Quasselwolke: Autorin Lisa Lamp

Heute stellen wir euch die Autorin Lisa Lamp  vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Mein Name ist Lisa Lamp und ich schreibe leidenschaftlich gern Bücher und Kurzgeschichten für alle Fantasyfans. Manchmal ist auch etwas für die Horrorliebhaber dabei. In meinen Geschichten spiegelt sich mein schwarzer Humor und meine Fantasy wider. Um mich kennenzulernen ist es deshalb am einfachsten mein Buch zu lesen.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Sarkastisch, Großmäulig und Ehrlich

Welches Sternzeichen bist du?

Krebs

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Wenn man etwas vergisst. Das ist meiner Meinung nach menschlich und geschieht nicht aus Absicht.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Derzeit bin ich begeistert von Raban aus Feder und Klinge von Rebecca Andel, weil er liebevoll, mysteriös, humorvoll ist und sich von niemandem unterkriegen lässt.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Mein acht Monate alter Neffe mit seinen Patschehändchen und seinen Gehversuchen ist mein persönlicher Held, weil es sich allein für ihn lohnt, dass ich täglich aufstehe.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Puh, das ist eine schwierige Frage. Ich würde sagen, dass ich keinen habe, weil ich von Lied zu Lied entscheide, ob es mir gefällt oder nicht.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Schreiben! Nichts geht über einen Tag auf der Terasse mit dem Laptop auf dem Schoss, um mein aktuelles Manuskript voranzutreiben.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Schwarz. Es sei denn ihr gehört zu den Verfechter, die Schwarz nicht für eine Farbe halten. Dann ist es Rot.

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Das kann ich nicht festlegen. J.K. Rowling, Isabell Schmitt-Egner, Simone Elkeles, Richelle Mead, Cassandra Clare, C.C. Hunter,…. Ich liebe sie alle.

Was verabscheust du am meisten?

Lügner, Betrüger, Mörder, … Die Liste ist lang.

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Meine Schwester und ich haben früher alle Bücher, die wir finden konnten und deren Klappentext uns begeistert hat, gelesen. Aber irgendwann waren wir in einem Büchergeschäft und haben kein Buch gefunden, dass uns angsprochen hat. Meine Schwester sagte als Witz, dass wir uns die Bücher wohl selber schreiben müssen. Tja und dann hab ich einfach angefangen und konnte nicht mehr aufhören.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Authentische Charaktere, eine spannende und vorallem originelle Geschichte und überraschende Ereignisse.

Wo liest du am liebsten?

In meinem Zimmer auf meinem Bett

Hast du ein Lebensmotto?

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Mir wurden Märchen vorgelesen, aber selbst hatte ich vor meinem zehnten Geburtstag nie ein Buch in der Hand.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Ganz klar “Harry Potter”. Selbst wenn man die Story und die Autorin nicht mag, sollte man sie gelesen haben, um mitreden zu können.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Nein und um alle aufzuzählen, die ich mag, haben wir alle zu wenig Zeit.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Ich glaube, dass kommt auf den Schriftsteller an. Ich nehme mir gezielt vor Pausen einzubauen, aber die halte ich nicht immer ein, wenn mich gerade die Muse küsst.

Wie sieht dein Alltag aus?

Derzeit bin ich als Betreuerin auf einem Ferienlager für Kinder, also ist mein Alltag ziemlich chaotisch und laut, aber es macht auch jede Menge Spaß.

Was bringt dich zum lachen?

Schwarzer Humor, Sarkasmus und Ironie

Welches Hobbie hast du?

Außer Lesen und Schreiben? Ich spiele seit ein paar Jahren Gitarre und das macht wahnsinnig viel Spaß.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Hoffentlich bleibt mein Leben, so wie es ist. Ich habe alles was ich brauche und mache, was ich will.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Büchern

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Fantasy

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Historik

Mein Lieblingsgetränk ist…

Erdbeerbowle

Ich grusel mich vor…

mir selbst. Nein, Spaß bei Seite. Vor der Dunkelheit

Wenn ich ein Geist wäre,…

würde ich bei meiner Familie spuken, um sie zu erschrecken.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

eine verrückte Hexe, die in der Psychiatrie festsitzt, weil sie glaubt, dass Übernatürliches existiert.

Beim schreiben esse ich….

gar nichts. Ich hab zu große Angst, dass meine Tasten schmutzig werden.

Kommen wir nun zum Schreiben

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Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Träume, Filme, andere Bücher, alte Geschichten, die mir erzählt worden sind, wahre Begebenheiten, etc. Eigentlich überall 🙂

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Ein halbes Jahr für die Rohfassung, zwei Monate für die erste Überarbeitung, zirka 1-2 Monate um die Tipps meiner Testleserinnen einzuarbeiten. Danach kommt das Buch zum Lektor, was nochmal viel Zeit in Anspruch nimmt. Alles in Allem würde ich ein Jahre für ein Buch rechnen.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Mein Schreibtisch ist mein Bett, meine Terasse und manchmal der Küchentisch – Ich schreibe wo und wann ich will, was dank meines Laptops möglich ist.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Aufstehen, Brotjob, Haushalt, Schreiben und wenn dann noch Zeit bleibt, wird vor dem zu Bett gehen gelesen 🙂

Aber das wird bei hauptberuflichen Schriftstellern sicher um Längen anders sein.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich habe eine eigene Autorenseite und eine extra Seite für meine Buchreihe. Auch starte ich in regelmäßigen Abständen Leserunden auf lovelybooks, bei denen man meine Bücher gewinnen und rezensieren kann. Außerdem poste ich immer wieder Rezensionen auf Instagram, Facebook, Amazon und co.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich bin kein Freund vom Planen, weil das für mich zu viel Zeit in Anspruch nimmt, die ich ins Schreiben investieren könnte, weshalb ich meist nur grob weiß, wie die Handlung verläuft. Ich kenne den Anfang und das Ende, aber was dazwischen passiert, erfahre ich auch erst, wenn ich es schreibe.

Hast du in in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

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Ja! Und es ist nicht die Hauptprotagonistin. Mein absoluter Liebling ist meine Mel, die vorlaute, freche, kämpferische Hexe, die immer alles für ihre Freunde tut und sich nicht unterkriegen lässt. Aber auch Nicole, die Eisprinzessin, die meiner Hauptprotagonistin das Leben zur Hölle macht, ist mir ans Herz gewachsen, weil sie einerseits arrogant, stur und kalt ist, aber andererseits immer hilft, wenn es drauf ankommt.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Ja und Nein. Sicher haben meine Charaktere viel von mir selbst. Sei es meine Hauptprotagonistin Read, die ihre zu große Nase hasst, ihre Freundin Tara, die nur schwarze Kleidung trägt oder Mel, die absolut großmäulig und vorlaut ist. All das trifft auf mich auch zu, aber für mich sind meine Charaktere eigenständige Personen.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Auf jeden Fall, aber meist habe ich nur Eigenschaften dieser Personen verwendet und das Aussehen geändert.

Hast du eine Lieblingsszene?

Ja, aber die kann ich nicht verraten ohne das Buch zu spoilern.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Umso realer umso besser. Ich beschreibe gerne viel und gehe ins Detail. Das könnte ich nicht, wenn ich die Bilder nicht ganz klar vor Augen hätte.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

An Band 2 und 3 meiner Fantasyreihe “Wenn die Nacht stirbt” und an einem Romantasy-Projekt, dass ich im Verlauf einer Challenge vom Carlsen Verlag geschrieben habe.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Glücklicherweise nicht. Ich habe Tage, an denen ich nicht zum Schreiben komme oder die Motivation nicht aufbringe, aber sobald ich einmal am Laptop sitze, fließen die Wörter auf den Bildschirm.

Wann und wo schreibst du?

Überall und zu jeder Zeit, wenn ich Lust habe

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Wie bereits erwähnt, schreibe ich einfach, aber ich mache mir sehr wohl Notizen in ein Büchlein, um nicht zu vergessen, wer welche Haar- oder Augenfarbe hatte.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Natürlich kann man das Handwerk erlernen und ab einem gewissen Zeitpunkt ist es sicher geschickt sich weiterzubilden, aber entweder man hat das Gespür und die Fantasy, um Bücher zu schreiben und eine spannende Story zu erzählen, die beim Leser ankommt, oder eben nicht. Ich habe viele Bücher gelesen, einige Schreibratgeber und viel im Internet recherchiert, was gut ankommt und was nicht. Vielleicht werde ich irgendwann einen Kurs machen, aber dann würde das Schreiben zur Arbeit werden und das soll es für mich nicht sein. Es ist ein Hobby und das ist gut so. Ob meine Bücher deshalb schlechter sind, müssen die Leser entscheiden.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

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Für mich bedeutet es eine Herausforderung. Mich selbst immer wieder zu motivieren, mir immer wieder Geschichten auszudenken und immer wieder zu schreiben ist für mich eine Challenge und fordert mich genau in dem Maße, wie ich es brauche.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Nichts von beidem ist wichtiger. Die Geschichte kann noch so gut sein, wenn der Leser nicht mit den Charakteren mitfühlen kann, wird ihm die Story nur noch halb so gut vorkommen. Umgekehrt ist es genauso. Die Protagonisten können noch so authentisch und aufregend sein, wenn die Geschichte den Leser nicht mitreißt, wird es das Buch weglegen.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ja, den Moment werde ich nie vergessen. Ich war gerade beim Chinesen mit meiner Mutter und meiner Tante, die wieder einmal eine ihrer langweiligen Geschichten zum besten gegeben hatte, weshalb ich am Handy meine Emails gecheckt hatte. Und da war plötzlich eine positive Rückmeldung eines Verlags. War echt ein tolles Gefühl.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Nein 🙂 Die Möglichkeit hatte ich auch gar nicht. Ich war zu diesem Zeitpunkt als Betreuerin in Salzburg auf einem Turnus für Kinder zwischen 7 und 13 Jahren und habe im Schnitt 10 Stunden täglich gearbeitet.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Ich habe keine Kinder, weshalb ich das nicht beurteilen kann. Aber es ist ein wunderschönes Gefühl.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Meine drei Engeln – Louisa, Lisa und Jessica, die wirklich kritisch meine Texte beäugen und mir gleich sagen, wenn ihnen etwas nicht passt. Die drei sind toll und die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos, wofür ich wirklich dankbar bin.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Fünf. Naja eigentlich sechs, aber Nummer sechs ist noch nicht ganz fertig.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ja! Kein Mitspracherecht zu haben, stelle ich mir furchtbar vor. Außerdem verstecke ich in meinen Covern Hinweise auf die nächsten Bände, um zum Spekulieren anzuregen.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Gar nicht, weil sie es nicht wussten. Ich habe es niemandem gesagt und einfach in meinem Zimmer vor mich hin geschrieben, solange bis plötzlich ein Verlag mein Buch wollte. Dann waren alle verblüfft und sind aus allen Wolken gefallen.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Puh, eigentlich habe ich ganz viele, aber mein absoluter Favourit ist:

“Es gibt nur eine Sache, die du wissen musst, Prinzessin. Ich liebe dich und ich werde dich immer lieben”

©
Cover und Bilder: Lisa Lamp

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