Quasselwolke: Autorin Tanja Steinborn

Quasselwolke: Autorin Tanja Steinborn

Heute stellen wir euch die Autorin Tanja Steinborn vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Ich heiße Tanja Steinborn, bin 33 Jahre alt und komme aus dem schönen Ahrtal. Bücher und Geschichten haben mich mein ganzes Leben beeinflusst: schon als Kind habe ich gerne und viel gelesen (und geschrieben!) und deswegen war es fast schon selbstverständlich, dass ich mich für den Beruf der Buchhändlerin entschieden habe. Vor anderthalb Jahren ging mein großer Traum in Erfüllung und ich habe mein erstes eigenes Buch veröffentlicht.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Katniss Everdeen. Eine unglaublich starke junge Frau mit Identifikationspotential.

Wer ist dein Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Das Team vom Wünschewagen, die ehrenamtlich todkranken Menschen ihre letzten Herzenswünsche erfüllen. Ich ziehe den Hut vor diesem Projekt!

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Royalblau oder wie ich es gerne nenne: Tardisblau 😉

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Joanne K. Rowling

Was verabscheust du am meisten?

Feigheit, Falschheit und Ungerechtigkeit

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Kann ich gar nicht so genau sagen, da ich schon als Kind gerne geschrieben habe und in Aufsätzen immer eine 1 hatte. Fantasie und Geschichten haben mich seit jeher begleitet und ich hoffe, das bleibt auch immer so.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss mich aus meinem Alltag herausreißen und vollkommen in seine Welt hineinziehen können. Ganz wichtig dabei sind Charaktere, die man ins Herz schließt oder mit denen man sich identifizieren kann.

Wo liest du am liebsten?

Auf meinem Balkon in meinem Liegestuhl. Herrlich!

Hast du ein Lebensmotto?

„Laugh hard, run fast, be kind“. Aus meiner Lieblingsserie Doctor Who.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Astrid Lindgren, Selma Lagerlöf, die Dolly-Reihe und die Trixie Belden Jugendkrimis. Und immer wieder Märchen.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Ich finde nicht, dass es ein Buch gibt, was jeder Mensch gelesen haben sollte. Dafür sind die Geschmäcker eben zu verschieden und das ist auch gut so, denn dadurch ist der Buchmarkt schön bunt und vielfältig. Ich wünsche aber jedem Bücherwurm, dass er sein spezielles Herzensbuch in seinem Lieblingsgenre findet. Meins wird immer Harry Potter sein.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Siehe oben: Harry Potter. Und natürlich auch mein eigenes Buch.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Jein. Es gibt Tage, da nehme ich mir bewusst Auszeiten vom Schreiben. Dies gilt insbesondere nach Beendigung eines extrem schwierigen (im Sinne von emotional aufreibendem) Kapitel. Aber ganz loslassen kann ich meine Geschichte nie. Jederzeit und in jeder Situation tauchen mal wieder einzelne Szenen oder neue Ideen blitzartig vor meinem inneren Auge auf.

Was bringt dich zum Lachen?

Meine Freunde und Kollegen, meine Lieblingsserien und Disney-Filme.

Welches Hobbies hast du?

Abgesehen vom Schreiben und Lesen verreise ich unglaublich gerne und liebe es, mich im Vorfeld über die Länder zu informieren und alles durchzuplanen. Außerdem bin ich ein Serien-Junkie und treibe mich gerne auf diversen Conventions rum.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Ich schaue nie weiter in die Zukunft als ein oder zwei Jahre. Lieber den Moment genießen, wer weiß schon, was kommt.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Schottland, Doctor Who und bunten Rockabilly Kleidern

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Fantasy, Krimi/Thriller, Kinder/Jugendbuch

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Science-Fiction

Mein Lieblingsgetränk ist…

Latte Macchiato und Sekt

Mein liebstes Liebeslied ist…

„Moon River“ aus dem Film Frühstück bei Tiffanys. Ich habe mir immer gewünscht, dass ich auf die Andy Williams Version mal meinen Hochzeitstanz haben werde.

Ich grusel mich vor…

Schlangen. Habe eine ganz schlimme Phobie und kann sie mir noch nicht mal auf Fotos anschauen.

Wenn ich ein Geist wäre,…

Würde ich in einem verfallenen schottischen Castle herumspuken. Ach, das wäre toll.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

Definitiv ein Hobbit. Ich glaube, ich wäre ein sehr guter Hobbit. Wenn ich es mir genau überlege, sind gewisse Ähnlichkeiten auch im wahren Leben nicht von der Hand zu weisen – abgesehen von den haarigen Füßen.

Beim Schreiben esse ich….

Ich esse selten beim Schreiben, das lenkt mich zu sehr ab. Dafür trinke ich viel Kaffee und beim Korrigieren auch gerne mal ein Glas Wein (Möglicherweise habe ich grade die Ursache für die ganzen Tippfehler entdeckt 😉 )

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Mich inspirieren hauptsächlich zwei Dinge zu meinen Geschichten: klassische Musik und die Natur. Wenn ich mit meinem Ipod im Ohr durch unsere Wälder und Weinberge spaziere, kommen mir die besten Ideen. Sehr stark beeinflusst hat mich dabei auch die Landschaft von meinem geliebten Schottland, die man auch in meinem Buch wiederfindet.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Bei Band 1 habe ich für das reine Schreiben 9 Monate gebraucht, danach noch ein paar Wochen zum Korrigieren. Bei Band 2 dürften es 16 Monate werden, allerdings muss man da eine dreimonatige Schreibblockade abziehen.

Wie lauten die Titel deiner bisher veröffentlichten Bücher?

„Die Legenden Lýsistratas (Teil 1) – Auf der Suche nach der Blauen Blume“

Cover-1Seite-118x180 Quasselwolke: Autorin Tanja Steinborn

Wie bist du auf den Buchtitel gekommen?

Die Suche nach der Blauen Blume ist ein zentrales Motiv meiner Lieblingsliteraturepoche: der Romantik. Sie steht für Fernweh, Hoffnung, Sehnsucht und Märchen, alles Themen, die auch in meinem Buch eine wichtige Rolle spielen. Lýsistrata ist die Heldin einer bekannten Dichtung von Aristophanes, in welcher die Frauen es schaffen, den Krieg zu beenden, in dem sie sich ihren Gatten verweigern. Ich fand diesen Twist immer sehr amüsant und da es in meiner Geschichte von starken, unabhängigen Frauen wimmelt, erschien mir der Name für mein Fantasyland recht passend (abgesehen davon, dass es einfach schön klingt).

Leseprobe-fertig Quasselwolke: Autorin Tanja Steinborn

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Hauptsächlich andere Bücher. Märchen und Sagenbücher nach originellen Fabelwesen, die bei mir einen Auftritt haben dürfen. Sachbücher über das Leben im Mittelalter, um eine glaubhafte Atmosphäre zu erschaffen. Vor dem Band 2 habe ich ganz viele Bücher zum Thema Schifffahrt und alten Segelschiffen verschlungen, da dies ein zentraler Aspekt der Geschichte ist. Beim Schreiben selbst hilft mir Wikipedia, außerdem stehen Synonym – und Herkunftswörterbuch immer griffbereit.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Nicht besonders gemütlich, sondern zweckmäßig. Neben den oben genannten Wörterbüchern liegt meine Tabelle mit den wichtigsten Grammatik- und Zeichensetzregeln griffbereit, sowie eine Landkarte von Lýsistrata, damit ich immer weiß, wo ich mich in meiner Geschichte befinde. Und im Schrank ist eine Box mit den bisher fertigen Kapiteln und meinen Karteikärtchen zu den diversen Charakteren.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Das würde ich auch gerne wissen, ich kann nur aus dem Arbeitsalltag eines Buchhändlers berichten, da dies mein Hauptberuf ist. Ich schreibe immer am Wochenende, am freien Tag oder im Urlaub, damit ich immer „dran bleiben“ und vollkommen in meine Welt eintauchen kann.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Via Facebook („Tanja Steinborn- Autorin“) und natürlich über Buchblogger, wobei es da recht schwer ist, an Leute ran zu kommen, die Fantasy von einer deutschen unbekannten Autorin eine Chance geben wollen. Jeder der echtes Interesse daran hat, mein Buch zu rezensieren, darf sich gerne bei mir melden!

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Einen groben Plan für die Handlung, einen roten Faden gibt es schon. Wenn man gewisse Geheimnisse in die Story einbaut, die sich erst nach und nach wie ein Puzzle zusammensetzen, muss das auch sein. Aber die Figuren haben IMMER ein Eigenleben. Das ist auch für mich als Autorin wahnsinnig spannend und das schönste am Schreiben. Wenn ich selbst von den Charakteren überrascht werde, fühlt sich das an wie Magie.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

So viele sind es ja noch nicht. Ich glaube aber, dass der Band 2 meiner Trilogie („Die Legenden Lýsistratas (Teil 2) – Die Befreiung von Gandála“- Erscheinungstermin Sommer 2018) mein Favorit wird.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ja, meine Lieblingsfigur ist Àlainn Dunham, die Schwester der männlichen Hauptfigur. In Teil 1 hatte sie nur wenige Auftritte, aber ich kann schon mal verraten, dass sie in Teil 2 eine zentrale Rolle spielen wird. Ins Herz geschlossen habe ich sie aber alle, auch die Bösewichte.

Identifizierst du dich selbst mit einer deiner Figuren?

Meine Freunde und Bekannten, die das Buch gelesen haben, sagen alle, dass sie mich extrem in Meyla, der Hauptfigur, wiedererkennen. Sie hat mit Sicherheit viel von mir mitbekommen; es ist auch kein Zufall, dass sie Bibliothekarin ist. Aber mit dem Identifizieren ist es ähnlich wie mit dem Mögen: es gilt eigentlich für alle meine Figuren. In jedem Charakter, ob gut oder böse, steckt ein Stückchen Herz von mir. Sie sind wie meine Kinder, weswegen es auch entsetzlich weh tut, jemanden sterben zu lassen.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Für jede einzelne meiner Figuren, habe ich rein äußerlich einen bestimmten Schauspieler im Kopf. Abgesehen von zwei Charakteren verrate ich aber nicht, um wen es sich handelt, da der Leser sich ein eigenes Bild machen soll.

Die beiden Figuren sind zum einen Balfour Dunham, die männliche Hauptfigur. Er beruht sehr stark auf der Darstellung des Bard the Bowman aus den Hobbitfilmen (gespielt von meinem Lieblingsschauspieler Luke Evans). Zum anderen gibt es einen Charakter namens Gleann, der auf dem britischen Schauspieler Adam Brown basiert (ebenfalls bekannt aus dem Hobbit). Zu Gleann hat mich tatsächlich der Schauspieler persönlich, den ich schon öfter auf Conventions getroffen habe, und nicht irgendeine seiner Rollen inspiriert. Wie gesagt, die anderen Schauspieler bleiben mein Geheimnis.

Hast du eine Lieblingsszene?

Oh, ganz viele. Eine für mich besondere Szene ist mit Sicherheit das Kennenlernen meiner beiden Hauptfiguren (siehe Leseprobe im Bild). Ich werde rückblickend dann immer ganz melancholisch: weder wussten Balfour und Meyla, wohin die Reise geht, als sie sich zum ersten Mal trafen, noch wusste ich, als ich die Szene schrieb, was mich alles erwartet. Außerdem liebe ich das 16. Kapitel („Das dunkle Herz des Elftings“) von Band 1. Hier werden die Männer aus der Reisetruppe von grünen Waldgeistern entführt und Meyla, die einzige Frau in der Gruppe, muss alle retten. Dies tut sie aber recht widerwillig, da die Männer sie kurz vorher (im Bann eines Zaubers wohlgemerkt!) ordentlich verspottet und geneckt haben. Ich glaube, in diesem Kapitel ist mir eine gute Balance aus Spannung, Gefühl und Humor gelungen.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Ein zentraler Handlungsstrang beruht auf etwas, was ich erlebt und was mich sehr geprägt hat. Ich kann allerdings nicht näher darauf eingehen, weil es sich dabei um eines der großen Geheimnisse handelt, die erst im letzten Teil der Trilogie aufgelöst werden. Nur so viel: es niederzuschreiben, hat mir geholfen, dieses Erlebnis zu verarbeiten. Es wird bloß eine handvoll Menschen geben, die erkennen werden, welchen Handlungsstrang ich meine.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

An Band 2. Ich bin nun soweit, dass ich das große Finale einläuten und ihn hoffentlich im Sommer veröffentlichen kann.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ich hatte eine schlimme Schreibblockade im vergangenen Herbst, die tatsächlich 3 Monate angedauert hat. Leider musste ich den Verlust eines Menschen verkraften, der für mich sehr mit meinem Buch verbunden war. Es erschien mir unmöglich, ohne die Unterstützung und Freundschaft dieser Person weiterzuschreiben. Ich habe mehrmals heulend vor dem Tablet gesessen und es einfach nicht geschafft, die Worte, die in meinem Kopf waren, niederzuschreiben. Irgendwann legte ich es auf Eis und dachte mir „lass es ruhen und probiere es vielleicht nächstes Jahr nochmal“. Das war das Beste, was ich tun konnte, denn nur zwei Wochen später lief es wieder wie am Schnürchen. Rückblickend hat mich diese Erfahrung viel stärker gemacht. Nicht nur, dass ich seitdem viel fließender schreibe als zuvor. Ich habe auch keine Angst mehr vor weiteren Schreibblockaden, denn ich weiß nun hundertprozentig, dass ich den Weg zurück nach Lýsistrata früher oder später immer wieder finden werde. Und ja, es ist genau dieses Erlebnis und der Verlust dieses Menschen, was ich (wenn auch versteckt) als zentralen Handlungsstrang in die Geschichte eingebaut habe.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich schreibe drauf los und plane und ordne dann parallel zum Schreiben. So würde ich persönlich es auch jedem raten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich mit zu vielen Planungen im Vorfeld verzettelt und dies der Geschichte viel ihrer Lebendigkeit nimmt. Meiner Meinung nach sind die besten Geschichten die, die direkt aus dem Herzen kommen. Feinschliff und formale sowie inhaltliche Korrekturen kann man im Nachhinein immer noch machen.

Karte Quasselwolke: Autorin Tanja Steinborn

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Es ist beides. Glaube, ein Grundtalent muss schon vorhanden sein, genauso wie Kreativität und Lust an der Sprache. Aber ich glaube auch, dass man durch so viel praktische Erfahrung wie möglich immer besser wird. Ich sehe definitiv, wie ich mich rein handwerklich von Buch zu Buch steigere. Man ist sicherer in dem, was man tut und traut sich mehr zu. Ich schreibe wie bereits erwähnt seit Kindertagen, habe aber vor ein paar Jahren auch ein Fernstudium „Kreatives Schreiben“ absolviert, was mir ebenfalls viel gebracht hat.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Autor zu sein ist für mich die Erfüllung eines Lebenstraums. Dabei geht es mir nicht um Geld oder Berühmtheit, sondern darum, Menschen mit meinen Geschichten zu berühren, ihnen vielleicht sogar Mut zu machen, so wie es manche Bücher bei mir geschafft haben. Für mich gibt es keine größere Freude, als sich mit den Lesern über meine Figuren und die Geschichte zu unterhalten, vielleicht sogar zu diskutieren. Ich veröffentliche in einem Self-Publishing- Verlag (Twentysix von Random House), was gleichzeitig Freude und Leid ist. Leid, weil man sich alles selbst erarbeiten und erkämpfen muss: Werbung, öffentlicher Auftritt, Abverkäufe. Freude aber eigentlich auch aus genau diesem Grund, denn man kann noch stolzer auf alles sein, was man selbst erarbeitet hat, insbesondere, weil das Schriftstellersein eben nicht mein Hauptberuf ist und ich das alles in meiner Freizeit manage. Außerdem kann ich so viel freier mit meiner Geschichte sein, als es wohl sonst der Fall wäre. Ich kann allen jungen Autoren dort draußen nur ans Herz legen, es auf jeden Fall mal mit Self-Publishing zu versuchen. Grade weil ich selbst aus der Buchbranche komme, glaube ich, dass dies heutzutage der vielversprechendste Weg ist. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir natürlich, auch mal in einem großen Publikumsverlag zu veröffentlichen, einfach weil ich gerne mal sehen würde, was ein professionelles Lektorat aus meinen Texten machen würde.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Ich glaube, wenn einem die Figuren am Herzen liegen, fiebert man automatisch mit ihnen und so auch mit der Geschichte mit.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Ich habe dem Tag, an dem die Bücher in unseren Buchladen kamen, so entgegengefiebert und als es dann so weit war, war ich krank und dann auch noch gleich für 3 Wochen, weil ich operiert werden musste. Das war ziemlich gemein. Aber meine lieben Kollegen haben sich viel Mühe mit dem Aufbau gegeben, mir Fotos geschickt und Bücher zum Signieren nach Hause gebracht.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Definitiv! Für mich war vor allem der Moment, in dem ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, unglaublich aufregend und unvergesslich. Tatsächlich habe ich es ausgedruckt und meinem Papa mit den Worten gezeigt: „Hier, ein Bild von deinem ersten Enkelkind.“

Wer darf als erstes deine Manuskripte testlesen?

Das komplette Manuskript niemand. Ich habe eine Leseprobe mit den ersten Kapiteln an Leute verteilt, die es interessiert hat. Die ganze Geschichte zeige ich vorab bewusst niemandem, bis sie wirklich fertig ist, weil ich mich auf keinen Fall beim Schreiben beeinflussen lassen und wirklich ganz alleine mit meinen Figuren sein will.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

2, davon eins veröffentlicht. Das dritte Buch ist wie schon erwähnt in der Mache und fast fertig. Mein erstes Buch, was ich nicht veröffentlicht habe, hat nichts mit den Legenden Lýsistratas zu tun.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Da ich den Cover Service des Twentysix-Verlages in Anspruch nehme und somit dafür bezahle: ja! Die Cover werden voll und ganz nach meinen Wünschen gestaltet.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Durchweg positiv und stolz!

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

„Wenn Ihr lacht und nicht ständig auf der Hut seid, ist es, als hättet Ihr die Sonne im Gesicht.“

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©
Bilder:Tanja Steinborn
Unterschrift: Gimp //Svenja Glaser

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