Quasselwolke: Autorenvorstellung Ann-Kathrin Karschnick

Quasselwolke: Autorenvorstellung Ann-Kathrin Karschnick

Heute stellen wir euch die Autorin Ann-Kathrin Karschnick vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Mein Name ist Ann-Kathrin Karschnick und ich bin Autorin für phantastische Geschichten. In meiner Freizeit bin ich süchtig nach Doctor Who und American Football. Mit mir kann man also gerne etwas herumnerden.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Aufgeschlossen, lebensfroh, Klugscheißer.

Welches Sternzeichen bist du?

Jungfrau

Welchen Fehler entschuldigst du am ehesten?

Den, den derjenige sich selbst eingesteht.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Oh, da muss ich überlegen. Ich denke, Ron Weasley. Eine treuere Seele gab es selten (abgesehen vom treuen Samweis Gamdschie). 😉

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Felicitas Day. Sie ist eine Ikone der Geeks und räumt mit den Vorurteilen auf.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Da habe ich keinen direkt. Ich höre so ziemlich alles.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Neben dem Schreiben? Doctor Who schauen.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Blau

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Da habe ich tatsächlich niemanden.

Was verabscheust du am meisten?

Unehrlichkeit gepaart mit falscher Freundlichkeit

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Natürliche? Mhm, ich würde gerne mehr Sport machen, ohne mich motivieren zu müssen.

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Durch Hausarrest. Meine Mutter gab ihn mir auf, zusammen mit der Aufgabe, Rezepte aus Zeitschriften abzutippen. Damit war ich nach 2 Tagen fertig und fing eine Art Tagebuchroman an. Fürchterlich geschrieben, aber es war der Anfang von allem.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Spannung, eine tolle Welt und ein bisschen Witz.

Wo liest du am liebsten?

Auf der Terasse oder im Garten.

Hast du ein Lebensmotto?

Immer lächeln, man kann nicht jeden erschießen.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Hanni und Nanni und später dann Agatha Christie.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Ronja Räubertochter auf jeden Fall. Tolle Charaktere und eine wunderbare Erzählstimme.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Ich liebe Die letzte Zauberin von Mary H. Herbert.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Nur, wenn die Familie ihn/sie dazu zwingt. Ich kann mich sonst so schlecht loslösen von meinen Geschichten oder von Interviews. 😉

Wie sieht dein Alltag aus?

Morgens früh aufstehen, das Räuberkind zur Krippe bringen, schreiben/arbeiten. Dann am Mittag kochen, die Kleine abholen und am Nachmittag mit ihr spielen. Abends dann wieder schreiben. So in etwa läuft das ab. Ab und an kommt da noch mal ein Freundesbesuch oder die Familie dazu.

Was bringt dich zum lachen?

Oh, vieles. Ich bin ein fröhlicher Mensch. Schwarzer Humor kriegt mich aber immer.

Welches Hobbie hast du?

Ich spiele Pokemon Go. Ansonsten bin ich mit der Familie, dem American Football meiner Heimmannschaft und dem Schreiben ziemlich gut ausgestattet.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Hoffentlich immer noch im Grünen Kleid und mit langen Haaren.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Ähm… Wenn ich was zu sagen hatte, dann habe ich es meist auch schon gesagt. 😉 Ansonsten ist im Moment mein Lieblingswort Nein (meine Tochter ist 1,5 Jahre alt und kennt die Bedeutung von Gefahr noch nicht. 😉 )

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Doctor Who und American Football

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Fantasy

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Mein Lieblingsgetränk ist…

Wasser

Mein liebstes Liebeslied ist…

I wish I was a punkrocker

Ich grusel mich vor…

Fischen

Wenn ich ein Geist wäre,…

Würde ich so schnell von A nach B kommen, weil ich die Astralebene als Abkürzung benutzen könnte.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

Vermutlich eine Hexe in einem Mittelalterbuch. Eigentlich nur eine gelehrte Frau, die missverstanden wird.

Beim schreiben esse ich….

Schokolade oder Obst

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Aus allem möglichen. Liedern, Gespräche mit Freunden und Kollegen oder ganz banal beim Einschlafen. Ich schwöre, ich habe inzwischen immer einen Zettel und Stift neben meinem Bett liegen zur Sicherheit.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Unterschiedlich. Bei Fantasy brauche ich meist 1-3 Monate. Je nach Länge und Vorbereitung.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Meistens das Internet. Manchmal kaufe ich aber auch Bücher, um zu einem Thema zu recherchieren.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Ich habe eine Kuscheldecke und einen beleuchteten Batman-Signal-Stiftehalter. Sagt das alles? 😉

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Meistens ganz langweilig und nicht anders als der von einem normalen Arbeitnehmer. Man muss sich halt an den Schreibtisch setzen und loslegen. Ob man nun Seiten füllt oder Datenblätter bei SAP, ist schlussendlich egal. Man arbeitet einige Stunden und danach ist irgendwann Feierabend.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich mache sehr gerne Aktionen zu meinen Büchern. Beim Fluchsammler habe ich z.B. Mails an Blogger verschickt und sie mit Buchflüchen verflucht. Sie mussten dann die Hexe Magda im Internet finden, um sich entfluchen zu lassen. 😉 Ansonsten auf meiner Homepage www.ann-kathrinkarschnick.de oder bei Facebook (Ann-Kathrinkarschnickautorin), Instagram (annkathrinkarschnick) oder Twitter (akkarschnick)

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Seit ein paar Jahren plane ich die Bücher vorher. Aber das heißt nicht, dass ein Charakter während des Schreibens nicht doch noch mal ein paar eigene Dinge einwerfen möchte.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Das kann ich so gar nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich mag meine Phoenix-Reihe, weil sie anders ist, als viele andere Bücher. Am intensivsten verliebt habe ich mich aber wohl in mein Herzensprojekt, das Weltenamulett.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung heraus, ohne zu spoilern?

Ich schreibe tatsächlich inzwischen immer ein Kapitel, das nur für Lesungen gedacht ist. Dann kann ich den Lesern was bieten und muss nicht spoilern. 😉

Hast du in ideinem Buch einen Lieblingscharakter?

Eigentlich nicht. Ich liebe meine Figuren alle gleich. Ist wie mit den Kindern. Man liebt sie alle auf andere Art und Weise, aber immer gleich.

Identifizierst du dich selbst mit einer deiner Figuren?

Ich habe meine Figur aus dem Weltenamulett entworfen, kurz nachdem mein Vater gestorben war. Dadurch konnte ich den Verlust ihrer Mutter gut nachempfinden und ich denke, auch gut rüberbringen.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Ja, immer mal wieder. Der Vater von Melissa z.B. basiert zum Teil auf einem guten Freund von mir. Und Vincent aus dem Fluchsammler zum Teil auf Eigenschaften von meinem Mann. 😉

Hast du eine Lieblingsszene?

Im Weltenamulett gibt es eine Szene, in der Melissa das erste Mal mit dem Amulett verreist. Sie hat dabei als einzige Verteidigung eine ausgestopfte Katze dabei. Ich hatte schon sehr viel Spaß beim Schreiben dieser Szene.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Manchmal ja, manchmal nein. Das kann ich immer nur in dem Moment sagen, in dem ich die Szene schreibe. Danach verdränge ich sie meist wieder. Ich weiß nur, dass ich beim Fluchsammler von der Serie Pushing Daisies inspiriert wurde.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Ich arbeite gerade an mehreren Dingen. Ich schreibe gerade für mein romantisches Pseudonym Violet Thomas einen neuen Mercy Grace Roman. Dazu plotte ich an einem Roman, der im nächsten Jahr zum 30.4. erscheinen wird. Und parallel dazu arbeite ich mit meiner Agentur an einem Low Fantasy Roman mit karibischem Flair.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Das sind bei mir keine Schreibblockaden, sondern vielmehr Müdigkeit. Wenn ich zu müde bin, dann kommen keine vollständigen Sätze aus mir heraus. Ansonsten schreibe ich fast täglich.

Wann und wo schreibst du?

Wie gesagt, fast täglich immer wenigstens ein paar hundert Wörter. Meist aber mehr. Und wo hängt davon ab, wo ich bin. Dadurch dass ich mein Netbook immer dabei habe, kann ich es schnell mal aufklappen und eine Szene schreiben, wenn ich die Zeit dafür habe.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich bin inzwischen ein Planer. Früher habe ich immer drauflos geschrieben. Das war auch schön. Aber inzwischen habe ich eine Agentur und die wollen ein Exposé vorher haben. Da muss man planen.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Ich habe es auf die harte Tour gelernt. Einfach jeden Tag geschrieben. Irgendwann wird man besser. Aber klar. Man kann auch Unis besuchen. Das hilft sicher auch. Aber das meiste, was man erlernen muss, das kann man durch harte Arbeit sich selbst beibringen.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Für mich ist es die Freiheit der Gedanken. Das ich einfach in einem Roman viele Dinge ausleben kann, die als Gedankenkonstrukt begonnen haben. Ich kämpfe manchmal mit dem Alltag des Schriftstellers. Viele glauben, dass ich nur den ganzen Tag zuhause sitze und nichts mache, weswegen sie sagen, ich könnte doch mal schnell dies und das. Aber es ist ein Job wie jeder andere auch. Die Freuden sind der Kontakt zum Leser. Wenn ich Rückmeldungen bekomme, wie glücklich ein Roman jemanden gemacht hat, das freut mich sehr.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Ich denke, die Mischung aus beidem ist wichtig. Denn nicht jeder Leser liest gleich. Der eine muss sich mit der Figur identifizieren können. Der andere braucht die Spannung einer tollen Welt, um Spaß beim Lesen zu haben. Es ist immer etwas anderes wichtig.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ja, das war 2006. Damals hatte ich eine ganz einfache High Fantasy Geschichte geschrieben. Es war per Email. Eine einfache Zusage von dem Verlag damals.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Haha, nein. Es war ein Kleinverlag und der war so gut wie nie in Buchhandlungen vertreten. Aber der Gedanke kam einem schon mal. 😉

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Hehe, das kann man nicht vergleichen. Vor allem, da meine Kleine sehr überraschend kam. Sie wollte etwas früher raus, so dass ich nicht einmal einen Vorbereitungskurs hatte. Bei den Büchern bin ich inzwischen gut vorbereitet, wenn es losgeht. Die Online-Tasche steht quasi parat und ich kann direkt loslegen.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Das macht meistens ein Pool aus Betalesern, die meine Romane gerne lesen.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Puh, das ist schwer, weil einige noch nicht fertig sind. Also insgesamt sind es: 3 in der Erotik, 3 im Romantikbereich (alle veröffentlicht) und etwa 25 geschrieben, wovon 15 bisher veröffentlicht wurden.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Bei den meisten schon. Beim Papierverzierer auf jeden Fall. Bei anderen Verlagen ist es mehr ein zur Kenntnis nehmen und Meinung äußern. Ob diese dann angenommen wird, steht auf einem anderen Blatt.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Ganz entspannt. Anfangs hielten sie es nur für ein Hobby. Bis sie merkten, dass ich es ernst meinte. Seitdem unterstützen sie mich so gut es möglich ist.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Das ist mittlerweile 12 Jahre her. Genau weiß ich es nicht mehr, aber ich erinnere mich noch an die Freude bei der Zusage.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Ein Fantasybuch wollte ich schreiben, als es einen Stromausfall bei mir zuhause gab. Damals hatte ich keine ungelesenen Bücher mehr und auch kein Auto, um irgendwo hinzukommen. Also blieb mir nur, eine Landkarte zu zeichnen. Ja, ich hätte auch die Wohnung putzen können, aber eine Landkarte zeichnen erschien mir in diesem Moment sinnvoller. 😉 Und aus dieser Karte entstand mein erster veröffentlichter Roman.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Einst glaubten wir, die Erde wäre eine Scheibe. Wir glaubten, sie wäre das Zentrum des Universums. In Wirklichkeit sind wir winzig. So winzig, dass selbst die Götter unsere Welt verlassen haben. Sie zogen aus, andere Völker zu regieren, zu erobern und kennenzulernen. Die Erde haben sie jedoch nie vergessen.

 

 

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