Quasselwolke: Autorin Sontje Beermann

Heute stellen wir euch die Autorin Sontje Beermann vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

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Sontje Beermanns Schreibleidenschaft erwachte zu Beginn der Teenagerzeit und schon damals war ihr größter Traum, hauptberufliche Autorin zu sein. Doch erst zwanzig Jahre später hat sie diesen Weg in Angriff genommen. Nach Ausbildung, Studium, Familiengründung und Berufsleben lebte ihre Begeisterung wieder auf und sie wagte den Schritt in die Öffentlichkeit.
Sie schreibt Romane, die ans Herz und unter die Haut gehen. Weil sie an die großen Gefühle und die Chancen im Leben glaubt.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Lachen, Musik, emotional

Welches Sternzeichen bist du?

Krebs

Wer ist dein liebster Romanheld?

Jamie Fraser (Feuer&Stein-Reihe)

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Oh, das sind ziemlich viele: Beyond the Black, Disturbed, Kamelot, Die Fantastischen Vier, Die Ärzte, Schiller, uvm.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Neben dem Schreiben? Lesen, Stricken

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Limonengrün, Türkis

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Susan Mallery, Dani Atkins

Was verabscheust du am meisten?

Unehrlichkeit

Wie bist du zum schreiben gekommen?

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Ich habe seit der Grundschule viel gelesen und dann mit 14 angefangen, zu schreiben. Die eigenen Ideen in meinem Kopf mussten raus und auf Papier gebannt werden.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss mich emotional packen, egal auf welcher Ebene (oder in welchem Genre). Aber es darf nicht überzogen sein – too much geht gar nicht!

Wo liest du am liebsten?

Auf der Couch. Oder im Urlaub auf einem Futon in der Himmel&Meer-Lounge (Mein Schiff)

Hast du ein Lebensmotto?

Nothing happens unless there is first a dream. — Carl Sandburg

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Alles von Enid Blyton

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?
„Ein König für Deutschland“ von Andreas Eschbach.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Das sind soooooo viele! Ich könnte mich gar nicht entscheiden

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Ja, irgendwann bin auch ich müde. Aber ich empfinde das Schreiben an sich nicht als Arbeit, von der ich Feierband oder Urlaub brauche. Diese „Eigenschaft“ gehört zu meinem Hauptberuf. Ich nutze zB. auch im Urlaub einzelne, halbe Tage zum Schreiben.

Wie sieht dein Alltag aus?

Wie bei allen anderen auch. Neben meinem Vollzeitjob als Personalleiterin sind da noch meine Familie, der Haushalt, Sport, Freunde, Hobby-Treffen etc. Ich schreibe abends und am Wochenende.

Was bringt dich zum lachen?

Trockener Humor (ich liebe zB Rowan Atkinson in „Black Adder“). Situationskomik. Und meine Tochter, wenn sie mit „coolen Sprüchen in Jugendsprache“ um die Ecke kommt.

Welches Hobbie hast du?

Lesen, Stricken,

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

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Hauptberufliche Hybrid-Autorin, also Selfpublishing und Verlag.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Musik und Büchern

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Romantic Thrill

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Krimi

Mein Lieblingsgetränk ist…

Maracuja-Schorle

Mein liebstes Liebeslied ist…

Auch da kann ich nicht nur eines nennen. „Still Loving You“ von den Scorpions, „I Want To Know What Love Is“ von Foreigner, „The Last Unicorn“ von America, „Is This Love“ von Whitesnake und so weiter und so fort

Beim schreiben esse ich….

Nichts, ich muss saubere Finger haben!

Kommen wir nun zum Schreiben

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Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Die kommen von ganz allein, manchmal in den beklopptesten Situationen.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Das ist unterschiedlich, hängt von so vielen Faktoren ab. Für die Erstfassung habe ich bis jetzt zwischen 6 Wochen und 4 Monaten gebraucht.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Hauptsächlich das Internet

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Mein Schreibtisch ist rein funktionell, das einzig halbwegs gemütliche ist mein Stuhl.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Da ist jeder Tag unterschiedlich, ich habe keinen festen Ablauf.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

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Facebook. Instagram, Newsletter

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich plane den Plot grob durch, mit Stichpunkten und lockerem Szenenplan. Im Endeffekt sagen mir aber die Charaktere, wo es langgeht.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Meinen Metal-Romance-Roman, „Metal ist nicht genug“. Die beiden Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen, und ich habe bereits beim Schreiben gemerkt, dass ich sie sehr vermissen werde. Ihre Geschichte zu schreiben, hat mich oft sehr berührt (inklusive Tränenausbrüche)
Aber meine neue Serie rund um die „Angels & Demons“ ist auch nicht ohne. Das ist eine eigene Welt, in die ich von Buch zu Buch lieber eintauche.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung herraus, ohne zu spoilern?

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Ich suche Szenen heraus, die gut unterhalten und die Atmosphäre im Buch widerspiegeln.

Hast du in ideinem Buch einen Lieblingscharakter?

Meistens meine Protagonistin, aber es gibt auch Nebencharaktere, die ich gerne mag. zB Sabrinas leiblichen Vater Chris, der ist sehr interessant! („Metal ist nicht genug“)

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Nein. Ich gebe ihnen nur ein paar meiner kleinen Eigenheiten, Vorlieben o.ä. mit. So könnte ich zB nie über eine Person schreiben, die Schlager mag. Weil das echt nicht meine Welt ist.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Selten, und dann sind es aber nur einzelne Dinge, nie die Person als Ganzes.

Hast du eine Lieblingsszene?

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Oh ja, die Bühnen-Szene gegen Ende von „Metal ist nicht genug“, da muss ich jedes Mal heulen. Oder ein Dialog zwischen Alexandra und Daniel in „Rache ist Metal“, in der Mitte der Reise.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Manchmal baue ich Kurioses genau so ein, wie ich es erlebt habe. ZB die junge Frau in „Herzschlingern“, die aus der Elbe gefischt wurde und rief, sie sei kein Vampir, als sie vom Notarzt abtransportiert wurde.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Mein aktuelles Projekt spielt auf Helgoland.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

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Nur, wenn ich so müde bin, dass mir das Hirn verklebt.

Wann und wo schreibst du?

Abends und am Wochenende, mein Schreibplatz befindet sich vor dem Büro-Fenster. Ich setze mich aber auch gerne mal auf die Terrasse.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich recherchiere vieles vorweg, aber einiges ergibt sich erst beim Schreiben.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Die Ideen und Worte kommen aus meinem Kopf. Ich habe aber einen Kurs für Kreatives Schreiben besucht und einiges an Literatur verschlungen, um zu lernen, worauf es bei einem guten Roman ankommt. Handwerk, Stil etc.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Autor zu sein, bedeutet für mich, meinem Herzen zu folgen, meinen Traum zu leben. Schon das macht mich glücklich. Außerdem ist es eine Freude, sich mit Lesern auszutauschen und zu sehen, dass ihnen meine Charaktere und Geschichten genauso nahe gehen wie mir.
Zu kämpfen habe ich, wie fast alle Autoren, mit der Sichtbarkeit. Aber ich gebe nicht auf!

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

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Ich denke, beides muss stimmen. Das eine funktioniert nicht, wenn es beim anderen hapert.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Da ich noch nur Selfpublisherin bin, ist es jedes Mal aufregend, auf „Veröffentlichen“ zu klicken.
Voraussichtlich im März erscheint mein erster Verlagstitel, vielen Dank dafür an meine Literaturagentur. Als der unterschriebene Verlagsvertrag hier ankam, bin ich vor Freude ausgeflippt und wir haben erst einmal eine Flasche Sekt geköpft.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Es gibt eine Buchhandlung in meiner Heimatstadt, die meine Romane führt. Ich fahre bei jedem neuen Roman hin und mache mir ein Erinnerungsfoto. Wahrscheinlich wird es dort auch eine Aktion geben, wenn der Verlagstitel als Taschenbuch erscheint.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Oh ja, jedes Mal! Und ich hoffe, das hört nie auf!

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Meine Alpha-Leserin.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Ach je, geschrieben habe ich schon so viel … Seit 2016 sind fünf Romane im Selfpublishing erschienen, dann jetzt der Verlagstitel. Die ersten drei Bände meiner neuen Reihe stehen auch schon. Und ich schreibe ständig!
Als Teenager habe ich neun Romane in diversen Genres geschrieben. Wer weiß, vielleicht erblicken auch sie nach einer Überarbeitung noch das Licht der Welt.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Aktuell entscheide ich alles selbst.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Erstmal positiv überrascht, dann neugierig. Viele davon lesen auch meine Romane, weil sie ihnen auch wirklich gefallen. Und das freut mich total.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Oh ja, ist ja nicht so lange her. Ich habe fast einen Herzklabaster bekommen, als meine Literaturagentur mich angerufen und darüber informiert hat. Das ist ein unsagbar phantastisches Gefühl.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Als ich Teenager war. Und ich habe es einfach getan.

©
Cover und Zitatbilder: Sontje Beermann

 

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