Quasselwolke : Michael G. Spitzer

Heute stellen wir euch den Autor Michael G. Spitzer vor, er ist auf die Quasselwolke gestiegen und hat sich unseren Fragen gestellt.

Zu deiner Person:

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Erstmal: Danke für die Möglichkeit, mich auf eurem Blog vorstellen zu dürfen

Als jüngster von drei Söhnen wurde ich 1971 in Köln geboren. Nach Abschluss des Abiturs begann ich 1990 meine Ausbildung bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen, bei welcher ich bis heute tätig bin.

2010 bin ich mit meiner Familie aus Köln in das unweit gelegene Städtchen Hennef gezogen, aus dem wir (zumindest bis jetzt *lach*) auch nicht mehr weg möchten.

Das Schreiben juckte mich schon zur Abiturzeit in den Fingern, umgesetzt habe ich es allerdings erst deutlich später. Aufgrund enormen Stresses sowohl in beruflicher, als auch privater (nicht familiärer) Hinsicht, brauchte ich einen Ausgleich. Am 26.07.2015 erblickte meine erste Protagonistin Danielle „Dan“ Berg das Licht der Welt und zog später als „Die letzte Melderin“ in die Welt hinaus.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

(zu) ehrlich / zuverlässig / hilfsbereit

Welches Sternzeichen bist du?

Widder. Und damit habt ihr auch direkt meine negativen Eigenschaften, denn sie passen bei mir recht gut.

Welchen Fehler entschuldigst du am ehesten?

Den, der offen als solcher zugegeben wird. Ich mag es nicht, wenn jemand nicht zu dem steht, was er tut.

Wer ist dein liebster Romanheld?

(*lach*) Ihr meint, neben meinen eigenen?

Nee, Scherz beiseite. Es gibt viele Protagonisten, denen ich gerne mal begegnen würde. Ganz oben stünde allerdings John Coffey, aus Stephen Kings „The Green Mile“.

Wer sind deine Lieblingsheldinnen/ -helden in der Wirklichkeit?

Leider verstorben sind schon Stephen Hawking und Nelson Mandela.

Übrig bleiben jedoch vor allem der Dalai Lama und die indische Frauenrechtlerin Malala Yousafzai.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Es gibt viele, die ich sehr gerne höre, doch seit meiner Jugend hat diesen Titel eindeutig die Band „Depeche Mode“ inne.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Alles, was mit meiner Familie zu tun hat.

Lasse ich diese mal außen vor, natürlich das Schreiben und die Arbeit in und mit dem Verlag.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Grün

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Wow, da gibt es einige. Ganz weit vorne ist auf jeden Fall Stephen King

Was verabscheust du am meisten?

Wenn jemand lügt, nur, um sich selbst in ein besseres Licht zu stellen

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Ich glaube nicht, dass dies eine natürliche Gabe ist, doch ich würde gerne die Gedanken meines Gegenübers lesen können.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

*lach* Da erfülle ich ein Klischee:

Stress! Sowohl in meinem Job, als auch privat (nicht familiär) lief es etliche Wochen alles andere, als rund. Meine Laune sank nahezu täglich und ich ließ es teilweise an meiner Familie aus. Ich musste die Notbremse ziehen, konnte jedoch sowohl den Job nicht aufgeben, wie auch das Private nicht ignorieren.

Also suchte ich einen Ausgleich: Das Schreiben.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss logisch aufgebaut sein und sollte einen steten, am besten ständig steigenden Spannungsbogen haben. Dabei muss es nicht unbedingt andauernd „KnallBumm“ machen, sondern es darf einfach nicht abflachen. Auch sollte sich ein roter Faden durch das Buch ziehen. Ständige Perspektivwechsel, die mit dem Vor-Kapitel nichts zu tun haben, stören mich.

Wo liest du am liebsten?

Schlichtweg in meinem Bett

Hast du ein Lebensmotto?

Ich halte es gerne mit Charles Chaplin: Jeder Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Ich hatte die bebilderte Fassung von „Das Dschungelbuch“. Dieses las ich recht oft. Mit 9 Jahren kam ich zufällig an „Bim Schwarzohr“ von Stanislaw Rostozki. Eine Geschichte für Erwachsene aus Sicht eines Hundes, der sein Herrchen sucht. Ich habe Rotz und Wasser geheult, doch diese Kurzgeschichte sorgte dafür, dass ich mich der erwachseneren Literatur zuwandte.

Welches Buch MUSS man unbedingt gelesen haben?

Da die Geschmäcker zu verschieden sind, lege ich mich nicht fest. Andererseits könnte ich alle Bücher aufzählen, die ich grandios fand. DAS aber würde euren Speicherplatz auf dem Blog sprengen

Hast du ein Lieblingsbuch?

Ich habe ein paar Favoriten, doch ein echtes Lieblingsbuch habe ich nicht, da jedes auf seine eigene Art toll ist.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Ööööhhhmmmmm, nein.

Wie sieht dein Alltag aus?

Laaaaaangweilig! (*lach*)

Naja: Meistens habe ich Spätdienst, was bedeutet, dass ich das Haus gegen 11:00 Uhr verlasse und gegen 21:00 Uhr wieder zurückkehre. Im Moment sind Ferien, doch während der Schulzeit meiner Kinder stehe ich gegen 06:00 Uhr auf, um alle drei „schultauglich“ für den Tag zu machen. Bis Dienstbeginn schreibe ich noch ein wenig, oder lektoriere, oder kümmere mich und die Social Media von mir oder den Verlag. Was gerade anfällt. Nach dem Dienst ist es genauso, wobei das Wochenende der Familie gehört, wenn sie ruft.

Was bringt dich zum Lachen?

Ich liebe den Sarkasmus. Da ich selbst auch über mich lachen kann, mag ich es, wenn es andere ebenso tun. Wenn dann der richtige Spruch kommt, schmeiße ich mich weg.

Welches Hobbies hast du?

Die Familie mal ausgenommen? Das Schreiben natürlich! Es ist toll, in völlig andere Welten eintauchen zu können und den Film, den man vor den eigenen Augen sieht, auch anderen zeigen zu können.

Wie siehst du dich in 10 Jahren?

Ich bin nur noch Teilzeit bei der Polizei und kann zumindest zur Hälfte von meinen Büchern und dem Verlag leben.

Hier darfst du sagen, was du schon immer einmal sagen wolltest:

Oh, Freibrief

Nehmt euch nicht so ernst, denn das Leben ist ernst genug. Belügt andere nicht, denn irgendwann belügt ihr euch automatisch selbst. Seid stark, denn niemand wird es für euch sein. Tut, was ihr für richtig haltet, aber denkt daran, dass es auch andere Menschen neben euch gibt.

Und:

Mich nervt es einfach nur, wenn Menschen direkt in eine gedankliche Ecke geschoben werden, nur, weil sie mal sagen „Ich glaube, wir schaffen es diesmal nicht. Es muss auch anders gehen.“

Freie Meinungsbildung muss in alle Richtungen gehen dürfen, auch wenn es einem nicht passt.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Meiner Familie

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Dystopie/Young Adult-Dystopie (mag daran liegen, dass ich mir geschworen haben, ewig zu leben!)

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Krimi

Mein Lieblingsgetränk ist…

Eindeutig Kölsch, doch das darf nr in Maßen sein, denn sonst freut sich mein Arzt zu sehr

Mein liebstes Liebeslied ist…

„A question of lust“ von Depeche Mode. Kommt sogar in meinen „Zwei Welten“ vor.

Ich grusele mich vor…

Spinnen

Wenn ich ein Geist wäre, …

… würde ich gewissen Leuten solange erscheinen, bis sie Vernunft annehmen

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich …

… total aufgeschmissen, denn jemand anderes (der Autor) würde bestimmen, wie mein Leben verläuft.

Beim Schreiben esse ich …

… alles Mögliche, was mir in die Finger kommt.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Sehr unterschiedlich. Meine erste Geschichte fiel mir ein, als ich eine Jugenddystopie gelesen habe, die zwar in den Top 100 der Spiegele-Bestsellerliste stand, aber sowas von langweilig war, dass ich dachte: Hey, das kann ich besser!“

Die Idee zu der „Zehnten Generation“ war ein Gedankenaustausch zwischen meiner Frau und mir. Zwei weitere Geschichten kamen einfach spontan in meinen Kopf, während eine Dritte durch ein Bild inspiriert wurde, welches ich sah.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Ihr meint das Schreiben und überarbeiten?

Sehr unterschiedlich!

Für die drei Teile der „Melderin“ habe ich zum Schreiben gerade mal ein halbes Jahr gebraucht. Okay, die Überarbeitung beanspruchte auch noch etwas Zeit, aber zum Beispiel an dem zweiten Teil der zehnten Generation arbeite ich schon seit knapp 1 ½ Jahren.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücherschreiben?

Ganz ehrlich? Gar keine!

Ich schreibe die Geschichten aus meinem Kopf heraus und schaue erst nach, wenn die Frage aufkommt „Kann das so sein?“

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

Viel Platz habe ich nicht an meinem Schreibtisch. Aus diesem Grund ist er eher chaotisch.

Doch für mich genau richtig, denn er zeigt mir dadurch sehr deutlich, dass jede Ordnung seine Unordnung braucht, um Bestand haben zu können

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

Ich habe ein eigenes Autorenprofil auf Facebook https://www.facebook.com/MichaelG.Spitzer.Autor/

und Instagram https://www.instagram.com/michaelg.spitzer/

Auf beiden berichte ich über Fortschritte meiner Arbeit und präsentiere natürlich meine Bücher dort.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

*lach*

Ich kenne den Plot meiner Bücher, bevor ich anfange zu schreiben. Sobald jedoch der/die Protagonist(in) erscheint, ist der Plot dahin. Meine demnächst kommende Dystopie sollte „eigentlich“ (ich mag dieses Wort nicht) die Beschreibung von sieben Regeln sein, die unsere Welt ohne weitere Gesetze regeln können, doch nach und nach ignoriert werden. Meine Prota, Danielle „Dan“ Berg, stand gedanklich plötzlich hinter mir und sagte „Nee, so war das nicht!“

Und Schwups: eine völlig andere Geschichte entstand.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Wie nahezu jeder Autor, habe ich auch eine besondere Verbindung zu meinem „Erstling“. Die „letzte Melderin“ ist ein Dreiteiler mit Spin-Off geworden, welcher mir sehr am Herzen liegt. Hier bin ich mir jedoch nicht sicher, ob es der dritte Teil der Geschichte, oder doch der Spin-Off ist, welcher mich mehr begeistert.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung heraus, ohne zu spoilern?

Bei einer Lesung muss man ein wenig spoilern, denn diese Art der Werbung soll ja neugierig machen. Dennoch ist ein totales Spoilern natürlich Gift für den Verkauf. Ich berate mich mit meiner Frau. Sie liest die Passagen (obwohl sie diese schon kenn) nochmals durch und wir entscheiden gemeinsam, was gelesen wird.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ja, auf jeden Fall:

In der „zehnten Generation“ ist es Jules Gerard, eine große Nebenrolle, die vor allem in Teil zwei ihren entsprechenden Auftritt haben wird. Er ist eine Vaterfigur und gleichzeitig streng mit der Protagonistin, ohne sie zu unterdrücken.

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

Jap, eben mit Jules Gerard

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Wenn ich jetzt „nein“ sagen würde, dann wäre das gelogen. Es gibt immer wieder Charakterzge an Menschen, die man mag, oder eben nicht. Kein Autor kann sagen, dass seine Figuren rein aus seiner Phantasie heraus entspringen und nichts mit Personen seines näheren Umfelds zu tun haben. Jeder Charakter hat etwas Reales an sich.

Hast du eine Lieblingsszene?

Im eigenen Buch: Die Bestattungsszene von Henry in ihrer ganzen Länge.

Im „fremden“ Buch: Die Krankenhausszene von „Ringer“ im zweiten Teil der „5. Welle“, ebenfalls in ihrer gesamten Länge (knapp 200 Seiten)

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Nicht, dass ich wüsste.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Momentan überarbeite ich den zweiten Teil der „Melderin“. Gleichzeitig schreibe ich am 2. Band der „zehnten Generation“

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ich habe das Glück, dass ich an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten kann und gleichzeitig noch für den Verlag tätig bin. Etwas wie eine Schreibblockade kommt also niemals auf. Es gibt immer etwas zu tun, zu dem ich umswitchen kann.

Wann und wo schreibst du?

Zu allen Zeiten, an denen es sich ergibt. Immer an meine Schreibtisch, denn hier fühle ich mich trotz des Chaos wohl

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Das „Plotten“ ist nichts für mich. Ich habe eine Geschichte im Kopf und schreibe sie nieder. Hin und wieder überkommt mich der Zweifel, ob etwas so sein kann. Dann Google ich schnell und richte mein Ergebnis angelehnt an das Erforschte aus.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Puh.

Es kommt vor allem auf die Phantasie an, eine Geschichte selbst zu „sehen“. Als Polizist habe ich das Glück, täglich Berichte und Anzeigen zu verfassen, die in Reinform auch höchsten Ansprüchen genügen müssen. Der Job war also mein bester Lehrmeister

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Wie sicher jeder Schriftsteller kämpfe ich mit mir selbst: Es sind die Zweifel, ob eine Geschichte ankommt, ob die Charaktere glaubwürdig sind, ob ein Plot stimmig ist, usw.

Die größte Freude für mich ist ein Feedback. Egal in welcher Form. Auch negative Rückmeldung kann gut sein, wenn sie auch sagt, warum die Bewertung schlechter ausfiel. So kann ich lernen. Einfache Ein-, oder Zweizeiler helfen mir nicht. Egal in welcher Richtung.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Beides sollte Hand in Hand gehen. Eine gute Geschichte ist nichts wert, wenn die Charaktere blass sind. Genauso gut kann der Charakter noch so toll ausgearbeitet sein, wenn die Story nichts hergibt.

Weißt du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ich denke, das werde ich nie vergessen

Ich erfuhr es bei einem eigentlich „normalen“ Gespräch mit einem der Gesellschafter des Verlages, als er mir plötzlich sagte, dass meine „Zwei Welten“ zur Buchmesse 2017 in Homburg/Saar vorgestellt werden. Dazu kam gleich der Hinweis, dass ich eine Lesung daraus halten sollte. Es war direkt meine Erste am ersten Tag. Man war ich stolz und aufgeregt gleichzeitig.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Nein, denn ich wusste, dass der Verlag sehr klein und entsprechend noch nicht in den stationären Buchläden vertreten ist.

Ist ein Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes? Ist ja auch irgendwie ein Baby.

Es ist nicht nur irgendwie ein Baby. Es ist eins. Das Gefühl kommt nicht ganz an die Geburt des eigenen Kindes heran. Und doch ist die Aufregung, die Vorfreude und das Lampenfieber riesig.

Wer darf als erstes deine Manuskripte testlesen?

Meine Frau. Sie ist mit Abstand mein stärkster Kritiker. Aufgrund ihrer Fragen musste ich für die Melderin-Reihe den Spin-Off schreiben.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Es gibt fünf fertige Bücher. Eins ist in der Endphase seiner Entstehung.

Hast du Mitspracherecht bei den Cover deiner Bücher?

Ja. Der Hybrid Verlag berücksichtigt die Wünsche seiner Autoren. Die Cover zu meiner Melderin-Reihe stammen zum Beispiel aus meiner Zeit als SPler. Ich darf sie behalten. Das Bild der „Zwei Welten“ stammt von einem befreundeten Fotografen. Der Coverdesigner und ich haben es gemeinsam beim Stöbern zufällig entdeckt. Wir waren uns sofort einig.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Meine Familie fand es cool. Wie oben beschrieben, begann ich es als Ausgleich für einigen Stress, der sich damals aufbaute. Schreiben brachte mich tatsächlich sehr schnell wieder runter.

In meinem restlichen Umfeld wurde ich meist belächelt. Natürlich kann ein 45-jähriger Polizist nicht einfach so anfangen zu schreiben. Das änderte sich jedoch schlagartig, als ich mitteilte, dass meine Geschichten von einem Verlag angenommen wurden.

Kannst du dich noch daran erinnern wie es war, als dein erstes Buch von einem Verlag angenommen wurde?

Sehr gut sogar. Ich dachte zunächst, ich würde veräppelt. Ich konnte mir trotz allem nicht vorstellen, dass dies wirklich wahr ist. Also fragte ich nochmal nach und bekam die Bestätigung. Da ich es immer noch nicht glauben konnte, rief mich einer der damaligen Gesellschafter (heute gut befreundet) an und bestätigte es mir telefonisch erneut.

Aus diesem Tag ging ich nicht nüchtern heraus

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Sehr schwer zu sagen. Als ich die Melderin schrieb, war sie nicht als Buch gedacht. Es sollte einfach nur eine Geschichte für mich selbst sein, um abzuschalten. Nachdem meine Frau sie gelesen hatte (Die Geschichte umfasste damals rund 1150 Normseiten), redeten wir darüber. Sie ermutigte mich, daraus ein Buch zu machen. Nach einigen Gesprächen teilte ich die Geschichte in drei Bände und gaben jedem eine Überschrift. Aufgrund diverser inhaltlicher Nachfragen meiner Frau schrieb ich einen Nebenstrang aus der Sicht zweier großer Charaktere neben Danielle. Ich denke, dass hier erstmalig der Gedanke aufkam, tatsächlich ein Buch zu schreiben.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Ja, sicher:

„Nach Arthur und Gus habe ich gelernt, dass Vertrauen die schlimmsten Verletzungen hervorrufen kann, wenn man es dem Falschen gibt.“ („Zwei Welten“, Seite 231)

Gewinnspiel:

Gewinnen könnt ihr je ein Taschenbuch von ” Zwei Welten: Die zehnte Generation I” und “Die letzte Melderin: Die Nachfolge” . Teilnahmeschluss ist der 25.12.2018 um 23:59 Uhr. Es werden dann die zwei Gewinner ausgewählt, bitte schreibt dabei für welsches Buch ihr in den Lostopf hüpft.

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Gewinnen könnt ihr, in dem ihr mir folgende Frage beantwortet:

Wer ist der Lieblingscharakter des Autors seiner eigenen Bücher?

Teilnahmebedingungen findet ihr hier: hier

Ein weiteres Los für den Lostopf bekommt ihr auf Facebook.

©
Bild und Cover: Michael Spitzer

 

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2 Kommentare

  1. Jules Gerard

    Ich möchte gerne für Die letzte Melderin in den Lostopf.
    Ich wünsche schöne Feiertage!

    LG, Melanie

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