Rezension zum Buch “World of Warcraft: Traveler” von Greg Weisman Das Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt

Rezension zum Buch “World of Warcraft: Traveler” von Greg Weisman


Titel: World of Warcraft: Traveler

Autor: Greg Weisman

Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch

Erscheinungsjahr: 27.07.2017

Seitenzahl: 448 Seiten

ISBN: 978-3733503918

Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren

Format: Broschierte Ausgabe

Preise: Broschierte Ausgabe : 12,99 Euro

Ebook : 9,99 Euro


***Klappentext***

Ein Abenteuer des weltbekannten Computerspiel-Bestsellers »World of Warcraft« – jetzt für junge Leser!

 

Der zwölfjährige Aram hat seinem Vater nie verziehen, dass er ihn und seine Mutter im Stich gelassen hat. Als Kapitän Dorn acht Jahre später plötzlich wieder auftaucht, Aram auffordert, sich seiner Crew anzuschließen und die Meere Azeroths zu durchkreuzen, ist er alles andere als begeistert. Und dann wird das Schiff von Piraten überfallen und Aram ist plötzlich auf sich allein gestellt. Zum Glück ist er im Besitz von Dorns Kompass gelangt. Doch der zeigt dummerweise nicht nach Norden, wie es jeder anständige Kompass tun sollte. Und so führt er Aram nicht zurück in die Heimat, sondern direkt in sein allergrößtes Abenteuer!

Enthält 24 exklusive Illustrationen von Blizzard-Zeichner Samwise Didier.

(Quelle: Amazon)


***Zusammenfassung***

Der Seemann Greydon Dorn hat seinen Sohn Aram und dessen Mutter von heute auf morgen in Seenhain verlassen, als dieser 6 Jahre alt war, um wieder mit seinem Schiff und seiner Crew in See zu stechen.
6 lange Jahre lang, hat er sich nicht um seinen Sohn gekümmert um dann plötzlich, als dieser 12 Jahre alt ist, wieder vor der Tür zu stehen, um ihn mit auf sein Schiff zu nehmen.
Und an diesem Punkt startet die Geschichte um unseren Hauptprotagonisten Aramar( kurz Aram genannt) Dorn und seinen Freunden, die in diesem Buch eine abenteuerliche Reise zu bestreiten haben – zumindest einen Teil davon.


***Meinung***

~~~Cover~~~

Das Cover fand ich schon sehr gelungen durch die Gestaltung, Farbgebung und Zeichenstil der auch schon meines Erachtens vermittelt, dass sich das Buch an einer jüngeren Zielgruppe orientiert. Auf der Hinterseite des Buches erhielt ich schon einen kleinen Einblick in den Schreib- bzw Erzählstils des Autors.

~~~Der Einstieg~~~

Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen und ich konnte mich gleich in die Geschichte fallen lassen. Man taucht gleich in die typische WOW-Welt ab und trifft bekannte Charaktere.

~~~Die Charaktere~~~

Die Charaktere sind wirklich alle so toll gestaltet und passen perfekt in die Welt von Azeroth. Ich spiele selber WOW und liebe es hier in die Welt abtauchen zu können.

Armar Dorn

Aramar Dorn (Spoilergefahr)

Der 12-jährige Aramar Dorn ist gegen seinen freien Willen Teil der Schiffsmannschaft der “Wellenschreiter”, dem Handelsschiff seines Vaters. Nachdem sein Vater ihn und seine Mutter noch vor seinem 6. Geburtstag im Stich ließ und daraufhin nie wieder meldete, ist Arams Wut auf ihn, Kapitän Greydon Dorn, riesig und absolut verständlich. Und dann wagte er es auch noch, eines Tages wieder vor der Tür zu stehen und zu verlangen, das sein Sohn ihn ein Jahr lang auf See begleitet. Zu Beginn des Buches hatte ich meine Probleme mit Aram warm zu werden: Einerseits verstand ich seine Wut auf seinen Vater, der jedoch alles andere als ein böser Mensch zu sein schien, andererseits ging mir seine bockige Art, sein ewiges Selbstmitleid und seine Einstellung, sich nicht einmal zu bemühen, furchtbar auf die Nerven. Dies änderte sich nach etwa einem drittel des Buches, nachdem er und seine Begleiterin Makasa das erste Mal ganz auf sich allein gestellt sind. Statt über Vergangenes und Verlorenes zu trauern, wie ich es eigentlich von ihm erwartet hatte, wächst Aram über sich selbst hinaus und wird – für meinen Geschmack – einen Tick zu schnell erwachsen.

Für jüngere Leser bietet der angehende Held aber auf jeden Fall alles was er braucht, um der perfekte Protagonist zu sein: einen gewitzten Verstand, großen Mut, eine gesunde Prise Humor und ein gutes Herz. Zusätzlich besitzt er außerdem das große Talent des Zeichnens – und schafft es spielend leicht, all jene, die er zeichnet, genau so darzustellen, wie sie wirklich sind, oder aber so, wie sie gerne sein würden. Das Resultat seiner Zeichnungen bekommt der Leser parallel zum Text in seitenfüllenden Illustrationen vorgeführt, die – original von Blizzard-Zeichner Samwise Didier – einen wunderbaren Einblick in die Geschichte geben. Die Charaktere werden im Comic-Stil dargestellt und nehmen zwar der eigenen Fantasie das Aussehen der Figuren vorweg, doch empfand ich sie in diesem Fall weniger störend, sondern vielmehr als Gewinn für die Geschichte. Vor allem da sie gleichzeitig als wunderbare Schlüsselelemente den Plot unterstützen. Eine schöne Idee!

[collapse]

Makasa Flintwill

Makasa Flintwill (Spoilergefahr)

Genau wie bei Aramaer Dorn hatte ich mit Makasa zu Beginn der Geschichte noch so meine Zwistigkeiten. Als 2. Maat des Handelsschiffs ist sie Aram im Rang überlegen und lässt keine Gelegenheit aus, dies zu demonstrieren.

Sie hat eine offene Abneigung gegen den Jungen und seine Art, schafft es aber irgendwie nicht, diese mal richtig zur Sprache zu bringen. Außerdem scheint sie ständig mit ihm um die Zuneigung des Kapitäns zu konkurrieren. Sie ist einfach ein typisches Beispiel für ‘Harte Schale, weicher Kern’, das biestige 17-jährige Mädchen, das alles besser weiß, nur hin und wieder mal nett ist und sich zum Schluss als eine ganz Liebe entpuppt. Trotzdem überraschte sie mich – denn je weiter die Geschichte voran schritt, desto weniger nervig fand ich sie. Makasa ist eine wahnsinnig loyale Seele und eine sehr begabte Kämpferin noch dazu.

Dass sie älter ist als Aram und zugleich einen höheren Rang innehat, stieg ihr ab und zu zu Kopf, wohingegen Aram bald lernte, sich ihr gegenüber zu emanzipieren. Ihr mit der Zeit immer freundschaftlicher werdender Machtkampf hatte so immer wieder unfreiwillig komische Momente. Sie mag nicht mein liebster Charakter gewesen sein, aber mit der Zeit kam ich ganz gut mit ihr aus.

[collapse]

Murky

Murky (Spoilergefahr)

World of Warcraft – Traveller hat eine Menge liebenswürdiger Charaktere zu bieten. Umso schwerer fällt mir die Entscheidung, welchen ich euch hier noch genauer vorstellen möchte. Andererseits fällt es mir dann doch gar nicht so schwer, Murky zu wählen. Der kleine Murloc – eine fischartige Rasse mit lustiger gurgelnde Sprache – ist kein guter Fischer, obwohl er das eigentlich im Blut haben sollte. Stattdessen hat er eine Begabung, sich ständig in seinen eigenen Fischernetzen zu verheddern und sich dabei in brenzlige Situationen zu bringen. Mehr als einmal muss er von seinen neuen “Fronden” vor dem knappen Tod bewahrt werden.

Er ist eine unfassbar treue Seele und von einer entzückend kindlichen Naivität, das man ihn als Leser/in ganz einfach ins Herz schließen muss. Da er die Gemeinsprache nicht beherrscht, sondern nur versteht – und andernfalls nur Murloc sprechen kann – sind die Missverständnisse vorprogrammiert, und seine kläglichen Versuche, den anderen Charakteren Gemeinsprache nachzusprechen, sind immer wieder für einen Lacher gut. Sie ziehen sich übrigens durch das ganze Buch und werden vermutlich noch in den nachfolgenden Teilen eine Konstante bleiben. Murky ist einfach nur niedlich und scheint als der perfekte Sidekick einfach aus einem Animationsfilm direkt in das Buch gepackt worden zu sein.

[collapse]

~~~Die Handlung~~~

Die Handlung zog sich am Anfang ein bisschen, was für mich aber den Lesefluss nicht beeinflusste. Danach ging alles relativ schnell und ich war zum Schluss sogar etwas traurig, dass es vorbei sein sollte – und wollte am liebsten gleich den zweiten Band in Angriff nehmen. Wir haben es bei World of Warcraft – Traveller mit der typischen Heldenreise zu tun: Der junge, unerfahrene Aramar Dorn muss sich von seinem Vater emanzipieren und eine Reise durch Kalimdor, den westlichen Kontinent Azeroths, an der Seite seiner neuen – und alten – Freunde bestreiten.

Dabei lernt er immer mehr über sich selbst, das Land, die Völker und vor allem über seinen Vater, lernt, das Gelernte auch umzusetzen, und wächst mit der Zeit zu einer starken Persönlichkeit heran, die im absoluten Kontrast zu dem steht, wie er früher einmal war. Eine Gruppe schräger Bösewichte darf natürlich auch nicht fehlen. All das ist in keiner Weise neu, auch das Setting in der Welt von World of Warcraft ist keines, das noch nie da gewesen wäre. Wer also total überraschende Wendungen und Charaktere abseits der Prototypen erwartet, wird eventuell enttäuscht werden. Nichtsdestotrotz schafft es Weisman spielend leicht, aus altbekanntem Stoff eine neue, fantastische und für jung und alt spannende Geschichte zu schaffen, die jeden mitreißen kann, der sich ein bisschen auf sie einlässt. Oder einfach ein Fan von World of Warcraft ist.

~~~Der Schreibstil~~~

Der bildgewaltige Schreibstil helfen genauso wie die wunderschön gestalteten Illustrationen dabei, in die vielfältige Welt von Azeroths einzutauchen und sich darin zu verlieren. Der Handlungsbogen und die Story haben mich vollkommen gefesselt. Sie war für mich, neu, frisch und voller Plottwists und Überraschungen. Ich konnte und wollte das Buch nicht aus der Hand legen.


***Danke an den Verlag***

Danke an den Verlag der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst.


***Das Fazit***

World of Warcraft Spieler, ob ehemalig oder (Lore)interessierte welche tiefer einsteigen möchten werden dieses Buch lieben und sich sagen “Genau das ist die Welt von WoW”!
Neueinsteiger des Genres werden ebenso auf ihre Kosten kommen, vorausgesetzt – man hat einen hang zu Abenteuer und Fantasy. Es erzählt eine wundervolle Geschichte aus Sicht des Zwölfjährigen Protagonisten namens Aram in der Welt von WoW.


***Die Bewertung***

Das Cover: 10 von 10 Punkte

Der Einstieg: 10 von 10 Punkte

Die Charaktere: 10 von 10 Punkte

Der Schreibstil: 10 von 10 Punkte

Die Handlung: 10 von 10 Punkte

Gesamtbewertung: 50 von 50 Punkte


***Die Gesamtbewertung*

**

svenja-5-632x485 Rezension zum Buch "World of Warcraft: Traveler" von Greg Weisman

Teile diesen Beitrag

Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.