[Virtueller Messestand] Evelyne Aschwanden – Interview

Heute haben wir die nächste Autorin auf unserem Blog zur Besuch. Wir möchten euch heute über Evelyne Aschwanden einiges verraten. Wir haben in diesem Bericht ein Interview geführt und auf Facebook findet ihr noch einige Sachen zu ihren Büchern..

Zu deiner Person:

FotoEvelyne [Virtueller Messestand] Evelyne Aschwanden - Interview

Wer bist du? Wie würdest du deine Biographie erzählen?

Meine Name ist Evelyne Aschwanden. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in der Zentralschweiz, von wo aus es mich schon von klein auf in die ganze Welt hinausgezogen hat (unter anderem nach Japan, wo ich mein Austauschjahr verbracht habe). Heute lebe ich in der Nähe von Zürich und studiere dort im dritten Semester Sprachen mit Schwerpunkt Übersetzen.

Wer ist dein Lieblingsmusiker?

Puh, schwer sich da genau festzulegen. Ich höre eigentlich querfeldein alles: von British Rock bis zu melancholischem Indie. Ganz besonders mag ich jedoch Avicii, The Chainsmokers, Nothing but Thieves und Imagine Dragons.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?

Das Schreiben natürlich. 🙂

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Gute Frage. Ehrlich gesagt weiss ich es selbst nicht mehr so genau, da ich schon immer geschrieben habe. Was mein siebenjähriges Ich damals dazu bewegt hat, sich vor einen Computer zu setzen und eine Geschichte niederzuschreiben? Ich habe keine Ahnung.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Spannung, ein wenig Action, eine Prise Magie, aber vor allem tiefgehende und glaubwürdige Figuren.

Wo liest du am liebsten?

Am liebsten lese ich im Zug auf dem Weg zur Uni. Da kann ich vergessen, dass ich in einem vollgestopften Waggon mit viel zu vielen Menschen stecke. 😉

Welche Bücher hast du als Kind gelesen?

Da meine Mutter als Kind auch eine Leseratte war, habe ich viele ihrer Bücher ebenfalls gelesen: Fünf Freunde, die Bücher von Astrid Lindgren und Edit Nesbit oder die Rote Zora, um nur ein paar zu nennen. Später habe ich dann die Fantasy-Bücher von Cornelia Funke verschlungen, bevor mich irgendwann das Harry Potter-Fieber gepackt hat.

Hast du ein Lieblingsbuch?

Ich persönlich bin ja ein grosser Fan von „Carry On“ von Rainbow Rowell. Vor allem die beiden Hauptfiguren Simon und Baz haben es mir angetan. Die beiden sind keine Helden per se, aber genau das & ihre Beziehung zueinander macht sie so liebenswert, finde ich. Ausserdem ist die Geschichte spannend und magisch und eine der wenigen Bücher, die ich in mehreren Editionen besitze.

Hat ein Schriftsteller je Feierabend oder Urlaub?

Sobald ich den Unikram erledigt habe, setzte ich mich an den Computer und schreibe. Auch an Wochenenden. Also nein, so etwas Feierabend liegt da nicht drin. 😉

Vervollständige folgende Sätze:

Ich bin süchtig nach

Kaffee, guten Büchern und dem Schreiben.

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Genre…

Urban Fantasy.

Ich lese keine Bücher aus dem Genre…

Liebe

Mein Lieblingsgetränk ist…

Kaffee.

Ich grusel mich vor…

Spinnen. Bäh.

Beim schreiben esse ich….

am liebsten nichts, weil ich es hasse, wenn dann die ganze Tastatur voller Krümel ist.

Kommen wir nun zum Schreiben

Woher bekommst du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Wenn ich das nur wüsste! 😉 Die meisten Ideen finden mich einfach und quälen mich so lange, bis ich sie endlich aufschreibe (auch und vor allem nachts). Mein Kopf ist so was wie eine unaufhaltsame Ideenmaschine, aber woher die ganzen Einfälle kommen, kann ich auch nicht so genau sagen.

Wie lange brauchst du für die Herstellung eines eigenen Buches?

Je nach Umfang zwischen drei bis fünf Monaten.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Der Grossteil meines Alltags besteht aus Uni und Vorlesungen. Dazwischen jobbe ich am Wochenende. Sobald ich eine freie Minute habe, schreibe oder überarbeite ich – und zwar jeden Tag, wenn ich es irgendwie schaffe.

Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

Ich mag es nicht, meine Bücher im Voraus durchzuplanen, da mir das dann die ganze Freude am Schreiben raubt. Der erste Entwurf ist also auch für mich immer eine Überraschung. 😉

Hast du in deinem Buch einen Lieblingscharakter?

Ich mag ja Olli Morti aus meinem Debüt „Anderswelt: Schattensuche“ sehr gerne. Er ist ein liebenswerter Tollpatsch, der eigentlich nur ein normales Leben führen will. Allerdings ist sein Vater ein Vampir – und langsam aber sicher scheint sich auch Olli in einen zu verwandeln …

Gibt es reale Personen, die dich zu deinem Figuren inspirieren?

Eigentlich hole ich mir nur selten Inspiration von realen Menschen. Meine Familie hat mir aber schon oft gesagt, dass sie sich zum Teil selbst in den Figuren wiedererkennen. 😉

An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Momentan beende ich das Lektorat des letzten Bands der Anderswelt-Trilogie und schreibe gleichzeitig an einer neuen Buchreihe, deren Inhalt aber noch geheim ist.

Hast du auch mal Schreibblockaden, also Tage an denen gar nichts mehr geht?

Ja, aber sie sind sehr selten. Seit ich das Schreiben zu meiner Routine gemacht habe und mich wirklich jeden Tag hinsetze, habe ich so gut wie keine Blockaden mehr.

Wann und wo schreibst du?

Wann und wo immer ich Zeit habe. Meist in meiner WG am Schreibtisch oder auf unserem Sessel und oft auch im Zug auf dem Weg nach Hause.

Es gibt diverse Angebote, kreatives Schreiben zu lernen, sei es an Unis oder bei Schriftstellern. Ist alles Handwerk, kann man alles daran lernen oder sitzt es in einem? Wie hast du gelernt, zu schreiben?

Um gut schreiben zu können, muss man vor allem eins: üben, üben, üben. Das Schreiben ist ein Handwerk, das gelernt werden kann, aber wie jedes Handwerk erfordert es jahrelange Übung, bis man es perfektioniert hat. Dranbleiben ist die Devise!

Was denkst du, ist wichtiger für einen guten Roman: Eine interessante Protagonistin, so dass der Leser mit ihr durch die Geschichte gehen will, oder aber eine packende Geschichte, die ihren eigenen Sog entwickelt?

Beides. Wenn eins von beiden fehlt, dann verliere ich schnell das Interesse für ein Buch.

Wer darf als erstes dein Manuskripte testlesen?

Meine beste Freundin, die eine meiner strengsten Kritikerinnen ist, und ein kleiner Kreis von Testlesern erhalten meine Manuskripte als Erstes.

Wie viele Bücher hast du schon insgesamt geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht?

Puh, schwierig zu sagen. Insgesamt müssten das wohl mehr als ein Dutzend sein.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem Buch?

Verwirrt blickte er mich an. Er sah aus, als wäre er gerade aus einem unendlich tiefen Schlaf erwacht. »Ma… ret?«

»Du lebst«, wimmerte ich. »Du lebst!«

Er sah an sich hinunter, als müsse er sich erst selbst von dieser Tatsache überzeugen. Als er wieder hochsah, hatte sich ein mattes Grinsen auf sein Gesicht geschlichen.

»Ich hab‘s dir immerhin versprochen, oder?«

Das Zitat stammt aus meinem Debütroman „Anderswelt: Schattensuche“, der 2017 erschienen ist.

©
Bild: von der Autorin zur Verfügung gestellt
Banner: Pixabay/Gimp//Svenja Glaser

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