Quasselwolke: Autorin Jill Dolisy

Heute stellen wir euch die Autorin Jill Dolisy vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt..

 

Zu deiner Person:

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Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Ich bin Jill, 1995 geboren und bereits von Kind an begeisterter Büchersuchti. Im Alter von vier Jahren erlernte ich langsam Buchstaben und das Lesen dieser und die Liebe zum Geschriebenen wuchs. Im Alter von 12-15 Jahren habe ich an einigen Schreibwettbewerben teilgenommen und mit 17 eine Auszeichnung für besondere Verdienste im Fach Deutsch erhalten. Neben den Erlebnisaufsätzen fing ich an eigene Geschichten zu schreiben und Ideen in unzähligen Notizbüchlein und losen Blättern zu sammeln. März 2018 ist nun endlich mein erstes eigenes Buch erschienen und im Juli ein weiteres Projekt, an dem ich mitwirken durfte. Momentan lebe ich mit meinen beiden Hamstern Grimmel und Bean im Saarland und tüftele an weiteren Geschichten.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Kreativ, tierlieb und neugierig

Welches Sternzeichen bist du?

Krebs.

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Fehler, die jedem passieren können, zum Beispiel etwas Vergessen, jemandem aus Versehen wehtun, etwas kaputt machen.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Kann ich so nicht sagen.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden (Vorbild) in der Wirklichkeit?

Menschen im Allgemeinen, die sich ihr Leben lang für Umwelt und Tiere einsetzen.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Hyuna (KPop Soloist)

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Lesen^^

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Zartrosa

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

J. W. Goethe

Was verabscheust du am meisten?

Tierleid

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Die fünf Elemente zu beherrschen

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Über die Schule (Erlebnisaufsätze)

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Eine gute und vor allem logische Story, keine 0815 Handlung oder Kopie eines Schemas F. Unerwartete Handlungswendungen, starke weibliche Protas.

Wo liest du am liebsten?

Im Bett, auf der Couch.

Hast du ein Lebensmotto?

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN! (Goethe)

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Sehr viele, vor allem alles mit Pferden, darunter die Pferdebande, Bille und Zottel, aber auch die wilden Hühner und die Lustigen Taschenbücher.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Goethes Faust. Es ist die deutsche Poesiekunst in Reinform und die angesprochenen Themen werden extrem gut behandelt und sind heute immer noch von Bedeutung.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Nein, eher ein paar Bücher, die ich immer wieder lese.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Nein, denn die Schreibideen kommen zu jedem Zeitpunkt und egal welcher Ort. Und wenn einen die Schreibwut packt, kann die Welt untergehen, dann muss man schreiben .

Wie sieht dein Alltag aus?

Aufstehen, Frühstücken, fertig machen, Uni besuchen oder Haushalt machen. Am Nachmittag eine Folge meiner derzeitigen Serie gucken, kochen, lernen oder lesen oder schreiben, schlafen. Zwischendurch noch meine Hamster versorgen und in dieser Affenhitze versuchen die Wohnung zu kühlen.

Was bringt dich zum lachen?

Tollpatschige Tiere und Menschen, sowie guter Humor.

Welches Hobbies hast du?

Reiten, Tanzen

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Mit Hund, Pferd, Hamster und Mann auf einem eigenen Hof an einem ruhigen Platz.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Leute, bitte wacht auf, wir haben nur einen Planeten! Egoismus ist echt nicht mehr angebracht! Denkt an eure Kinder und macht endlich was gegen die Ausrottung der Tierwelt und Umweltverschmutzung.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Gummibärchen

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Lustiger Roman oder Romantasy

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Sci-Fi/Dystopie

Mein Lieblingsgetränk ist…

Wasser, so doof es klingt.

Mein liebstes Liebeslied ist…

Henry – It’s you

Ich grusel mich vor…

Schlangen

Wenn ich ein Geist wäre,…

würde ich mich in fremde Häuser begeben und sie belauschen. Ja, Neugier ist etwas schlimmmes.

Beim schreiben esse ich….

Alles, was griffig ist (Gummibärchen, Trauben, Gemüsestücke, Cherry Tomaten)

Kommen wir nun zum Schreiben

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Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Spontan im Alltag oder aus der Erfahrung

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Das ist sehr abhängig vom Thema und der Zeit. Mein Erfahrungsbericht war in anderthalb Monaten geschrieben, mein Debüt Fantasyroman ist immer noch nicht hundertprozentig fertig nach über einem Jahr.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Google, aber auch Nachschlagewerke oder konkret Fachliteratur zu dem Thema.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Entweder penibel aufgeräumt oder total chaotisch, je nach Gemütszustand.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Man arbeitet, wie jeder andere auch und schreibt, wenn einen die Schreibwut packt, egal ob das nachts ist oder mitten in der Klausurenphase. (Die negative Seite des Schreibens)

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Man teilt die Werke ab und an und erzählt seinen Bekannten und Freunden davon. Der Verlag wirbt zudem ein bisschen.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man planen kann, soviel man will, im Endeffekt schreibt sich die Geschichte zum Teil doch selbst.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Meine nicht-fertige Adaption eines Märchens.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Da ich in meinem Erfahrungsbericht von mir selbst erzähle, auch hier wieder: Die Prota meiner Märchenadaption gefällt mir am besten.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Definitiv! Jede Figur trägt einen Teil von mir in sich.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Ja, jedes Mal. Mal sind es die Engsten, die sich in einer guten Prota wiederspiegeln, mal die Personen, die einem in der Vergangenheit das Leben schwer gemacht haben. Die bekommen dann einen Ehrenposten als böser Antagonist :D.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Im Erfahrungsbericht „Tomaten auf den Ohren“ ja, da es meine Vergangenheit ist, die ich aufgeschrieben habe.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Am allerletzten Feinschliff meiner Märchenadaption.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ja, das gehört aber dazu. Kreativität lässt sich nicht erzwingen.

Wann und wo schreibst du?

Immer alleine an meinem Laptop, zu den unterschiedlichsten Zeiten und unterschiedlichsten Gefühlszuständen.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Teils, teils. Beim Ideen sammeln, schreibe ich drauf los. Das richtige Manuskript plane ich allerdings, vor allem Anfang und Ende. Die Mitte darf sich gerne selbst entfalten.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Ich bin der Meinung, es ist wie mit dem Malen: Einen Teil kann man lernen, aber das Gespür für Bilder, welche die Zuschauer emotional berühren werden, muss man einfach haben.

Ich halte persönlich nicht viel von Schreibschulen. Entweder man kann schreiben und den Leser fesseln, oder man kann es nicht. Ein Problem heutzutage ist ja wirklich, dass Hinz und Kunz ein Buch veröffentlichen können, das wiederum führt zu einem überfluteten Büchermarkt, bei dem oft die Qualität aufgrund der Quantität zu leiden hat.

Jeder sollte sich ausprobieren, aber dann auch realistisch sein und einsehen, dass man eventuell nicht gut genug ist. Bei mir war es so, dass ich immer gesagt habe, dass ich nur veröffentliche, was von einem Verlag abgesegnet wird. Diese Menschen haben Ahnung und können Talent beziehungsweise das Beherrschen des Metiers erkennen.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Für mich ging ein Lebenstraum in Erfüllung.
Schwierig ist, wie ich eben schon erwähnte, dass jeder mittlerweile veröffentlichen kann. Das drückt die Qualität der Bücher auf dem Markt.
Froh macht mich das reine Schreiben. Die Veröffentlichung ist einfach noch einmal ein zusätzliches Geschenk, das ich sehr wertschätze.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Ich kann es immer und immer wieder nur betonen: Wichtig ist der rote Faden. Die Geschichte kann noch so packend sein, wenn es keinen Zusammenhang gibt, wird der Leser nicht zufrieden sein. Ebenso für die interessante Prota: Sie kann noch so interessant sein, wenn die Geschichte vor Logikfehlern trieft, wird das Endergebnis nichts gutes.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Oh ja, das werde ich auch nie vergessen: Wir waren im Urlaub in der Schweiz und nach ein paar Tagen Mediendetox, habe ich das Handy wieder eingeschaltet und den Messenger aufgerufen. Zuerst habe ich gar nicht realisiert, was da stand. Dann habe ich die Nachricht ein weiteres Mal gelesen, gekreischt wie eine Irre, rumgeschrien vor Freude und sogar geheult. (*Dramaqueen*) Danach haben wir eine Flasche Sekt geköpft und ich bin wie ein Flummi durch den restlichen Tag gehüpft. ^^

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Nein, weil es ein Nischenbuch ist und somit eher kleinere Leserzahlen haben wird.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Ich finde den Vergleich ehrlich gesagt total daneben.

Eine Geburt ist eine Achterbahn der Gefühle für beide Elternteile und ein neues Leben, das schon in der Entstehung an sich ein Wunder ist, wird auf die Erde gebracht.
Bei einem Buch reden wir von einem Bündel Papier mit Buchstaben, das veröffentlicht wird.

Natürlich habe ich mich gefreut und unruhig rumgesessen, bis die offizielle Mitteilung des Verlags kam, aber es ist dann doch übertrieben eine Buchveröffentlichung mit einer Geburt zu vergleichen.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Mein Freund und meine allerengste Freundin.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

5

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Zum Glück ja und dafür bin ich meinem Verlag auf ewig dankbar.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Zuerst durfte ich mir anhören das wäre Tagträumerei und man könne davon nicht leben. (Dessen muss man sich übrigens bewusst sein. Schreiben als Hauptverdienst schaffen nur die Allerwenigsten.) Mittlerweile wird es akzeptiert, auch weil die ersten kleinen Erfolge zu verzeichnen sind.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Ja, das war die oben beschriebene Szene im Urlaub.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Ich fühle mich nirgendwo so wohl, wie in der Welt der Bücher. Ich träume sehr real und habe ein sehr großes Repertoire an Ideen, das ich nicht vergeuden wollte. So kam eins zum anderen und ich fing an, die Ideen und Träume aufzuschreiben.

Was den Erfahrungsbericht angeht: Es half mir enorm, die Vergangenheit aufzuarbeiten und das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen, weil es immer noch ua. ein Image- und Akzeptanzproblem hat.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Gut sehen kann ich schlecht, aber schlecht hören kann ich gut.

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