Quasselwolke: Autorin Vanessa Carduie

Heute stellen wir euch die Autorin Vanessa Carduie vor, sie ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Hi, ich heiße Vanessa Carduie und bin eine noch recht junge Autorin aus Dresden. Ich schreibe Urban Fantasy- / Romantasy-Romane mit Humor und einer guten Portion Liebe. Meine Brötchen verdiene ich allerdings in einem ganz anderen Bereich, nämlich als Biologin. 😉

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

ruhig, emotional, kreativ

Welches Sternzeichen bist du?

Skorpion

Welchen Fehler entschuldigst du am ehesten?

Für mein leicht chaotisches Wesen. ^^

Was ist deine Lieblingsfarbe?

rot, petrol/türkis, grün

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Da gibt es zu viele.

Was verabscheust du am meisten?

Ungerechtigkeit und Selbstsucht

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wie die Jungfrau zum Kinde. 😛
Scherz beiseite. 😉 In meinem Kopf spukten schon immer diverse Geschichten herum. Ich habe einfach als Teenie irgendwann angefangen, sie aufzuschreiben, und vor zwei Jahren dann mein erstes Buch veröffentlicht. Für mich sind Autoren das, was früher als „Geschichtenerzähler“ bezeichnet wurde. Es ist viel Handwerk, aber eine gewisse „Gabe“ sollte man trotzdem haben.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Lebendige, lebensechte Charaktere, eine gute Geschichte und ein ordentlicher Schreibstil.

Wo liest du am liebsten?

Da, wo mich niemand stört, es warm und trocken ist. Ich hab in meiner Wohnung diverse, kuschelige Ecken zum Lesen.

Hast du ein Lebensmotto?

Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Oskar und die Dame in Rosa.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Eigentlich nicht. Ich gönne mir regelmäßig Ruhephasen, in denen ich nicht schreibe, überarbeite oder lektoriere, aber das hindert meine Protas nicht unbedingt daran, mich zu nerven.

Wie sieht dein Alltag aus?

So wie der von vielen Menschen. Ich stehe auf, gehe zur Arbeit, komme nach Hause und dann schreibe ich.

Was bringt dich zum Lachen?

Gute Witze, liebe Freunde, tapsige Tiere.

Welches Hobbie hast du?

Ich lese gern, zeichne, arbeite kreativ (z.B. mit Fimo, Origami, Speckstein). Daneben gehe ich gern raus in die Natur und angle.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Hoffentlich noch genauso scharf wie jetzt. 😉 Wo ich mich in 10 Jahren sehe? – Gute Frage. Ich werde weiterhin Geschichten schreiben. Ob nun offiziell oder für einen ausgewählten Kreis, weiß ich noch nicht.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Geschichten von anderen Menschen gelesen werden. Damit hatte ich vor der Veröffentlichung meines ersten Buches nämlich nicht gerechnet. Es macht mich sehr glücklich, dass ich andere Leute mit meinen Geschichten erfreuen und eine Zeit lang von ihren Alltagssorgen ablenken kann.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Schokolade

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Urban Fantasy/Romantasy, aber auch mal ein Sachbuch oder einen Krimi

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Horror, Splatter

Mein Lieblingsgetränk ist…

Tee, Ginger Ale

Wenn ich ein Geist wäre,…

würde ich einigen Leuten tierisch auf den Keks gehen.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

ein Bücherskorpion. 😉

Beim Schreiben esse ich….

eigentlich nichts. Ab und an ein bisschen Schokolade, aber eigentlich brauche ich nur meinen Tee.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Sie fallen mir ein. 😉 Tatsächlich kann ich nichts genau benennen. Mir fallen zu jeder Gelegenheit Geschichten ein: wenn ich unterwegs bin, ein Buch lese, Musik höre, träume…

Wie lange brauchst du für die Erstellung eines eigenen Buches?

Lange. Ich schreibe vergleichsweise langsam, lasse mich aber auch nicht hetzen. In der Regel vergeht ein Jahr von der Idee bis zum fertigen Manuskript. Je mehr Seiten, desto länger. Dann kommen die ganzen Überarbeitungsdurchgänge dazu, Testleser, Lektorat und Korrektorat und dann ist das eBook soweit fertig. Für das Taschenbuch kommt dann noch Zeit für den Buchsatz dazu. Das Cover lasse ich mir irgendwann in der Entstehung der Geschichte von meiner Designerin zaubern.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Alle, die ich benötige und nutzen kann: Sachbücher, das Internet, Bilder, Videos, Karten. Ab und an nerve ich auch Menschen, die etwas wissen könnten. Das kommt ganz auf das Projekt an. Für manche muss man mehr, für andere weniger recherchieren.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Semigemütlich. Ich will dort ja arbeiten und nicht einschlafen.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Keine Ahnung. Meiner wird sich kaum von denen anderer Leute unterscheiden, nur nutze ich einen Teil meiner Freizeit für meine Bücher. Das wird bei hauptberuflichen Autoren anders aussehen, aber für die kann ich wirklich nicht sprechen.

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich habe eine Webseite: www.vanessa-cadruie.com, bin bei Facebook aktiv und habe dort eine Seite https://www.facebook.com/VanessaCarduieAutorin/ und eine eigene Buchgruppe https://www.facebook.com/groups/2127072484022158/ . Daneben bin ich bei Wattpad und Youtube.

In der Regel poste ich Textschnipsel und kleine Anekdoten auf meiner FB-Seite und in einigen Gruppen. Zur Veröffentlichung neuer Bücher veranstalte ich mit lieben Bloggern eine Releaseparty/Blogtour. Ab und an gibt es ein Gewinnspiel und einige Bücher sind in Wanderbuchgruppen unterwegs. Leserunden gibt es auch noch.

Natürlich findet man mich auch bei Amazon und Thalia, aber das sind Seiten, die ich nicht aktiv gestalten kann.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Nein und ja. Ich habe immer nur grobe Punkt einer Geschichte im Kopf. Es ist sehr selten, dass ich ein Buch tatsächlich plotte. Selbst wenn ich das täte, würden meine Protas ohnehin tun, was sie wollen. Meistens können wir uns auf einen Kompromiss einigen. 😉

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Diese Frage ist in etwa so nett, wie eine Mutter zu fragen, welches ihrer Kinder sie besonders liebt.

Für mich ist jedes meiner Bücher etwas ganz Besonderes. Ich finde es auch gut, dass man ihnen eine Entwicklung anmerkt und bisher habe ich keinen Grund, mich für irgendetwas zu schämen.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung heraus, ohne zu spoilern?

Ich lese extrem selten. Wenn, dann beginne ich meistens am Anfang, weil man

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ich habe zumindest immer einen Charakter, den ich nicht so mag. 😉

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Nein. Lustigerweise denken viele Leute, dass Autoren wie ihre Figuren sind, aber in der Regel ist das nicht so. Zum Glück, möchte ich sagen. 😉

Ich erschaffe Protagonisten mit bestimmten Eigenschaften und Meinungen. Sie sind fiktiv und kein Abbild von mir, meinen Vorlieben oder sonstigen Meinungen.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Ich nutze nur bestimmte Eigenschaften, Ticks, Verhaltensweisen von anderen Menschen. Es gibt keine 1:1 Übertragung in ein Buch.

Hast du eine Lieblingsszene?

In jedem Buch mindestens eine. 😉

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Manchmal. Aber ich bin ganz froh, dass ich diverse Erfahrungen, die ich meinen Protagonisten zumute, nie selbst machen musste.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Einer Novelle: Insomnia, die im Herbst erscheinen wird.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Geht nicht, gibt’s nicht. Wenn ich nicht schreiben kann, mache ich eben etwas anderes. Es sollte niemals ein Zwang sein.

Wann und wo schreibst du?

Überall, wenn ich Zeit und Muße habe. In der Regel aber abends und zu Hause.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich schreibe und recherchiere nebenbei. Wenn ein Projekt mehr Vorbereitungen braucht, dann muss das natürlich vorher erledigt werden. Ich möchte ja keinen Unfug schreiben.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Ich bin der Meinung, dass man erst einmal zum Geschichtenerzählen geeignet sein muss. Es gibt viele, die gute Ideen haben und doch nie eine zu Ende erzählen können. Dann gehört das nötige „Handwerkszeug“ dazu, also eine gute Ausdrucksweise, Kenntnisse von Rechtschreibung und Grammatik, ein gewisses Gespür für Dramaturgie. Diese Dinge kann man lernen und immer wieder verfeinern. Nicht zuletzt gehört es auch dazu, das nötige „Sitzfleisch“, also Geduld und Ausdauer zu haben. Für mein erstes Buch – was noch nicht veröffentlicht ist – habe ich ganze zehn Jahre gebraucht. Man sollte aus Kritik und Fehlern lernen und sich nicht nur mit den positiven Meinungen zum eigenen Werk auseinandersetzen. Natürlich höre ich auch gern Lob, aber ich weiß, dass ich nicht perfekt bin und bin sehr dankbar für konstruktive Kritik. Ich will mich schließlich verbessern und gleichbleibend gute oder noch bessere Bücher schreiben.

Lesen und Schreiben habe ich tatsächlich in der Schule gelernt. 😉

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Ich bin gern Autorin. Ungerechtfertigte, platte Kritik ohne Sinn und Verstand kann ich nicht leiden. Ich bemühe mich immer um einen freundlichen und sachlichen Umgang, und das erwarte ich auch von anderen Leuten.

Am meisten freue ich mich, wenn mich jemand anschreibt und mir sagt, dass ihr/ihm eins meiner Bücher ein paar schöne Stunden beschert hat. Auch positive Rezis sind schön, vor allem, wenn dort steht, warum der Person das Buch gefallen hat. 😉

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Beides. Eine gute Protagonistin in einer platten Story ist genauso unvollständig wie ein guter Plot mit blassen Protagonisten. Für mich muss beides in ausreichendem Maße vorhanden sein, dann entwickelt die Geschichte auch diesen Sog.

Weißt du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ich bin Self-Publisherin, ich kann mir das aussuchen und selbst planen. 😉

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Nein. Mein Hauptaugenmerk liegt auch eBooks. Leider werden die Bücher von Self-Publishern in der Regel nicht im Buchladen angeboten.

Ist ein Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby?

Es ist aufregend und ein bisschen wie ein Baby, aber zum Glück nicht so schmerzhaft wie eine richtige Geburt. 😉

Wer darf als erstes dein Manuskript testlesen?

Meine Testleser, nachdem ich es überarbeitet habe und meine Follower bei Wattpad.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Geschriebene Geschichten: 11

Veröffentlichungen: 7

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Natürlich. Ich gebe sie schließlich bei meiner Designerin in Auftrag.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du mit dem Schreiben von Büchern angefangen hast?

Unterschiedlich. Ich hänge es nicht an die große Glocke, eben weil einige Menschen den Unterschied zwischen realer Person und fiktiven Werken nicht kennen. Die Leute, die mir wichtig sind, wissen es und unterstützen mich.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie es war als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Self-Publisher 😉 Bisher bin ich ohne Verlag sehr zufrieden.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Irgendwann nach meiner Geburt. 😉 Ich hatte schon immer das Bedürfnis, Geschichten zu schreiben. Das mussten auch meine Lehrer und Mitschüler ertragen. Ein Buch zu veröffentlichen ist nur ein weiterer Schritt.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

„Ich sag ja, ein Teil meines Hirns hat sich fröhlich pfeifend verabschiedet. Bevor auch noch der Rest hinterherläuft, mache ich mich lieber an die Arbeit.“

(Konstantin aus „Neustadtzauber“)

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