten und Geburtstag auf einmal. Die Geschichte lautet “Die blutige Hochzeit” und ist Teil der Anthologie “Yggdrasil der Weltenbaum: Thor und Odin”.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Als ich etwa 10 Jahre alt war.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

“Der Tod gehört nun mal zum Leben. Jeder muss gehen, irgendwann. Doch für jene, die zurück bleiben, ist es ihre Pflicht, das Vermächtnis derer, die von uns gehen, weiterzuführen und in die Welt hinaus zu tragen.” (Aus “Seelenfrost”, Ragins Reisen 1)

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