Quasselwolke: Autorin Hanna Nolden

Heute stellen wir euch die Autorin Hanna Nolden vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Hallo zusammen! Mein Name ist Hanna Nolden und ich bin derzeit 38 Jahre alt. Ich bin Mutter von drei wundervollen Söhnen, Tochter von total verpeilten Eltern, Frau eines grummeligen, bärtigen Autors, hingebungsvolle Katzenmama und verschrobene Waldhexe.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Tollpatschig, ehrlich und emotional.

Welches Sternzeichen bist du?

Krebs mit Aszendent Waage.

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Ich entschuldige ziemlich viel. Ich bin viel zu vergesslich, um lange nachtragend zu sein.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Ich mochte Aragorn immer sehr gerne.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Meine Freundin Tanja Rast, die meinem Kater Ramses das Leben gerettet und ihn meiner Obhut überlassen hat.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Computer spielen.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Bunt! Ich mag mich da nicht festlegen. Das schwankt je nach Lust und Laune.

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Margaret Atwood.

Was verabscheust du am meisten?

Unehrlichkeit.

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Ich hätte gerne mehr Selbstbewusstsein.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer Geschichten erfunden und habe bloß deshalb Schreiben gelernt, um sie aufschreiben zu können. Tatsächlich schrieb ich meinen ersten „Roman“ mit sechs Jahren.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss mich von der ersten Seite an mitreißen.

Wo liest du am liebsten?

Am Wasser. Meer, See, Elbstrand. Irgendwo, wo ich die Wellen hören kann.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Ich habe viel Astrid Lindgren und Otfried Preußler gelesen. Aber generell war vor mir kein Buch sicher. Ich habe sehr früh mit Koontz und King angefangen, die ich meiner Mutter stibitzt und heimlich im Kleiderschrank gelesen habe.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Meins! Nur ein Scherz. Ich glaube nicht, dass es ein Buch gibt, das für jeden funktioniert. Dafür sind wir alle zu unterschiedlich. Ein Buch, das bei mir „zoom“ macht, mag auf den nächsten völlig langweilig wirken.

Hast du ein Lieblingsbuch?

1984 von George Orwell.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Ich jedenfalls nicht!

Wie sieht dein Alltag aus?

Mein Alltag wird im Moment von unserem acht Monate alten Wirbelwind bestimmt. Wenn mein Mann auf ihn aufpasst, komme ich ein bisschen zum Arbeiten, aber viel geht gerade nicht. Richtiger Alltag wird wohl erst einkehren, wenn der Räuberjunge in zwei Jahren in den Kindergarten kommt.

Was bringt dich zum Lachen?

Der typisch Nolden’sche Humor. Besonders Wortwitze und -verdreher. Mit meinem Bruder kann ich mir richtige Wortgefechte liefern, bis wir vor Lachen auf dem Boden liegen.

Welches Hobby hast du?

Ich häkle leidenschaftlich gerne und ab und zu male ich mal ein Bild.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Eigentlich genauso wie jetzt. Ich hoffe zumindest, dass ich in zehn Jahren noch genauso bunt, wild und verrückt bin, wie jetzt.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Kaffee.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Dystopie.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Romance.

Mein Lieblingsgetränk ist…

Pepsi.

Ich grusel mich vor…

Paranormalem.

Wenn ich ein Geist wäre,…

Würde ich bei meiner Familie rumspuken, einfach, um ihr nahe zu sein.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Von überall her. Ideen liegen auf der Straße.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Unterschiedlich. Manches schreibt sich in drei Monaten runter, für anderes brauche ich Jahre.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Meistens das Internet.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich pflege meine Facebookseite und bin auf Instagram unterwegs. Dabei folge ich keinem durchdachten Marketingplan, sondern bin einfach ich selbst.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich plane sehr gründlich, was leider nicht verhindern kann, dass auch mal einer aus der Reihe tanzt.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Mein aktuelles „Das Netz der Seelenfresser“. Das ist mein absolutes Herzensbuch und es hat sehr lange gedauert, bis sich eine Verlagsheimat dafür gefunden hat.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung heraus, ohne zu spoilern?

Ich lese immer den Anfang des Buches. Wenn mein Anfang schon nicht zu fesseln vermag, habe ich bereits verloren.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ach, eigentlich mag ich sie alle ganz gerne.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

In jeder Figur steckt meistens ein Teil von mir selbst.

Hast du eine Lieblingsszene?

Ja, das ist die, wo Sara von einem Hmmmhmmmhm behmmmhmmmt wird und der Hmmmhmmmhmmm den Hmmmhhmmm aus ihr rauszieht.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Nein, nicht wirklich, aber das Antiquariat Stein sieht in meiner Vorstellung aus wie die Bibliothek der Sunnydale High.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Ich arbeite gerade an einem Jugendbuch namens „Pfadfinderehre“.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Leider ja. Im Moment sogar ziemlich oft. Und natürlich die kleine Schreibblockade, die immer hinter mit her krabbelt und sich an meinen Hosenbeinen hochzieht.

Wann und wo schreibst du?

Am liebsten abends oder nachts in meinem Arbeitszimmer. Derzeit jedoch wann immer und wo immer sich die Möglichkeit bietet.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Für mich beginnt jedes Buch mit einem Exposé. Dann folgt eine Kapitelübersicht und anschließend wird streng chronologisch geschrieben. Recherche erfolgt bei mir eher nebenbei.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Durchs Schreiben selbst und durchs Lesen. Vor Jahren habe ich tatsächlich an einer Fernuni „Kinder- und Jugendbuch“ studiert, um mich aus einer Schreibblockade zu ziehen, aber ich habe bloß die erste Übung absolviert. Ich glaube, Schreiben lernt man am ehesten dadurch, dass man es tut. Und durch Kritik natürlich. Ehrlich Betaleser sind das A und O.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Mir ist es wichtig, eine gute Geschichte zu erzählen und damit Menschen glücklich zu machen. Leider ist Marketing nicht so meins. Es ist mir peinlich, den Leuten zu erzählen, wie toll mein Buch ist. Es soll für sich selbst sprechen. Besonders gerne gebe ich übrigens Lesungen. Da sehe ich unmittelbar, ob das Buch funktioniert und freue mich, wenn ich die Zuhörer zum Lachen bringen kann.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Das sollte meiner Meinung nach Hand in Hand gehen.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Per Email. Ich hatte einen ziemlich schlechten Tag und mein Verleger schrieb unter meinen Schlechte-Laune-Post auf Facebook, ich solle doch mal in mein Emailpostfach schauen. Und da lag dann die Zusage.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Leider hat es noch keins meiner Bücher in eine Buchhandlung geschafft. Ich habe bisher immer mit Kleinverlagen zusammengearbeitet. Mal schauen, ob es dieses Mal anders wird.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Ich habe zwei Kinder zur Welt gebracht und muss sagen, das ist nochmal ein anderer Schnack. Überhaupt nicht zu vergleichen.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Mein Mann und meine Mutter.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Uffz. Gute Frage! Das kann ich nur hochrechnen. Das sind bestimmt 25 Stück. Aber alle, die ich als Teenager geschrieben habe, können direkt in die Tonne.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Meistens hatte ich das tatsächlich, ja.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Ach, das wurde eher belächelt, glaube ich. Aber jetzt ist meine Familie sehr stolz auf mich.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Das war schon aufregend …

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

In der 1. Klasse. Da schrieb ich „Die aufregenden Abenteuer der Katrin Schwarz“.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Fällt mir spontan keines ein.

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