Quasselwolke: Autorin Jasmin Whiscy

Heute stellen wir euch die Autorin Jasmin Whiscy vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

 

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Hi, ich bin die Jasmin Whiscy und ich schreibe witzigsüße Jugendbücher für Mädels und alle, die sich nochmal wie fünfzehn fühlen wollen. In meinen Büchern verarbeite ich meinen schlechten Humor, meinen Sadismus, unterdrückte Gerechtigkeitsgefühle und meinen nervtötenden, unerschütterlichen Optimismus. Aufgewachsen bin ich zwischen Büchern, Mangas und der Donau.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Direkt. Frech. Ehrlich.

Welches Sternzeichen bist du?

Waage

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Verspätung – sonst müsste ich täglich Züge mit Tomaten bewerfen.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Aktuell fahre ich total auf den Botaniker Klaus aus Trywwidt ab. Der ist einfach mal anders: Messi, Langzeit-Student, dick und liebenswert. Ja, solche Charaktere braucht die Buchwelt!

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Ken Akamatsu ist ein Gott. Er muss ein Gott sein.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Ich habe keinen Lieblingsmusiker, da ich viele Lieder gut finde. Allgemein höre ich gern Jpop, Glitch Hop, Nightcore, Dubstep und Electro.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Lachen! Und Charaktere quälen!

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Alle. Sie sind so wunderschön!

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Einen absoluten Liebling habe ich hier nicht, da ich schon so viele gute Bücher von verschiedenen Autoren genießen durfte. Eine kleine Auswahl davon: Wendelin van Draanen, Nancy Salchow, Gabrielle Zevin, I. Reen Bow, Patricia Schröder, Mo Kast, Bianka Minte-König, Isabell Schmitt-Egner, Hortense Ullrich, Scott Westerfeld

Was verabscheust du am meisten?

Lügen und Ungerechtigkeit

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Unendliche Energie!

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Ziemlich easy. Ich hab’s getan. Dann habe ich nicht mehr aufgehört! Das hat schon im Kindesalter angefangen, meinen ersten Roman mit ca. 300 Seiten hatte ich mit dreizehn Jahren fertig. Wer also hier liest und überlegt, zu schreiben: Tu es! Es fühlt sich extrem geil an.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Eine deutliche Charakterentwicklung, eine unterschwellige moralische Botschaft und gute Witze.

Wo liest du am liebsten?

Da, wo Essen danebensteht. #simpelgestrickt

Hast du ein Lebensmotto?

Lache, so oft du kannst.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Wahnsinnig viele. Mit drei hat es angefangen und seitdem sind so viele Bücher durch mein Gehirn gewandert, dass ich die Titel gar nicht mehr zusammenbekomme. Eines meiner prägendsten Bücher war Ein Hund namens Money von Bodo Schäfer. Nach dieser Lektüre wollte ich unbedingt einen Hund und Aktien kaufen, leider waren meine Eltern nicht so begeistert davon.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Syrien verstehen von Gerhard Schweizer

Hast du ein Lieblingsbuch?

Zwei. Ausgeflippt und Anderswo.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Niemals. Charaktere spucken all day long in der Birne herum und machen einem das Leben schwer. #ichbinnichtverrücktichbinautor

Wie sieht dein Alltag aus?

Erstmal Kaffee und Musik mit gutem Bass, dann fängt der Tag gut an. Danach checke ich meine Mails, kläre Termine und mache mich dann an meine Arbeit als Grafikdesigner. Wenn ich damit fertig bin, geht’s mit meinem aktuellen Projekt als Zeichner / Schriftsteller weiter, oft bis in die Nacht.

Was bringt dich zum lachen?

Da hilft Tee. Okay, Insider beiseite: Die lustige Witze App für Android! Die ist unschlagbar gut.

Welches Hobbie hast du?

Aktuell keine mehr, alles was ich mache, ist zum Beruf geworden: Egal ob lesen, schreiben, zeichnen oder designen.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Ich werde vermutlich irgendwo Kuchen essen. Oder Pizza.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

… Herzblut-Büchern!

Mein Lieblingsgetränk ist…

… Heiße Cola!

Wenn ich ein Geist wäre,…

… würde ich allen Backwaren dieser Welt hinterhertrauern.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

… ein Musen-Engel!

Beim schreiben trinke ich….

… tonnenweise Kaffee und Schwarztee!

Kommen wir nun zum Schreiben

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Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Sie sind einfach da. Leider. Wenn ich von einer Idee überfallen werde, muss ich sie sofort niederschreiben, auch wenn ich nur eine Serviette zur Hand habe. Meine Freunde halten mich deshalb für ein bisschen bekloppt.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Das variiert. Meistens gehe ich mit der Idee jahrelang schwanger und überlege mir alles gründlich, bevor ich anfange zu tippen. Das Tippen an sich dauert dann ca. einen Monat, allerdings überarbeite ich teilweise sehr viel und dann kann sich das auch mal über ein halbes Jahr ziehen.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Internet, ganz langweilig.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Ultra-gemütlich. Überall Stifte und Kaffeetassen!

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Meistens lacht man erst, dann heult man, dann lacht man wieder und leidet einfach alles mit, was man seinen Figuren antut. Natürlich trifft das alles nur auf Liebesroman-Schriftsteller zu 😉

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

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Auf meiner Website www.whiscy.de findet man kleine Leseproben, Specials, Psychotests und Merchandise zu meinen Jugendbüchern. Auch wenn man sie noch nicht gelesen hat, kann man sich dort gut die Zeit vertreiben.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich plane alles, und meine Charaktere machen meine Pläne kaputt. Das führt dann zu den chaotischen Lach-Heul-Orgien.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Das wäre dann wohl das zweite Buch der Schutzengel-Trilogie Warum Amor danebenschießt. Dass ich es bevorzuge, liegt wohl daran, dass es in der Mitte liegt – da weiß man, es endet noch nicht! Allgemein liebe ich meine andere Serie Verliebtsein macht kurzsichtig mindestens genauso wie die Schutzengel-Trilogie, ich würde sogar sagen, ohne diese beiden Geschichten wäre ich nicht motiviert genug gewesen, zu schreiben. Sie sind die viele Arbeit einfach wert.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung herraus, ohne zu spoilern?

Meistens suche ich mir ein Leser-Opfer, das sich dann meine Probe-Lesung anhören und Feedback geben muss.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ich liebe sie alle, wobei ich Manu und Klaus ganz besonders ins Herz geschlossen habe. Manu, weil sie einfach mal die Fettnäpfchen-Queen ist – man kann sie quälen wie man will und sie steht trotzdem wieder auf und haut irgendeinen schlagfertigen Spruch raus. Klaus, weil er so schön dominant brodelt unter seiner gutmütigen, hilfsbereiten Oberfläche.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Ich glaube, ein bisschen steckt in allen Figuren drin – am meisten vermutlich in Anna aus Verliebtsein macht kurzsichtig. Sie ist ein sehr ehrgeiziger, fairer Mensch und deshalb manchmal etwas zu geradlinig.

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Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Auf jeden Fall. Wie alle Schriftsteller bringe ich in meinen Büchern diejenigen um, die mir dumm kommen.

Hast du eine Lieblingsszene?

In Verliebtsein macht kurzsichtig 2 gibt es ein Kapitel namens Die Mitleids-Tour, in der Charlotte zugibt, dass sie sich wünscht, dass Klaus auch weiterhin Mitleid mit ihr hat.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Nein. Meine Szenen laufen wie ein Kinofilm in meinem Kopf ab, sodass ich sie auch problemlos zeichnen kann, wenn mir danach ist. So ist zum Beispiel auch mein Comic Fett verliebt entstanden.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Am letzten Teil der Serie Verliebtsein macht kurzsichtig! Das Warten hat bald ein Ende!

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ja, auf jeden Fall. Andere Leute nennen das meistens grippaler Infekt oder Menstruations-Schmerzen.

Wann und wo schreibst du?

Bevorzugt an meinem eigenen Schreibtisch und nachts

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich bin ein Plotter. Das heißt, ich plane alles komplett durch, bevor ich anfange, zu tippen.

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Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Ich habe viele Bücher über das Schreiben gelesen, bevor ich mich an eine Veröffentlichung gewagt habe und kann das jedem Newbie ans Herz legen. Welche Bücher das sind, ist denke ich nicht relevant, da viele Schreibratgeber immer wieder dasselbe vorbeten. Allgemein hilft es, die Werke der Vorbilder mal zu analysieren und herauszufinden, warum einem die Lieblingsbücher so gut gefallen.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Autor zu sein, bedeutet gar nichts. Ich bin nicht besonders gerne jemand. Ich mache halt was, wie jeder andere auch. Das ist auch schon der Kampf. Menschen versuchen, sich selbst über oder unter einen zu stellen und ich will sie knuddeln und auf dieselbe Ebene holen.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Die Protagonistin. Denn im Idealfall entsteht die packende Geschichte nur durch sie. Wenn die Geschichte auch ohne die Protagonistin funktioniert, würde ich sie streichen und jemand anderem die Rolle geben.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Das war ziemlich easy, ich habe es beschlossen und dann getan.

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Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Auf jeden Fall. Noch krasser ist der Moment, in dem das Belegexemplar ankommt und ich die Druckqualität überprüfen kann.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Mein Lektor.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Zehn.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ja. Mein Hauptberuf ist Kommunikationsdesignerin und ich gestalte tagsüber die Cover für andere wunderbare Autoren, deshalb mache ich auch meine Cover und den Buchsatz selbst.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Sie waren stolz wie Bolle, was daran lag, dass ich beim Beenden des ersten Manuskriptes eine dreizehnjährige Hormonschleuder war.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Als ich lesen gelernt habe.

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