Quasselwolke: Autorin Anette Judersleben

Heute stellen wir euch die Autorin Anette Judersleben vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Ich bin Jahrgang 1965, geboren in Stuttgart. Seit 1993 lebe ich in der Nähe von Köln mit meiner
kunterbunten Patchwork-Familie, zu der inzwischen auch einige Enkel gehören. Mit dem Schreiben
habe ich 1996 begonnen, zunächst Kurzgeschichten, von denen etliche veröffentlich wurden. Bald
stellte sich heraus, welches Genre mir am meisten liegt: Liebesromane mit Herz, Hirn und Humor.
Mein Debütroman erschien 2013, zwei weitere folgten bislang. Weitere sind in Arbeit.
Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?
Humorvoll, introvertiert, loyal.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Kann ich nicht sagen, es gibt so viele tolle Bücher mit so vielen tollen Protagonisten.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Mein Mann

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

James Hetfield von „Metallica“

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Schreiben und Lesen

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Blau

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Nicholas Sparks, der König der Liebesromanautoren. Er ist mein Vorbild.

Was verabscheust du am meisten?

Manipulation von Menschen

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich war schon immer eine Leseratte. Mit Anfang Dreißig stieg der Wunsch in mir auf, selber zu
schreiben. Also habe ich angefangen und seither nicht mehr aufgehört.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Eine packende glaubwürdige Story, interessante Charaktere, die sich weiterentwickeln im Verlauf
der Geschichte. Und Humor darf nicht fehlen!

Wo liest du am liebsten?

Auf der Couch oder in unserem Wintergarten

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Hanni und Nanni, Dolly, etc. So typische Mädchenbücher halt. Harry Potter gab es ja leider noch
nicht.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

„Die Hütte“ vonWilliam Paul Young

Hast du ein Lieblingsbuch?

Die Bibel

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Es hat einige Jahre gedauert, aber inzwischen kann ich sehr gut abschalten vom Schreiben.

Wie sieht dein Alltag aus?

Entspannt, oder gechillt, wie die Jugend von heute es ausdrückt. Selbstbestimmt, ohne
nennenswerte Anforderungen von außen. Davon habe ich lange geträumt, nun ist es Wirklichkeit
und ich genieße jeden Tag!

Was bringt dich zum Lachen?

Mein Mann, kluge Satire, lustige Sprüche unserer Kinder und Enkel.

Welches Hobbie hast du?

Lesen hauptsächlich, ich verschlinge immer noch massenhaft Bücher.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

den Salaten meines Mannes. Allein deswegen würde ich ihn immer wieder heiraten. Und aus 1000 Gründen mehr.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Liebesromane, ab und zu ein Thriller.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Horror und Fantasy

Mein Lieblingsgetränk ist…

Trockener Rotwein

Mein liebstes Liebeslied ist…

„Nothing else matters“ von „Metallica“

Ich grusel mich vor…

Großen Spinnen.

Beim Schreiben esse ich….

Nie.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Das ist unterschiedlich. Mal blitzt die Idee für eine Story in mir auf, mal spukt plötzlich eine Figur
in meinem Kopf herum, die darauf drängt, ihre Geschichte zu erzählen. Oder ein Satzfetzen
inspiriert mich, oder ein Foto. Vor einiger Zeit sah ich z.B. in einem Modejournal einen ganz tollen
Kerl. Keinen gelackten Schönling, sondern ein richtiger Charakterkopf.
„Dich muss ich haben“, dachte ich, schnitt das Bild aus und jetzt ist er der Hauptprotagonist in
meinem aktuellen Manuskript. Er ist mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich darauf,
ihn zum Happyend zu begleiten.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Da ich eine ziemlich langsame und leider manchmal zu pedantische Schreiberin bin, dauert es ein
bis anderthalb Jahre. Plus Überarbeitungszeit. Meine bisherigen Romane sind deshalb jeweils in
Abständen von zwei Jahren erschienen. Aber ich arbeite daran, schneller zu werden.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Bei mir herrscht überschaubare Ordnung. Ein paar Fachbücher, To-Do-Liste, Bilder von den
Enkeln. Ansonsten viel Platz. Kreatives Chaos ist nicht meins, das würde mich beim Denken stören.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich habe eine eigene Homepage, eine Autorenseite auf Facebook und bin dort auch in diversen
Autoren-Gruppen unterwegs. Außerdem freue mich immer, wenn ich, wie hier bei euch, mich auf
einem Blog vorstellen darf. Herzlichen Dank übrigens dafür!

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Bei meinem ersten Roman habe ich einfach darauf losgeschrieben, was zur Folge hatte, dass
zwischen Erstfassung und der Veröffentlichung satte 6 Jahre lagen. Daraus habe ich gelernt. Seither
plotte ich grob die Geschichte, entwerfe Lebensläufe für die Protagonisten und schreibe an dem
roten Faden entlang. Was nicht heißt, dass ein Charakter mich nicht doch mal überrascht. Die sind
so eigensinnig!

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Ich mag sie alle.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ja, in allen meinen Büchern, und zwar immer die männliche Hauptfigur. Ich verliebe mich jedes
Mal in die Typen, so unterschiedlich sie auch bisher waren. Damit bin ich übrigens nicht allein. Ich
kenne etliche Kolleginnen, denen es auch so geht. Ach, und nur nebenbei, mein Mann kann damit
gut leben!

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Nein. Aber ich stehle ab und zu Charaktereigenschaften von Freunden. Verratet mich bloß nicht!

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Wie oben bereits erwähnt, verarbeite ich den Charakterkopf aus dem Modejournal. In meiner Story
ist er Lehrer an einem Gymnasium und verliebt sich unerwartet in die Haushälterin seines besten
Freundes. Mehr verrate ich jetzt nicht.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ja, das kenne ich auch, aber ich gehe gelassen damit um.

Wann und wo schreibst du?

Montag bis Freitag ab 16 Uhr, circa 5 Stunden, in meinem Büro.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist
alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu
schreiben?

Ich habe anfangs rasch gemerkt, dass ich zwar eine grundsätzliche Begabung zum Schreiben habe,
mir jedoch das nötige Handwerk fehlt. Deshalb habe ich ein zweijähriges Belletristik-Fernstudium
absolviert, das hat mir enorm geholfen.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Autor zu sein ist wunderbar! Ich liebe es, Geschichten zu erfinden. Natürlich hat man auch mal
Durchhänger, aber in welchem Job hat man das nicht? Die größte Freude ist für mich, wenn ich
positive Feedbacks von Lesern erhalte.

Weißt du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Durch eine E-Mail des Verlages.

Wer darf als erstes deine Manuskripte testlesen?

Mein Mann, danach einige langjährige Testleser.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Fünf, drei davon sind veröffentlich.

Wie haben deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen
hast?

Die meisten positiv, allen voran mein Mann, der mich von Beginn an sehr unterstützt hat.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag
angenommen wurde?

Klar! Ich stand unter Schockfreude und konnte den ganzen Tag nicht aufhören, selig zu grinsen.

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