[Virtueller Messestand] Dorothe Zürcher – Interview

Heute haben wir die nächste Autorin auf unserem Blog zur Besuch. Wir möchten euch heute über Dorothe Zürcher

einiges verraten. Wir haben in diesem Bericht ein Interview geführt und auf Facebook findet ihr noch einige Sachen zu ihren Büchern..

 

Zu deiner Person:

Dorothe-ZürcherLesung_Gamma [Virtueller Messestand] Dorothe Zürcher – Interview

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Gewandert, studiert, geheiratet, mit Schreiben begonnen.

Wenn du dich mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Bücherwurm, Idealistin, Beobachterin

Welches Sternzeichen bist du?

Zwilling

Welchen Fehler entschuldigst du am ehsten?

Vergesslichkeit.

Wer ist dein liebster Romanheld?

Es gibt zu viele.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Schreiben, reisen.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Orange

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller?

Zu viele.

Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen?

Die Zeit verlängern.

Wie bist du zum schreiben gekommen?

All die vielen Geschichten, Charaktere und Wörter in meinem Kopf mussten einmal aufs Papier gebracht werden.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Wenn ich darin versinken kann.

Wo liest du am liebsten?

Auf dem Sofa.

Hast du ein Lebensmotto?

Alle sieben Jahre eine Auszeit nehmen, um mit meinem Mann um die Welt reisen.

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Alles von Astrid Lindgren, Karl Mai und Marion Zimmer Bradley.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Selten, sollten wir uns aber einrichten.

Was bringt dich zum Lachen?

Vieles, vor allem mein Mann.

Welches Hobbie hast du?

Lesen und wandern.

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Büchern und Schokolade.

Mein Lieblingsgetränk ist

Bier.

Wenn ich in einem Buch leben würde, wäre ich...

der Rabe auf dem Baum, der zuschaut und sich seines denkt.

Beim Schreiben esse ich

Schokolade.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Von Erlebnissen und Erzählungen.

Bei meinem historischen Roman besuchte ich eine Bibliothek, die nach Wiborada benannt ist. Als ich erfuhr, wie diese Frau gelebt hat, war mir sogleich klar, dass ich einen Roman über sie schreiben musste.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Zwischen drei Monaten und drei Jahren. Dann steht aber erst das Manuskript.

Welche Medien durchforstest du vor dem Bücher schreiben?

Internet, Bibliothek, die Welt.

Wichtig ist mir, dass ich nicht nur in Medien recherchiere, sondern auch Fachleute anschreibe oder treffe. Zudem möchte ich die Orte, wo meine Geschichte spielt, sehen, um deren Atmosphäre aufzunehmen oder sogar dort zu schreiben. Es gibt sogar reale Orte, die in meinen Fantasy-Büchern vorkommen.

In meinem aktuellsten Roman pilgert Wiborada, die Protagonistin, von Konstanz nach Rom. Zwei Wochen lang erkundigte ich einen Teil dieses Weges mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Mein Mann begleitete mich dabei, das war supertoll!

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich plane immer von Anfang bis Schluss und meine Charaktere werden immer selbständig und fordern von mir neue Szenen.

Welches deiner Bücher magst du besonders?

Jedes, da ich bis jetzt bei jedem Buch das Genre gewechselt habe, so bekommt jedes Buch einen eigenen Hintergrund.

Wie suchst du passende Passagen für eine Lesung heraus, ohne zu spoilern?

Ich lese die Stelle laut und streiche die Stellen, die verwirren oder spoilern. Die Szene muss jedoch immer noch Sinn machen. Ab und zu spiolere ich, man darf schon mal etwas verraten.

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Der schwarze Garten: Kevin – Der Neffe der Protagonistin.

Das Gamma-Lächeln: Eron – Der spätere Freund der Protagonistin.

Stabilitas loci – Der Weg der Wiborada: Pertherad – Die Liebhaberin von Wiboradas Bruder

Identifizierst du dich selbst mit einen deiner Figuren?

In allen steckt etwas von mir drin.

Gibt es reale Personen, die dich zu deinen Figuren inspirieren?

Nur ihr Aussehen.

Hast du eine Lieblingsszene?

Zu viele.

Hast du reale Vorbilder für Szenen im Kopf gehabt?

Teilweise ja.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Eine historische Kurzgeschichte, die in einer Burg spielt, in deren Nähe mein Großvater aufgewachsen ist.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Selten, aber es gibt sie. Meistens gehe ich dann spazieren oder putze. Bis jetzt hat sich jede Blockade so gelöst.

Wann und wo schreibst du?

Vor allem in den Bergen und in der Nacht, weil es dann still ist.

Schreibst du einfach drauf los oder recherchierst du erst, planst, legst Notizen an, bevor du zu schreiben beginnst?

Ich recherchiere und plotte. Dann schreibe ich und daraus ergeben sich weitere Recherchen. So wechsle ich immer ab.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Ich würde jedem Schreibenden raten, sich weiterzubilden. Bei mir merke ich, sobald sich Szenen, Charaktere und Dialoge zu wiederholen beginnen, ist es an der Zeit eine Weiterbildung zu machen, oder einen strengen Betaleser zu arrangieren.

Was bedeutet es für dich, Autor zu sein? Womit kämpfst du als Schriftsteller, was sind die Freuden?

Die Geschichten in mir finden einen Platz in der Welt und werden von anderen gelesen. Das freut mich am meisten.

Schriftsteller kämpfen an vielen Fronten: Kritik, fallende Buchpreise usf. Wichtig ist es jedoch, sich auf sein Kerngeschäft, das Schreiben zu besinnen.

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Beides, und vor allem auch eine gekonnte Ausdrucksweise.

Weisst du noch, wo und wie du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll?

Ja. Es war bei einer Weiterbildung in einem Verlag, als die Verlegerin kam und mit mitteilte, dass sie meinen Roman nehmen. Yupee! Ich flippte erst später aus, da in dem Moment noch andere Schreibende im gleichen Raum anwesend waren.

Hast du dich am Erscheinungstag in den nächsten Buchladen gestürzt um zu sehen, wie es dort präsentiert wird?

Nein, ich bereitete mich auf die Buchvernissage vor.

Ist eine Erscheinungstermin eines Buches genauso aufregend wie die Geburt eines Kindes, ist ja auch irgendwie ein Baby ?

Ich denke, die Geburt eines Kindes ist einschneidender für das Leben. Aber Bücher sind schon eigene Babys.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Das kommt auf das Genre des Manuskriptes an. Aber ich habe drei wunderbare Testleser, denen ich vertraue und je nach Genre bekommt ein anderer das Manuskript.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Ich bin ein Glückspilz: Veröffentlicht habe ich vier, geschrieben habe ich sieben, wobei davon im nächsten Jahr eine weiteres veröffentlicht wird.

Hast du Mitspracherecht bei den Covern deiner Bücher?

Ja, bis jetzt hatte ich immer ein Mitspracherecht und die Verlage haben sich meistens darauf eingelassen. Bis jetzt war ich nur einmal mit einem Cover unzufrieden.

Wie hat deine Familie und dein Umfeld reagiert als du das Schreiben von Büchern angefangen hast?

Sie haben sich gefreut.

Wann kam erstmals der Wunsch auf, ein Buch schreiben zu wollen?

Zuerst als Jugendliche, als ich so viel las und erste Schreibversuche machte. Dann erst wieder nach dem Studium, als ich Zeit zum Schreiben hatte.

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Banner: Pixabay/Gimp//Svenja Glaser
Bilder: von Autorin zur Verfügung gestellt.

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